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Curamat Plus Rosen-Pilzfrei Spray

BVL Zul.-Nr. 006867-65

Curamat Plus Rosen-Pilzfrei Spray ist ein anwendungsfertiges Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Pilzkrankheiten. Trotz des Namens, der auf Rosen hindeutet, besitzt dieses vielseitige Produkt auch Zulassungen in wichtigen Gemüsekulturen wie Gurken und Zucchini im Gewächshaus oder Freiland. Die Kombination aus zwei bewährten Wirkstoffen sorgt für eine zuverlässige Wirkung gegen wirtschaftlich bedeutende Schaderreger.

Das Produkt ist als gebrauchsfertiges Spray formuliert, was die Handhabung im professionellen Anbau oder im geschützten Segment extrem vereinfacht, da kein Anmischen von Spritzbrühen erforderlich ist. Es zielt primär auf Echte Mehltaupilze ab, die unter warmen und trockenen Bedingungen rasch die Blattoberflächen besiedeln und ohne rechtzeitige Behandlung zu erheblichen Ertragseinbußen führen können.

Dank der systemischen und translaminaren Eigenschaften der enthaltenen Wirkstoffe bietet das Pflanzenschutzmittel sowohl eine vorbeugende (protektive) als auch eine heilende (kurative) Wirkung. Dies macht es zu einem flexiblen Werkzeug im integrierten Pflanzenschutz, um Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen und die Vitalität der Kulturen zu sichern.

Wirkstoffe

Tebuconazol
0.125 g/L · Wirkstoff
Trifloxystrobin
0.125 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die hervorragende Wirksamkeit von Curamat Plus Rosen-Pilzfrei Spray basiert auf dem dualen Wirkungsmechanismus seiner beiden aktiven Komponenten. Tebuconazol gehört zur Gruppe der Triazole (FRAC-Gruppe 3) und wirkt als Demethylierungshemmer (DMI) in der Sterol-Biosynthese der Pilze. Es blockiert den Aufbau der pilzlichen Zellmembran, was das Wachstum des Myzels stoppt. Da Tebuconazol systemisch in der Kultur transportiert wird, schützt es auch neu zuwachsende Pflanzenteile von innen heraus. Trifloxystrobin ergänzt diese Wirkung als Wirkstoff aus der Gruppe der Strobilurine (FRAC-Gruppe 11). Es greift in den Energiestoffwechsel des Schaderregers ein, indem es den Elektronentransport in den Mitochondrien am Cytochrom-bc1-Komplex blockiert. Trifloxystrobin besitzt ausgeprägte mesostemische Eigenschaften: Es verteilt sich über die Gasphase auf der Blattoberfläche und haftet fest an der Wachsschicht, was eine langanhaltende Regenfestigkeit und einen starken protektiven Schutzschild gegen auskeimende Sporen gewährleistet.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei den Zielpathogenen, insbesondere den Echten Mehltaupilzen, wirksam vorzubeugen, solltest du dieses Pflanzenschutzmittel strategisch in ein integriertes Spritzprogramm einbinden. Da das Produkt bereits zwei unterschiedliche Wirkstoffklassen (FRAC 3 und FRAC 11) kombiniert, ist das inhärente Risiko reduziert. Dennoch empfiehlt es sich, die Anzahl der Anwendungen pro Saison strikt zu begrenzen und im Wechsel Produkte mit anderen, nicht kreuzresistenten Wirkmechanismen (wie z. B. Kontaktfungizide oder Schwefelpräparate) einzusetzen. Behandle stets vorbeugend oder bei den allerersten Symptomen, um den Selektionsdruck auf die Pilzpopulationen so gering wie möglich zu halten.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei diesem Produkt um ein gebrauchsfertiges Spray handelt, ist eine Tankmischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Düngemitteln in der Praxis weder vorgesehen noch notwendig. Die Formulierung ist optimal auf die direkte Anwendung abgestimmt. Solltest du dennoch eine kombinierte Behandlung mit anderen Maßnahmen planen, ist darauf zu achten, dass die Anwendungen zeitlich versetzt erfolgen, um phytotoxische Reaktionen auf den Blättern der empfindlichen Kulturen zu vermeiden. Achte bei der Ausbringung auf trockene Pflanzenbestände und vermeide Applikationen bei praller Sonne oder extremen Temperaturen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt im Vordergrund. Trage bei der Anwendung die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (wie Schutzhandschuhe und geeignete Arbeitskleidung), um direkten Haut- und Augenkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Zulassungsdokument vorgegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen das Mittel nicht auf blühende Kulturen oder an Orten ausbringen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind. Verlege die Behandlung vorzugsweise in die Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist. Achte zudem darauf, dass kein Abdriften in Oberflächengewässer oder angrenzende Biotope erfolgt, um aquatische Organismen und Bodenlebewesen zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZucchiniEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)0.05 LITER_PER_SQUARE_METER3T
GurkeEchter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)0.05 LITER_PER_SQUARE_METER3T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die erste Behandlung gegen Echten Mehltau?

