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Sonstige · Fitosanitarios Bajo Riesgo AIE

ELIXIR

BVL Zul.-Nr. 008837-62

ELIXIR ist ein hochwirksames, systemisches Pflanzenschutzmittel, das speziell für den professionellen Weinbau zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus (Plasmopara viticola) entwickelt wurde. Mit dem bewährten Wirkstoff Kaliumphosphonat (726 g/l) bietet dieses flüssige Formulierungskonzentrat Weinbaubetrieben eine zuverlässige Lösung, um Ertrag und Traubenqualität in kritischen Infektionsphasen abzusichern.

Dank seiner hervorragenden systemischen Eigenschaften wird der Wirkstoff rasch von den Blättern und grünen Pflanzenteilen aufgenommen und sowohl akropetal als auch basipetal in der Kultur verteilt. Dies gewährleistet einen umfassenden Schutz des Neuzuwachses, der gerade in Phasen des schnellen Triebwachstums von entscheidender Bedeutung ist. ELIXIR etabliert sich damit als ein unverzichtbarer Baustein im modernen, integrierten Pflanzenschutz.

Wirkstoffe

Kaliumphosphonat (Kaliumphosphit)
726 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Kaliumphosphonat (zugeordnet der FRAC-Gruppe P07) besitzt einen dualen Wirkungsmechanismus. Einerseits wirkt er direkt auf den Schaderreger Plasmopara viticola, indem er das Myzelwachstum und die Sporenbildung des Oomyceten hemmt. Andererseits fungiert er als starker Induktor der pflanzeneigenen Abwehrkräfte (Systemic Acquired Resistance, SAR). Nach der Aufnahme regt ELIXIR die Kultur dazu an, vermehrt Phytoalexine und pathogenesis-related (PR) Proteine zu bilden. Diese biochemische Barriere erschwert das Eindringen und die Etablierung des Pilzes im Gewebe erheblich. Da dieser indirekte Schutzmechanismus an verschiedenen Stellen der pflanzlichen Physiologie ansetzt, ist das Risiko einer schnellen Resistenzentwicklung des Erregers äußerst gering.

Resistenzmanagement

Obwohl Kaliumphosphonat aufgrund seines multisite-ähnlichen, die Pflanzenabwehr stimulierenden Wirkungsmechanismus (FRAC P07) ein sehr geringes Resistenzrisiko aufweist, solltest du im Sinne eines nachhaltigen Resistenzmanagements stets auf eine ausgewogene Spritzfolge achten. Es wird empfohlen, ELIXIR im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen einzusetzen. Dies beugt einer Selektion resistenter Stämme von Plasmopara viticola effektiv vor und sichert die langfristige Wirksamkeit aller verfügbaren Pflanzenschutzmittel in deinem Betrieb.

Mischbarkeit & Tankmischung

ELIXIR zeichnet sich durch eine hervorragende Mischbarkeit mit vielen gängigen Weinbaufungiziden und Insektiziden aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen. Vermeide Mischungen mit stark sauren oder stark alkalischen Produkten sowie mit bestimmten Kupferpräparaten bei ungünstigen Witterungsbedingungen, um Phytotoxizität an den Reben zu verhindern. Achte zudem auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge, um eine homogene Benetzung der gesamten Laubwand zu garantieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit ELIXIR steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt an erster Stelle. Trage während der Anmischung und Applikation stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (Schutzanzug, Schutzhandschuhe und Schutzbrille). Da unspezifische Einträge in Oberflächengewässer vermieden werden müssen, sind die allgemeinen Abdriftminderungsauflagen strikt einzuhalten. Zum Schutz von Bestäubern und nützlichen Insekten empfiehlt es sich, Behandlungen nicht in blühende Bestände oder an Orten durchzuführen, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind; verlege die Anwendung idealerweise in die ruhigen Abendstunden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WeinrebeFalscher Mehltau (Plasmopara viticola)15–991 LITER_PER_HECTARE14T

Häufige Fragen

Ab welchem BBCH-Stadium kannst du ELIXIR im Weinbau einsetzen?

Du kannst ELIXIR bereits ab dem Fünfblattstadium (BBCH 15) bis hin zur späten Phase der Vegetationsperiode (BBCH 99) anwenden. Da das Pflanzenschutzmittel die pflanzeneigene Abwehr stimuliert, ist ein frühzeitiger, vorbeugender Einsatz besonders effektiv, um die Reben vor den ersten Infektionswellen des Falschen Mehltaus zu schützen.

Wie integrierst du ELIXIR am besten in deine bestehende Spritzfolge?

Es empfiehlt sich, ELIXIR vor allem in den Phasen des intensivsten Triebwachstums einzusetzen. Da der Wirkstoff vollkommen systemisch ist, schützt er den schnellen Neuzuwachs optimal von innen heraus. Wechsel das Produkt regelmäßig mit Kontaktfungiziden oder anderen Wirkstoffklassen ab, um ein optimales Resistenzmanagement zu gewährleisten.

Musst du bei der Anwendung von ELIXIR eine Wartezeit einhalten?

Ja, für ELIXIR gilt im Weinbau eine gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit von 14 Tagen. Das bedeutet, dass zwischen deiner letzten Behandlung und der Traubenernte mindestens dieser Zeitraum liegen muss, um jegliche Rückstände im Erntegut sicher auszuschließen.

Welche Vorteile bietet dir die systemische Wirkung von Kaliumphosphonat?

Die systemische Wirkung sorgt dafür, dass der Wirkstoff nach der Applikation rasch in die Blätter eindringt und sich in der gesamten Kultur verteilt – sowohl nach oben in neue Triebe als auch nach unten. Dadurch ist auch der Neuzuwachs geschützt, der zum Zeitpunkt der Spritzung noch gar nicht vorhanden war, und das Risiko von Spritzschatten wird minimiert.

Was solltest du bei der Zubereitung der Spritzbrühe bezüglich des pH-Werts beachten?

Achte darauf, dass das Wasser für deine Spritzbrühe einen neutralen bis leicht sauren pH-Wert aufweist (ideal ist ein Bereich von 5,5 bis 6,5). Kaliumphosphonat löst sich zwar hervorragend, aber ein optimal eingestellter pH-Wert sichert die schnelle Aufnahme durch die Wachsschicht der Blätter und verhindert, dass eventuelle Mischpartner in ihrer Wirkung beeinträchtigt werden.