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OTHER · GLOBACHEM NV

Fluva

BVL Zul.-Nr. 00B332-00

Fluva ist ein hochwirksames Herbizid zur selektiven Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern in Mais (Zea mays). Mit dem bewährten Wirkstoff Mesotrione bietet das Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Flexibilität in der Anwendung, sowohl im Vorauflauf als auch im frühen Nachauflauf der Kultur. Als Suspensionskonzentrat formuliert, lässt sich das Produkt leicht dosieren und zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme über Blätter und Wurzeln aus.

Das Wirkungsspektrum umfasst wichtige Leitunkräuter im Maisanbau, darunter die Strandkamille und den Persischen Ehrenpreis sowie eine Vielzahl weiterer einjähriger dikotyler Schaderreger. Durch die Kombination aus Blatt- und Bodenwirkung erfasst Fluva bereits aufgelaufene Unkräuter zuverlässig und bietet gleichzeitig eine langanhaltende Depotwirkung gegen nachkeimende Unkrautsamen, was den Konkurrenzdruck in der kritischen Jugendentwicklung des Maises entscheidend minimiert.

Wirkstoffe

Mesotrione
480 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Gruppe der Triketone und ist im HRAC-System der Gruppe 27 (ehemals F2) zugeordnet. Er wirkt als Inhibitor des Enzyms p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD). Diese Blockade unterbricht die Biosynthese von Plastochinon und Tocopherolen, was wiederum die Synthese von Carotinoiden stört. Da Carotinoide das Chlorophyll vor photodynamischer Zerstörung durch Sonnenlicht schützen, führt der Mangel an diesen Pigmenten zu einem schnellen Ausbleichen (Bleaching) der chlorophyllhaltigen Gewebe der Schaderreger. Die betroffenen Unkräuter zeigen typische weiße Verfärbungen an den Vegetationspunkten und sterben schließlich innerhalb von ein bis zwei Wochen nach der Behandlung vollständig ab.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern nachhaltig vorzubeugen, sollte Fluva stets im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts eingesetzt werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel von Wirkstoffen mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen (HRAC-Gruppen). Die Kombination oder der Blockwechsel mit Herbiziden aus anderen HRAC-Gruppen sichert nicht nur den Bekämpfungserfolg, sondern schützt auch die Wirksamkeit der HPPD-Inhibitoren langfristig.

Mischbarkeit & Tankmischung

Fluva zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit gängigen Maisherbiziden und Bodenpartnern aus. Bei Nachauflaufanwendungen kann die Zugabe eines geeigneten, vom Hersteller empfohlenen Additivs (Netzmittels) die Benetzung und Wirkstoffaufnahme über das Blattwerk der Schaderreger insbesondere unter trockenen Witterungsbedingungen optimieren. Es wird empfohlen, die Spritzbrühe stets zügig auszubringen und auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge von mindestens 200 bis 400 l/ha zu achten, um eine gleichmäßige Benetzung der Kultur und des Bodens zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Aufgrund der Eigenschaften des Wirkstoffs Mesotrione sind beim Einsatz von Fluva die gesetzlichen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdrifteleminierung) strikt einzuhalten, um aquatische Organismen zu schützen. Das Produkt ist bei sachgerechter Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Unkräutern im Unterwuchs während des Bienenflugs vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–180.2 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.3 LITER_PER_HECTARE
MaisStrandkamille, Persischer Ehrenpreis0–90.2 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Fluva im Nachauflauf?

Der beste Bekämpfungserfolg im Nachauflauf wird erzielt, wenn sich die zweikeimblättrigen Unkräuter im frühen Keimblatt- bis maximal 4-Blatt-Stadium befinden und aktiv wachsen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wirkstoffaufnahme über das Blatt am intensivsten, was zu einer schnellen und nachhaltigen Wirkung führt.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von Fluva?

Warme, wüchsige Witterung mit ausreichender Luftfeuchtigkeit beschleunigt die Wirkstoffaufnahme und den Abbauprozess im Unkraut, wodurch die typischen Bleaching-Symptome schneller sichtbar werden. Bei extremer Trockenheit oder starker Kälte sollte die Behandlung verschoben werden, da die Unkräuter dann eine dickere Wachsschicht ausbilden und der Stoffwechsel verlangsamt ist.

Kann Fluva auch auf sehr leichten oder humosen Böden eingesetzt werden?

Ja, allerdings beeinflusst die Bodenart die Bodenwirkung des Wirkstoffs Mesotrione. Auf sehr leichten, sandigen Böden ist die Auswaschungsgefahr bei Starkregen zu beachten, während auf stark humushaltigen Böden ein Teil des Wirkstoffs adsorbiert werden kann, was die Dauerwirkung über den Boden leicht reduziert. In solchen Fällen ist eine gezielte Nachauflaufbehandlung oft vorzuziehen.

Welche Nachbaufristen müssen nach dem Einsatz von Fluva beachtet werden?

Nach einer normalen Ernte von mit Fluva behandeltem Mais können im Herbst in der Regel Wintergetreidearten und Winterraps nach einer tiefen Bodenbearbeitung (Pflügen) angebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur sollten vor der Neueinsaat empfindlicher Kulturen wie Rüben oder Gemüse unbedingt die spezifischen Wartezeiten und Bodenbearbeitungshinweise der Gebrauchsanleitung beachtet werden.

Warum verfärben sich manche Unkräuter nach der Spritzung weiß statt braun?

Dies ist der charakteristische Wirkungsmechanismus von Mesotrione (HPPD-Hemmer). Durch den Stopp der Carotinoid-Synthese wird das Chlorophyll im Sonnenlicht zerstört. Das Gewebe bleicht vollständig aus (Bleaching). Erst im weiteren Verlauf sterben diese weißen Pflanzenteile ab und nekrotisieren (werden braun).

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Strandkamille in anderen Kulturen?

Nutzen Sie hierzu die Such- und Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech. Wählen Sie im Filterbereich den Schaderreger „Strandkamille“ aus und kombinieren Sie diesen mit Ihrer gewünschten Kultur, um eine vollständige Liste aller in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel inklusive deren Anwendungsbestimmungen anzuzeigen.