Du solltest mit der Behandlung beginnen, sobald die ersten typischen weißen, mehligen Flecken auf den Blättern sichtbar werden oder wenn die Warndienste deiner Region ein erhöhtes Infektionsrisiko melden. Ein frühzeitiger Einsatz im Anfangsstadium der Infektion sichert den besten Bekämpfungserfolg, da die kurative Wirkung der Wirkstoffe dann optimal greifen kann.

Wie wirkt sich die Witterung auf die Effizienz der Anwendung aus?

Echter Mehltau verbreitet sich besonders schnell bei warmen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit, aber ohne direkten Regen. Wende das Spray an einem trockenen Tag an. Vermeide die Behandlung bei starker Sonneneinstrahlung oder Temperaturen über 25 °C, um Verbrennungen (Phytotoxizität) auf den empfindlichen Blättern deiner Kulturen zu verhindern.

Kann ich das Spray auch vorbeugend einsetzen, wenn noch keine Symptome sichtbar sind?

Ja, eine vorbeugende Anwendung ist sehr empfehlenswert, besonders wenn in deiner Region oder im Gewächshaus in den Vorjahren starker Befall aufgetreten ist. Der enthaltene Wirkstoff Trifloxystrobin bildet eine Schutzschicht auf der Blattoberfläche, die das Keimen der Pilzsporen von vornherein unterbindet.

Warum ist der Wirkstoffwechsel bei der Bekämpfung von Echtem Mehltau so wichtig?

Echte Mehltaupilze besitzen ein hohes Risiko, Resistenzen gegenüber bestimmten Wirkstoffklassen wie Strobilurinen (FRAC 11) oder Triazolen (FRAC 3) zu entwickeln. Wenn du ausschließlich dieses Produkt verwendest, könnten überlebende Pilzstämme resistent werden. Wechsle daher regelmäßig zu Produkten mit anderen Wirkmechanismen ab, um die Wirksamkeit langfristig zu erhalten.

Was muss ich bei der Anwendung im Gewächshaus im Vergleich zum Freiland beachten?

Im Gewächshaus herrscht oft ein feuchtwarmes Mikroklima, das die Pilzentwicklung beschleunigt. Achte hier besonders auf eine gute Belüftung nach der Spritzung, damit der Spritzbelag zügig abtrocknen kann. Im Freiland solltest du darauf achten, dass nach der Anwendung mindestens zwei bis drei Stunden kein Regen fällt, damit die Wirkstoffe vollständig in das Blattgewebe einziehen können.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Produkte für meine Kulturen?

Du kannst in unserem Hub gezielt nach deinen Kulturen (wie Gurke oder Zucchini) filtern und die Suche mit dem Schaderreger "Echter Mehltau" kombinieren. So erhältst du eine Übersicht aller in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel und kannst deine Spritzfolge optimal und resistenzmindernd planen.