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Sonstige · Nufarm Deutschland GmbH

DJEMBE

BVL Zul.-Nr. 007454-61

DJEMBE von Nufarm Deutschland GmbH ist ein leistungsstarkes, systemisches Fungizid, das speziell für den Schutz von Weichweizen (TRZSS) gegen ein breites Spektrum wirtschaftlich bedeutender Pilzkrankheiten entwickelt wurde. Als flüssige Formulierung kombiniert das Pflanzenschutzmittel zwei bewährte Wirkstoffe aus der Gruppe der Triazole, um sowohl präventiven Schutz als auch kurative Wirkung im Getreidebau zu bieten.

Das Wirkspektrum deckt die wichtigsten ertragsmindernden Schaderreger im Weizen ab. Dazu gehören neben dem Echten Mehltau und den Rostpilzen (Braunrost, Gelbrost) auch anspruchsvolle Krankheiten wie die Blatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum) sowie verschiedene Fusarium-Arten, die insbesondere die Kornqualität und Mykotoxinbelastung negativ beeinflussen können.

Durch die ausgewogene Kombination der beiden Wirkstoffe bietet DJEMBE eine zuverlässige Dauerwirkung und eine schnelle Verteilung in der Kultur. Dies macht es zu einem wichtigen Baustein in der Pflanzenschutzstrategie anspruchsvoller Ackerbaubetriebe, die ihre Erträge und Qualitäten absichern wollen.

Wirkstoffe

Bromuconazol
167 g/L · Wirkstoff
Tebuconazol
107 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die biologische Aktivität von DJEMBE basiert auf den beiden systemischen Wirkstoffen Bromuconazol und Tebuconazol. Beide gehören zur chemischen Klasse der Triazole und sind in die FRAC-Gruppe 3 (DMI-Fungizide / Demethylierungs-Inhibitoren) eingeordnet. Sie greifen gezielt in die Biosynthese von Ergosterol ein, einem essenziellen Baustein der Zellmembranen von Pilzen. Durch die Hemmung des Enzyms C14-Demethylase wird der Aufbau funktionsfähiger Zellmembranen im Pilzmyzel blockiert. Dies führt zu einer Störung des Membrantransports und letztlich zum Absterben des Schaderregers. Da die Wirkstoffe systemisch in der Kultur transportiert werden, schützen sie auch neu zuwachsende Pflanzenteile von innen heraus und stoppen bereits vorhandene, unsichtbare Infektionen (kurativer Effekt).

Resistenzmanagement

Da beide Wirkstoffe in DJEMBE zur FRAC-Gruppe 3 gehören, besteht ein inhärentes Risiko für die Entwicklung von Resistenzen, insbesondere bei Schaderregern wie Septoria nodorum oder Echtem Mehltau. Um die Wirksamkeit langfristig zu sichern, solltest du DJEMBE stets im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen (wie z. B. Carboxamiden/SDHI oder Strobilurinen) einsetzen. Vermeide wiederholte Solobehandlungen mit Triazolen in derselben Saison und halte dich strikt an die empfohlenen Aufwandmengen, um den Selektionsdruck zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

DJEMBE zeichnet sich durch eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit gängigen Herbiziden, Insektiziden und Wachstumsregulatoren aus, die im Weizenbau etabliert sind. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du stets auf eine ausreichende Wassermenge (mindestens 200 l/ha) achten, um eine gleichmäßige Benetzung der Kultur zu gewährleisten. Die Zugabe von Additiven kann die Benetzung auf wachsartigen Blattoberflächen verbessern, sollte jedoch vorab auf Verträglichkeit geprüft werden. Vermeide Mischungen unter extremen Witterungsbedingungen wie starker Sonneneinstrahlung oder Frostgefahr.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit DJEMBE ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da keine spezifische Bieneneinstufung vorliegt, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, vermeiden und Behandlungen bevorzugt in den späten Abendstunden durchführen. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielorganismen sind Abdriften in angrenzende Biotope und Oberflächengewässer durch den Einsatz abdriftmindernder Technik konsequent zu minimieren.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WeizenBlatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum)30–691.2 LITER_PER_HECTARE42T
WeizenFusarium-Arten61–691.2 LITER_PER_HECTARE42T
WeizenBraunrost (Puccinia recondita)30–691.2 LITER_PER_HECTARE42T
WeizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–691.2 LITER_PER_HECTARE42T
WeizenGelbrost (Puccinia striiformis)30–691.2 LITER_PER_HECTARE42T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit DJEMBE gegen Ährenfusarium?

Die Behandlung gegen Fusarium-Arten sollte idealerweise in der Phase der Blüte (BBCH 61 bis 65) erfolgen. Achte darauf, die Anwendung kurz vor oder direkt in ein Infektionsereignis (z. B. Niederschläge während der Blüte) zu legen, um die Ähre optimal vor einer Infektion zu schützen.

Kannst du DJEMBE auch bei kühlen Frühjahrstemperaturen einsetzen?

Ja, du kannst DJEMBE auch bei mäßigen Temperaturen im zeitigen Frühjahr (ab ca. 8–10 °C) einsetzen, sobald die Kultur aktiv wächst und die systemische Verteilung einsetzt. Vermeide jedoch Anwendungen bei akutem Nachtfrost oder extremen Temperaturschwankungen, um unnötigen Stress für die Kultur zu vermeiden.

Wie wirkt sich die Wartezeit von 42 Tagen auf deine Ernteplanung aus?

Die gesetzliche Wartezeit von 42 Tagen zwischen der letzten Anwendung und der Ernte musst du bei deiner Betriebsplanung strikt berücksichtigen. Da DJEMBE bis zum Ende der Blüte (BBCH 69) zugelassen ist, passt diese Frist hervorragend in den typischen Vegetationsverlauf von Weichweizen, sodass die Abreife und der geplante Erntetermin im Sommer nicht beeinträchtigt werden.

Warum kombiniert DJEMBE zwei verschiedene Triazole und welchen Vorteil hast du davon?

Die Kombination aus Bromuconazol und Tebuconazol erweitert das Wirkungsspektrum und optimiert die Kurativleistung. Während Tebuconazol sich durch eine sehr schnelle Anfangswirkung auszeichnet, sorgt Bromuconazol für eine langanhaltende Dauerwirkung in der Kultur. Für dich bedeutet das einen lückenlosen Schutz über einen längeren Zeitraum hinweg.

Was solltest du tun, wenn kurz nach der Anwendung von DJEMBE Regen droht?

DJEMBE ist nach dem Antrocknen des Spritzbelags regenfest, was unter normalen Bedingungen etwa 1 bis 2 Stunden dauert. Wenn innerhalb dieser Zeit starker Regen fällt, kann die Wirkung beeinträchtigt werden, da die Wirkstoffe noch nicht vollständig systemisch in die Kultur eingedrungen sind. Beobachte den Bestand in diesem Fall genau auf eventuell durchbrechende Schaderreger.

Wie kannst du im Online-Hub prüfen, ob DJEMBE für deine spezifische Kultur geeignet ist?

Nutze einfach die Filterfunktionen auf agronomy.farmable.tech, um registrierte Pflanzenschutzmittel nach deiner Kultur und den relevanten Schaderregern zu filtern. Dort kannst du auch alle spezifischen Anwendungsbestimmungen und Auflagen einsehen, um sicherzustellen, dass das Produkt optimal zu deinen Standortbedingungen passt.