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OTHER · Albaugh TKI d.o.o.

CUTER

BVL Zul.-Nr. 008357-60

CUTER von Albaugh TKI d.o.o. ist ein hochwirksames Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern im Mais (Zea mays). Formuliert als flüssiges Suspensionskonzentrat (SC) mit dem bewährten Wirkstoff Mesotrione (100 g/l), bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Selektivität in der Kultur und sorgt für unkrautfreie Bestände in der kritischen Jugendentwicklung des Maises.

Das Wirkungsspektrum erfasst ein breites Band wirtschaftlich bedeutender Unkräuter, darunter weit verbreitete Arten wie den Weißen Gänsefuß, Franzosenkraut, Knöterich-Arten und Nachtschatten. Durch die schnelle Aufnahme über Blätter und Wurzeln stoppt CUTER das Wachstum der Schaderreger unmittelbar nach der Anwendung, was die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe effektiv unterbindet.

Wirkstoffe

Mesotrione
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Klasse der Triketone und ist als HPPD-Inhibitor in die HRAC-Gruppe 27 eingestuft. Er blockiert das Enzym p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD), welches eine Schlüsselrolle in der Biosynthese von Plastochinon und in der Folge von Carotinoiden spielt. Ohne schützende Carotinoide führt das einstrahlende Sonnenlicht zur Zerstörung des Chlorophylls in den Unkräutern. Sichtbares Symptom dieser Wirkung ist ein charakteristisches Ausbleichen (Bleaching) der Triebspitzen und Blätter innerhalb weniger Tage nach der Behandlung, gefolgt von einer vollständigen Nekrose und dem Absterben der Schaderreger.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern vorzubeugen, sollte CUTER stets im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts eingesetzt werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer HRAC-Wirkstoffklassen in der Fruchtfolge sowie mechanische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen. Ein wiederholter, alleiniger Einsatz von HPPD-Inhibitoren auf derselben Fläche ist zu vermeiden.

Mischbarkeit & Tankmischung

CUTER zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Maisherbiziden und Bodenpartnern aus, um das Wirkungsspektrum, insbesondere gegen Ungräser, abzurunden. Bei Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und eine gleichmäßige Benetzung zu achten. Die Zugabe von geeigneten Netzmitteln oder Additiven kann die Wirkstoffaufnahme unter trockenen Bedingungen optimieren, sollte jedoch stets vorab auf Kulturverträglichkeit geprüft werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit CUTER ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Aufgrund der ökotoxikologischen Eigenschaften des Wirkstoffs Mesotrione sind Abdriftminderungsklassen und Gewässerabstände strikt einzuhalten, um aquatische Organismen und angrenzende Biotope zu schützen. Das Pflanzenschutzmittel ist bei sachgerechter Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollten Behandlungen außerhalb des aktiven Bienenflugs durchgeführt werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter1.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für CUTER im Mais?

Der beste Bekämpfungserfolg wird erzielt, wenn sich die einjährigen zweikeimblättrigen Unkräuter im frühen Keim- bis maximal 4-Blatt-Stadium befinden und aktiv wachsen. Die Anwendung erfolgt flexibel im Nachauflauf, solange die Unkräuter noch nicht vom Maisbestand verdeckt werden.

Wie wirkt sich trockenes Wetter auf die Effizienz von CUTER aus?

Da Mesotrione sowohl über die Blätter als auch über die Wurzeln (Bodenwirkung) aufgenommen wird, ist für die Bodenwirkung eine gewisse Bodenfeuchtigkeit ideal. Bei extremer Trockenheit dominiert die Blattaufnahme; in solchen Phasen empfiehlt sich die Anwendung in den kühleren Morgenstunden bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Kann CUTER mit Gräserpartnern gemischt werden?

Ja, da CUTER primär gegen zweikeimblättrige Unkräuter wirkt, ist eine Tankmischung mit einem Gräserpartner (z. B. Sulfonylharnstoffen gegen Schadgräser wie Hirse) in der Praxis üblich und sinnvoll. Beachten Sie dabei stets die Mischbarkeitshinweise der jeweiligen Mischpartner.

Welche Symptome zeigen behandelte Unkräuter und wie schnell treten sie auf?

Typisch für den Wirkungsmechanismus von CUTER ist ein deutliches Ausbleichen (Symptom des 'Bleaching') der Unkrautblätter, das meist 3 bis 5 Tage nach der Spritzung an den jüngsten Pflanzenteilen sichtbar wird. Das vollständige Absterben der Schaderreger erfolgt je nach Witterung innerhalb von ein bis zwei Wochen.

Gibt es Einschränkungen für Nachfolgekulturen nach dem Einsatz von CUTER?

Nach dem regulären Anbau von Mais unter Verwendung von CUTER können im Rahmen der normalen Fruchtfolge im Herbst in der Regel Wintergetreide und im folgenden Frühjahr fast alle Kulturen nachgebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur ist eine tiefe Bodenbearbeitung (Pflügen) ratsam, um empfindliche Nachfolgekulturen zu schützen.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen zweikeimblättrige Unkräuter im Mais?

Nutzen Sie hierzu die Filterfunktionen in unserer Produktdatenbank auf agronomy.farmable.tech. Wählen Sie als Kultur 'Mais' (ZEAMX) und filtern Sie gezielt nach dem Schaderreger 'Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter', um eine vollständige Übersicht aller in Deutschland registrierten Alternativen zu erhalten.