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Sonstige · Sharda Cropchem Espana S.L.

DICASH

BVL Zul.-Nr. 008288-00

DICASH ist ein hochwirksames Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern im Maisanbau. Als flüssiges Konzentrat formuliert, bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Löslichkeit und lässt sich präzise dosieren. Es ist speziell darauf ausgelegt, die Konkurrenz durch breitblättrige Unkräuter in der kritischen frühen Wachstumsphase der Kultur auszuschalten, um das Ertragspotenzial von Anfang an zu sichern.

Dank der bewährten Formulierung dringt der Wirkstoff schnell in die Blätter und Wurzeln der Schaderreger ein. DICASH hat sich als verlässlicher Partner im modernen Ackerbau etabliert, insbesondere wenn es darum geht, hartnäckige Unkrautarten im Nachauflauf zu kontrollieren. Die gezielte Selektivität sorgt dafür, dass der Mais die Behandlung hervorragend verträgt, während die unerwünschte Begleitflora effektiv zurückgedrängt wird.

Wirkstoffe

Dicamba
577.9 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in DICASH enthaltene Wirkstoff Dicamba gehört zur chemischen Gruppe der Benzoesäuren und wird nach der HRAC-Klassifizierung in die Gruppe 4 (synthetische Auxine) eingestuft. Dicamba imitiert das natürliche Pflanzenhormon Auxin (Indol-3-essigsäure) und stört das hormonelle Gleichgewicht der empfindlichen Schaderreger empfindlich. Nach der Aufnahme über Blätter und Wurzeln wird der Wirkstoff systemisch in der gesamten Pflanze verteilt und reichert sich in den meristematischen Geweben an. Dies führt zu einer unkontrollierten Zellteilung und einem übermäßigen Streckungswachstum. Typische Symptome sind das charakteristische Verkrümmen und Verdrehen der Stängel und Blätter (Epinastie), gefolgt von einer Blockade des Nährstofftransports. Schließlich sterben die betroffenen Unkräuter durch die Erschöpfung ihrer Stoffwechselreserven vollständig ab. Da einkeimblättrige Kulturen wie Mais den Wirkstoff schnell metabolisieren und abbauen können, bleibt die Kultur bei sachgerechter Anwendung unbeschadet.

Resistenzmanagement

Um das Risiko einer Resistenzbildung bei den Zielunkräutern zu minimieren, solltest du DICASH stets in ein integriertes Unkrautmanagement einbinden. Da Dicamba der HRAC-Gruppe 4 angehört, empfiehlt sich der jährliche Wechsel oder die Tankmischung mit Herbiziden, die über andere Wirkmechanismen verfügen, wie beispielsweise ALS-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 2) oder HPPD-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 27). Vermeide die wiederholte, alleinige Anwendung von synthetischen Auxinen auf derselben Fläche und achte darauf, überlebende Unkräuter mechanisch oder mit alternativen Wirkstoffen zu eliminieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

DICASH zeichnet sich durch eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit vielen gängigen Maisherbiziden und flüssigen Blattdüngern aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets vorab eine kleine Mischprobe durchführen, um die physikalische Verträglichkeit zu prüfen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide extreme pH-Werte der Spritzbrühe. Die Zugabe von zugelassenen Netzmitteln kann die Benetzung und Wirkstoffaufnahme unter trockenen Bedingungen verbessern, sollte aber immer auf die Verträglichkeit der Kultur abgestimmt werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit DICASH ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Handschuhen und Augenschutz, unerlässlich, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da keine spezifische Bieneneinstufung vorliegt, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen nicht in blühende Bestände oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; verlege die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden. Um aquatische Organismen und die Bodenfauna zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen durch den Einsatz abdriftmindernder Technik und die Einhaltung der guten fachlichen Praxis strikt zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–150.6 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von DICASH im Mais?

Der beste Behandlungszeitraum liegt in den BBCH-Stadien 13 bis 15 des Maises, wenn die Kultur drei bis fünf Blätter entfaltet hat. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich auch die meisten einjährigen zweikeimblättrigen Unkräuter im empfindlichen Keimblatt- bis frühen Laubblattstadium, was die höchste biologische Wirksamkeit garantiert.

Wie wirkt sich die Witterung auf die Effizienz der Behandlung aus?

Für eine optimale Wirkung solltest du DICASH bei wüchsigem Wetter mit Temperaturen zwischen 10 °C und 25 °C ausbringen. Vermeide Behandlungen bei extremer Hitze, starker Sonneneinstrahlung oder wenn Frostgefahr droht, da gestresste Unkräuter den Wirkstoff schlechter aufnehmen und die Kultur geschädigt werden könnte.

Kann ich DICASH auch bei feuchtem Boden oder kurz vor Regen anwenden?

Da DICASH hauptsächlich über das Blatt aufgenommen wird, sollte der Unkrautbestand trocken sein. Nach der Anwendung ist eine regenfreie Zeit von mindestens 2 bis 4 Stunden erforderlich, damit der Wirkstoff vollständig in die Blätter eindringen kann und nicht abgewaschen wird.

Warum ist die Einhaltung der BBCH-Stadien bei diesem Pflanzenschutzmittel so wichtig?

Die Selektivität von DICASH im Mais basiert auf der Fähigkeit der Kultur, den Wirkstoff schnell abzubauen. Ab dem BBCH-Stadium 16 (6-Blatt-Stadium) verändert sich der physiologische Zustand des Maises, wodurch das Risiko von phytotoxischen Schäden wie Stängelkrümmungen oder Wurzelschädigungen deutlich ansteigt.

Welche mechanischen Maßnahmen unterstützen die Wirkung von DICASH?

Eine mechanische Unkrautbekämpfung wie Hacken oder Striegeln sollte frühestens 7 bis 10 Tage nach der Spritzung erfolgen. Diese Wartezeit stellt sicher, dass der systemische Wirkstoff vollständig in die Wurzeln der Schaderreger transportiert wurde und seine abtötende Wirkung entfalten konnte.

Wie verhalte ich mich, wenn nach der Anwendung empfindliche Nachbarkulturen angrenzen?

Da Dicamba flüchtig ist und empfindliche zweikeimblättrige Kulturen (wie Rüben, Raps oder Gemüse) schädigen kann, musst du bei der Applikation penibel auf Windrichtung und Abdrift achten. Verwende Injektordüsen mit hoher Abdriftminderung und spritze nur bei Windgeschwindigkeiten unter 3 m/s.