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OTHER · Zenith Crop Sciences Bulgaria LTD

DARIUM

BVL Zul.-Nr. 008627-60

DARIUM ist ein hochselektives, systemisches Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einkeimblättrigen Schaderregern in zweikeimblättrigen Kulturen wie Winterraps und Ackerbohnen. Als flüssiges Emulsionskonzentrat formuliert, dringt der Wirkstoff schnell in die Blätter der Ungräser ein und verteilt sich systemisch in der gesamten Pflanze bis in die Wurzeln und Rhizome. Dies macht das Pflanzenschutzmittel zu einem verlässlichen Partner im modernen Ackerbau.

Das Wirkspektrum umfasst einjährige einkeimblättrige Unkräuter, hartnäckige ausdauernde Ungräser wie die Gemeine Quecke sowie auflaufendes Ausfallgetreide. Durch die schnelle Aufnahme ist das Mittel bereits kurze Zeit nach der Anwendung regenfest, was eine flexible Terminierung auch bei wechselhaften Witterungsbedingungen im Herbst oder Frühjahr ermöglicht.

Im integrierten Pflanzenbau stellt DARIUM ein wichtiges Werkzeug dar, um die Konkurrenz durch Ungräser in der kritischen Jugendentwicklung der Kulturen auszuschalten. Dies sichert nicht nur das Ertragspotenzial, sondern erleichtert auch die spätere Ernte und mindert den Unkrautdruck für die nachfolgenden Glieder der Fruchtfolge.

Wirkstoffe

Quizalofop-P-ethyl
50 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl gehört zur chemischen Klasse der Aryloxyphenoxypropionate (allgemein bekannt als "Fops") und ist in die HRAC-Gruppe 1 eingestuft. Er wirkt als selektiver Inhibitor des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase (ACCase), welches eine Schlüsselrolle bei der Fettsäuresynthese von einkeimblättrigen Pflanzen spielt. Da zweikeimblättrige Kulturen eine strukturell andere ACCase besitzen, zeigen sie sich gegenüber diesem Wirkstoff vollständig tolerant. Nach der Applikation und der raschen Aufnahme über die grünen Pflanzenteile wird der Wirkstoff akropetal und basipetal in die meristematischen Gewebe der Ungräser transportiert. Dort blockiert er die Zellmembranbildung an den Wachstumszonen. Erste Symptome zeigen sich nach einigen Tagen durch einen Wachstumsstopp und Verfärbungen der jüngsten Blätter, gefolgt von einem vollständigen Absterben der Schadpflanzen innerhalb von zwei bis drei Wochen.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei Gräsern (insbesondere bei ohnehin gefährdeten Arten wie Ackerfuchsschwanz oder Windhalm) vorzubeugen, muss DARIUM strikt im Rahmen eines integrierten Resistenzmanagements eingesetzt werden. Dies erfordert den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen innerhalb der Fruchtfolge. Zudem sollten mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung integriert und die maximalen Aufwandmengen nicht unterschritten werden, um selektiven Druck auf teilresistente Biotypen zu vermeiden.

Mischbarkeit & Tankmischung

DARIUM zeigt sich im Allgemeinen gut mischbar mit vielen gängigen Fungiziden und Insektiziden, die in den zugelassenen Kulturen zum Einsatz kommen. Bei Mischungen mit breitblättrigen Herbiziden (insbesondere Wuchsstoffen) kann es jedoch zu antagonistischen Effekten kommen, welche die Gräserwirkung reduzieren; hier empfiehlt sich ein zeitlicher Abstand von mindestens einigen Tagen. Für eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme sollte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und eine feine bis mittlere Tropfenapplikation geachtet werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Nitrilhandschuhen, zu tragen. Da der Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl als gewässergefährdend eingestuft ist, müssen die gesetzlichen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und die Vorgaben zur Abdriftminderung strikt eingehalten werden, um aquatische Organismen zu schützen. Das Mittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Beständen vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter13–191.5 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsGemeine Quecke13–192.5 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter13–391.25 LITER_PER_HECTARE110T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter13–191.5 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsGemeine Quecke13–192.5 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsAusfallgetreide13–191 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeGemeine Quecke13–392.5 LITER_PER_HECTARE110T
WinterrapsAusfallgetreide13–191 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Behandlung von Ausfallgetreide mit DARIUM?

Die Behandlung sollte idealerweise erfolgen, wenn das Ausfallgetreide das 2- bis 3-Blatt-Stadium erreicht hat und aktiv wächst. Zu diesem Zeitpunkt ist die Blattfläche ausreichend groß für die Wirkstoffaufnahme, und die Konkurrenz für die Kultur wird frühzeitig ausgeschaltet.

Wie wirkt sich kühle Witterung auf die Effektivität von DARIUM aus?

Da es sich um ein systemisches Herbizid handelt, ist die Wirkung eng an den Stoffwechsel der Ungräser gekoppelt. Bei kühlen Temperaturen (unter 8 °C) verlangsamt sich der metabolische Abbau und Transport im Gras, wodurch der sichtbare Absterbeprozess verzögert wird. Die Endwirkung bleibt bei aktivem Wachstum jedoch voll erhalten.

Kann DARIUM auch gegen hartnäckige Queckenbestände eingesetzt werden und was ist dabei zu beachten?

Ja, gegen die Gemeine Quecke ist die höhere zugelassene Aufwandmenge zu wählen. Die Anwendung sollte erfolgen, wenn die Quecke eine Wuchshöhe von ca. 15–20 cm erreicht hat und genügend Blattmasse besitzt, um den Wirkstoff bis in die unterirdischen Rhizome zu transportieren.

Warum sollte DARIUM nicht unmittelbar mit Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter gemischt werden?

Mischungen mit bestimmten Dikotylen-Herbiziden können einen Antagonismus hervorrufen, der die Aufnahme und Translokation des Graminizids im Grasgewebe behindert. Um eine Minderwirkung zu vermeiden, sollte zwischen den Behandlungen ein Sicherheitsabstand von mindestens 3 bis 5 Tagen eingehalten werden.

Welche Rolle spielt die Bodenfeuchtigkeit für den Bekämpfungserfolg?

Da DARIUM primär über das Blatt aufgenommen wird, ist die direkte Bodenfeuchte für die Primärwirkung zweitrangig. Allerdings begünstigt eine gute Bodenfeuchtigkeit das aktive Wachstum der Ungräser, was die Wirkstoffaufnahme und den Transport innerhalb der Pflanze erheblich beschleunigt.

Wie verhält sich das Mittel bezüglich der Nachbauverpflichtungen bei vorzeitigem Umbruch der Kultur?

Sollte ein vorzeitiger Umbruch der behandelten Kultur (z. B. durch Auswinterung des Rapses) notwendig werden, können zweikeimblättrige Kulturen in der Regel ohne Einschränkungen nachgebaut werden. Vor dem Anbau von einkeimblättrigen Kulturen wie Getreide oder Mais sollte jedoch eine tiefere Bodenbearbeitung erfolgen.