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Sonstige · Corteva Agriscience Germany GmbH

GF-3967

BVL Zul.-Nr. 00A685-00

GF-3967 von Corteva Agriscience ist ein hochwirksames, breit wirksames Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern sowie der Gemeinen Quecke in Mais (ZEAMX). Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG), vereint dieses Pflanzenschutzmittel drei bewährte Wirkstoffe mit einem modernen Safener, um maximale Kulturverträglichkeit bei gleichzeitig kompromissloser Unkrautkontrolle zu gewährleisten.

Durch die Kombination von Blatt- und Bodenwirkung erfasst das Produkt auch später keimende Schaderreger zuverlässig. Es eignet sich hervorragend für den frühen bis mittleren Nachauflauf im Mais, wenn die Unkräuter aktiv wachsen. Die breite Zulassung deckt das gesamte Spektrum relevanter Schadgräser und breitblättriger Unkräuter ab, was GF-3967 zu einem zentralen Baustein im modernen Maisanbau macht.

Wirkstoffe

Dicamba
561.48 g/kg · Wirkstoff
Isoxadifen
31.25 g/kg · Safener
Nicosulfuron
62.475 g/kg · Wirkstoff
Rimsulfuron
31.25 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirkung von GF-3967 basiert auf dem Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkungsmechanismen. Die Wirkstoffe Nicosulfuron und Rimsulfuron gehören zur Gruppe der Sulfonylharnstoffe (HRAC-Gruppe 2). Sie hemmen das Enzym Acetolactat-Synthase (ALS), was die Biosynthese essenzieller Aminosäuren blockiert und zum sofortigen Wachstumsstopp der sensitiven Schaderreger führt. Dicamba hingegen wirkt als synthetisches Auxin (HRAC-Gruppe 4) und stört das hormonelle Gleichgewicht der zweikeimblättrigen Unkräuter, was zu typischen Deformationen und dem Absterben der Pflanzen führt. Um die Kulturverträglichkeit im Mais zu optimieren, enthält die Formulierung den Safener Isoxadifen. Dieser Wirkstoff beschleunigt den Abbau der herbiziden Wirkstoffe in der Maispflanze, ohne die Wirkung auf die Zielunkräuter zu beeinträchtigen. Dadurch wird das Risiko von Phytotoxizität selbst unter wechselhaften Witterungsbedingungen minimiert.

Resistenzmanagement

Zur Vermeidung von Resistenzen, insbesondere bei weit verbreiteten Unkräutern wie dem Weißen Gänsefuß oder verschiedenen Hirsearten, solltest du GF-3967 stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Da das Pflanzenschutzmittel bereits Wirkstoffe aus zwei unterschiedlichen HRAC-Gruppen (2 und 4) kombiniert, bietet es von Natur aus ein starkes integriertes Resistenzmanagement. Dennoch empfiehlt es sich, in der Fruchtfolge auch Herbizide mit anderen Wirkmechanismen einzusetzen und mechanische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen sinnvoll zu integrieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

GF-3967 zeichnet sich durch eine gute physikalische Mischbarkeit mit vielen gängigen Maisherbiziden und Blattdüngern aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten. Um die Benetzung und Wirkstoffaufnahme über das Blatt zu optimieren, kann der Zusatz eines zugelassenen Adjuvans vorteilhaft sein, insbesondere bei trockener Witterung oder verholzten Unkrautstrukturen. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide Mischungen bei extremen Temperaturen oder starker Sonneneinstrahlung, um Stress für die Kultur zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit GF-3967 ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich. Da keine spezifische Bieneneinstufung in den Zulassungsdaten vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern und Nützlingen Applikationen grundsätzlich nicht in blühende Bestände oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind. Bevorzuge Behandlungen in den späten Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist. Um Einträge in Oberflächengewässer und angrenzende Biotope zu vermeiden, sind Abdriften strikt zu minimieren und die allgemeinen Gewässerschutzauflagen einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke12–19480 GRAM_PER_HECTARE
MaisEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke12–19240 GRAM_PER_HECTARE
MaisEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke12–19300 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von GF-3967 im Mais?

Der beste Behandlungszeitraum liegt im frühen bis mittleren Nachauflauf der Kultur, konkret zwischen den BBCH-Stadien 12 und 19 (2- bis 9-Blattstadium des Maises). Achte darauf, dass die Zielunkräuter aufgelaufen sind und sich im aktiven Wachstum befinden, da die Wirkstoffe hauptsächlich über das Blatt aufgenommen werden.

Wie wirkt sich die Witterung auf die Effizienz des Pflanzenschutzmittels aus?

Warme, wüchsige Wetterbedingungen mit ausreichender Luftfeuchtigkeit beschleunigen die Wirkstoffaufnahme und führen zu einem schnelleren Absterben der Schaderreger. Vermeide die Anwendung bei extremen Temperaturen über 25 °C, starker Sonneneinstrahlung oder wenn die Kultur unter Trocken- oder Froststress steht.

Kann ich GF-3967 auch zur Bekämpfung von ausdauernden Unkräutern wie der Gemeinen Quecke nutzen?

Ja, das Produkt ist explizit für die Bekämpfung der Gemeinen Quecke zugelassen. Da Rimsulfuron und Nicosulfuron systemisch wirken, werden sie in der Pflanze transportiert und schädigen auch die unterirdischen Ausläufer (Rhizome) der Quecke, was zu einer nachhaltigen Dezimierung führt.

Warum enthält GF-3967 den Wirkstoff Isoxadifen?

Isoxadifen fungiert als sogenannter Safener. Er sorgt dafür, dass die Maispflanzen die herbiziden Wirkstoffe Dicamba, Nicosulfuron und Rimsulfuron schneller abbauen und metabolisieren können. Dadurch wird die Kulturverträglichkeit erheblich verbessert, während die Wirkung auf die Unkräuter voll erhalten bleibt.

Was muss ich beim Ansetzen der Spritzbrühe und eventuellen Tankmischungen beachten?

Befülle den Spritztank zunächst zu zwei Dritteln mit Wasser und rühre das Granulat GF-3967 gründlich ein, bis es vollständig gelöst ist, bevor du andere Mischpartner oder Adjuvantien hinzufügst. Verwende sauberes, weiches bis mittelschweres Wasser, um die Stabilität der Wirkstoffe nicht zu beeinträchtigen, und bringe die Spritzbrühe zeitnah aus.

Welche Nachbau-Einschränkungen gibt es nach dem Einsatz dieses Herbizids?

Aufgrund des schnellen Abbaus der Wirkstoffe im Boden ist der Nachbau von Wintergetreide im normalen Fruchtfolgezyklus in der Regel problemlos möglich. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur nach einer Havarie sollten jedoch die spezifischen Hinweise zur Bodenbearbeitung und zu toleranten Folgekulturen in der Gebrauchsanleitung beachtet werden.