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OTHER · Zenith Crop Sciences Bulgaria LTD

DUCEL

BVL Zul.-Nr. 008698-60

DUCEL ist ein hochwirksames, selektives Nachauflauf-Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern und Hühnerhirse in der Kultur Mais. Formuliert als flüssiges Konzentrat, zeichnet sich das Pflanzenschutzmittel durch eine hervorragende Blattwirkung und eine schnelle Verteilung in den Zielpflanzen aus. Es stellt ein wichtiges Werkzeug dar, um Maisbestände in der kritischen frühen Entwicklungsphase unkrautfrei zu halten und Ertragsverluste durch Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe effektiv zu verhindern.

Das Produkt ist speziell für den Einsatz im BBCH-Stadium 12 bis 18 der Kultur optimiert. Durch die gezielte Formulierung haftet der Wirkstoff hervorragend auf den Blattoberflächen der Schaderreger und dringt selbst unter wechselhaften Witterungsbedingungen zügig in das Pflanzengewebe ein. Dies sorgt für eine hohe Regenfestigkeit und eine verlässliche Leistung im Feld.

Wirkstoffe

Nicosulfuron
40 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in DUCEL enthaltene Wirkstoff Nicosulfuron gehört zur chemischen Gruppe der Sulfonylharnstoffe (HRAC-Gruppe 2, ehemals Gruppe B). Die Wirkung basiert auf der selektiven Hemmung des Enzyms Acetolactat-Synthase (ALS), welches für die Biosynthese der essenziellen, verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin in den Pflanzen verantwortlich ist. Nach der Applikation wird der Wirkstoff rasch über die Blätter und in geringem Maße auch über die Wurzeln aufgenommen. Er verteilt sich systemisch sowohl über das Xylem als auch über das Phloem in der gesamten Pflanze und reichert sich in den meristematischen Geweben an. Dies führt zu einem sofortigen Wachstumsstopp der sensitiven Schaderreger, gefolgt von Gewebenekrosen und dem schrittweisen Absterben der Unkräuter.

Resistenzmanagement

Da Nicosulfuron als ALS-Inhibitor (HRAC-Gruppe 2) ein inhärent hohes Risiko für die Selektion resistenter Biotypen aufweist – insbesondere bei Hirse-Arten –, ist ein konsequentes Resistenzmanagement erforderlich. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, sollte DUCEL stets im Rahmen einer Fruchtfolgestrategie mit Herbiziden abwechselnder Wirkmechanismen kombiniert oder abgewechselt werden. Hierzu bieten sich insbesondere Wirkstoffe aus den HRAC-Gruppen 27 (HPPD-Inhibitoren) oder 5 (Triazine) an, um den Selektionsdruck zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

DUCEL zeigt eine gute physikalische und biologische Mischbarkeit mit vielen gängigen Maisherbiziden, insbesondere mit Partnern zur Absicherung der Bodenwirkung oder zur Erweiterung des Wirkungsspektrums gegen spätkeimende Unkräuter. Bei der Erstellung von Tankmischungen ist stets auf eine ausreichende Wassermenge (mindestens 200 l/ha) zu achten, um eine gleichmäßige Benetzung zu garantieren. Mischungen mit Blattdüngern oder Additiven sollten vorab auf Verträglichkeit geprüft werden, um Blattverbrennungen bei intensiver Sonneneinstrahlung auszuschließen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von DUCEL sind die gesetzlich vorgeschriebenen Anwenderschutzbestimmungen und das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässerorganismen und terrestrischen Nichtzielpflanzen müssen die vom BVL definierten Abstandsauflagen und driftmindernden Düsenklassen berücksichtigt werden. Das Pflanzenschutzmittel ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Pflanzen vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse12–181 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Behandlung mit DUCEL gegen Hühnerhirse?

Der beste Bekämpfungserfolg wird erzielt, wenn sich die Hühnerhirse im 2- bis 4-Blatt-Stadium (vor der Bestockung) befindet und aktiv wächst. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wirkstoffaufnahme über die Blätter am intensivsten, was eine schnelle und nachhaltige Wirkung sichert.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirksamkeit dieses Pflanzenschutzmittels?

Optimale Bedingungen für die Anwendung sind milde Temperaturen zwischen 15 °C und 25 °C sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit, da dies die Wirkstoffaufnahme über das Blatt begünstigt. Bei extremer Trockenheit, starker Hitze oder Frostgefahr sollte die Behandlung verschoben werden, um die Kultur zu schonen und Wirkungsverluste zu vermeiden.

Welche Einschränkungen gibt es bei der Kombination von DUCEL mit Insektiziden?

DUCEL darf nicht in Tankmischung oder in kurzem zeitlichen Abstand mit organophosphathaltigen Insektiziden oder Carbamaten angewendet werden. Diese Wirkstoffe blockieren den enzymatischen Abbau von Nicosulfuron in der Kultur, was zu schweren phytotoxischen Schäden an den Maispflanzen führen kann.

Wie schnell setzt die sichtbare Wirkung nach der Anwendung ein?

Obwohl das Wachstum empfindlicher Schaderreger bereits wenige Stunden nach der Behandlung stoppt, zeigt sich der sichtbare Bekämpfungserfolg erst nach einigen Tagen. Erste Symptome sind Chlorosen und rötliche Verfärbungen an den jüngsten Blättern, gefolgt von einem vollständigen Absterben der Unkräuter innerhalb von 10 bis 21 Tagen.

Was muss beim Nachbau von Folgekulturen nach dem Einsatz von DUCEL beachtet werden?

Nach dem regulären Einsatz in der Kultur Mais im Frühjahr können im Herbst desselben Jahres in der Regel Wintergetreide und im folgenden Frühjahr alle üblichen Kulturen nachgebaut werden. Bei einem vorzeitigen Umbruch der Kultur wird empfohlen, vor dem Nachbau empfindlicher Folgekulturen eine tiefe Bodenbearbeitung durchzuführen.