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FRAXION

BVL Zul.-Nr. 008357-62

FRAXION ist ein selektives Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern in Mais (Zea mays). Mit dem bewährten Wirkstoff Mesotrione (100 g/l), formuliert als flüssiges Suspensionskonzentrat (SC), bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine flexible und hochwirksame Lösung für den Nachauflauf. Es schützt die Kultur in der kritischen frühen Entwicklungsphase zuverlässig vor starker Unkrautkonkurrenz.

Das Produkt zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme über die Blätter sowie eine nachhaltige Wirkung über den Boden aus. Dadurch werden sowohl bereits aufgelaufene Schaderreger direkt erfasst als auch nachkeimende Unkrautwellen effektiv unterdrückt. Dies macht FRAXION zu einem wichtigen Baustein in modernen Herbizidstrategien im Maisanbau.

Wirkstoffe

Mesotrione
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in FRAXION enthaltene Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Klasse der Triketone und ist in die HRAC-Gruppe 27 (HPPD-Inhibitoren) eingestuft. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der Blockierung des Enzyms p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD). Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese von Plastochinon und Tocopherolen, welche wiederum für die Bildung von Carotinoiden benötigt werden. Da Carotinoide das Chlorophyll vor der Zerstörung durch starkes Sonnenlicht schützen, führt der Mangel an diesen Pigmenten zu einer Photooxidation. Die betroffenen Unkräuter zeigen bereits wenige Tage nach der Behandlung charakteristische Ausbleichungen (Weißfärbung) an den Vegetationspunkten und Blättern, gefolgt von Nekrosen und dem vollständigen Absterben der Pflanzen.

Resistenzmanagement

Um der Selektion resistenter Biotypen vorzubeugen, sollte FRAXION stets im Rahmen eines integrierten Resistenzmanagements eingesetzt werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel oder die Kombination von Wirkstoffen mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen. Da Mesotrione der HRAC-Gruppe 27 angehört, empfiehlt sich die Tankmischung oder die Spritzfolge mit Partnern aus anderen Wirkstoffklassen, wie beispielsweise Photosynthesehemmern (HRAC-Gruppe 5) oder Bodenherbiziden mit anderen Angriffspunkten, um das Risiko von Wirkungsverlusten bei Problemunkräutern zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

FRAXION weist eine gute physikalische und biologische Verträglichkeit mit vielen gängigen Maisherbiziden sowie flüssigen Blattdüngern auf. Bei der Erstellung von Tankmischungen ist darauf zu achten, dass die Mischungspartner nacheinander vollständig im Tank gelöst werden. Um Kulturverträglichkeitsprobleme zu vermeiden, sollte auf die Kombination mit organophosphat- oder carbamathaltigen Insektiziden verzichtet werden. Zudem ist auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge zu achten, um eine gleichmäßige Benetzung der Unkrautflora zu garantieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit FRAXION sind die gesetzlich vorgeschriebenen PSA-Maßnahmen (persönliche Schutzkleidung, Schutzhandschuhe und Schutzbrille) strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässern und terrestrischen Nichtzielorganismen sind die in der Zulassung definierten Abstandsauflagen und Abschwemmminderungsklassen zu beachten. Das Produkt ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Pflanzen vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter1.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit FRAXION im Mais?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Kultur (typischerweise BBCH 12 bis 18), sobald die zweikeimblättrigen Unkräuter aufgelaufen sind und sich im aktiven Wachstum befinden. Junge Unkräuter im Keimblatt- bis frühen Laubblattstadium werden am schnellsten und sichersten erfasst.

Welchen Einfluss hat die Witterung auf die Wirkung von FRAXION?

Warme und wüchsige Wetterbedingungen mit ausreichender Luftfeuchtigkeit beschleunigen die Wirkstoffaufnahme über das Blatt und führen zu einem rascheren Wirkungseintritt. Nachfolgende Niederschläge sind zudem vorteilhaft, da sie den Wirkstoff in die obere Bodenschicht einwaschen und so die langanhaltende Bodenwirkung aktivieren.

Warum verfärben sich die Unkräuter nach der Spritzung weiß?

Die Weißfärbung (Bleaching) ist das typische Symptom für den Wirkstoff Mesotrione (HRAC-Gruppe 27). Durch die Blockierung der Carotinoidsynthese wird das Chlorophyll im Sonnenlicht zerstört. Dieser Prozess ist irreversibel und führt in der Folge zum Absterben des Unkrauts.

Kann FRAXION auch bei Trockenheit appliziert werden?

Bei anhaltender Trockenheit bilden Unkräuter eine dickere Wachsschicht aus, was die rein blattaktive Aufnahme erschweren kann. Zudem ist die Bodenwirkung unter trockenen Bedingungen eingeschränkt. In solchen Phasen empfiehlt sich die Anwendung in den kühleren Morgenstunden bei höherer Luftfeuchtigkeit.

Was muss beim Nachbau von Kulturen nach dem Einsatz von FRAXION beachtet werden?

Nach dem regulären Anbau von Mais im selben Kalenderjahr können im folgenden Frühjahr im Rahmen der normalen Fruchtfolge alle üblichen Kulturen nachgebaut werden. Sollte ein vorzeitiger Umbruch der Kultur notwendig sein, ist vor einer Neuaussaat empfindlicher Kulturen (wie Rüben oder Gemüse) eine tiefe Bodenbearbeitung (Pflügen) ratsam.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel für Mais?

Nutzen Sie die Filterfunktionen auf agronomy.farmable.tech, um gezielt nach der Kultur 'Mais' (ZEAMX) und der Schaderregergruppe 'Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter' zu filtern. Dort erhalten Sie eine vollständige Übersicht aller in Deutschland registrierten Alternativen und Kombinationspartner.