Innoprotect Elumis
Innoprotect Elumis ist ein leistungsstarkes, selektives Herbizid zur Bekämpfung von ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern im Mais (Zea mays). Als bewährte Kombination zweier komplementärer Wirkstoffe bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine breite und zuverlässige Wirkung im Nachauflauf. Es ist als moderne Öldispersion (OD) formuliert, was die Haftung und Wirkstoffaufnahme auf den Blattoberflächen der Schaderreger signifikant verbessert.
Das Wirkspektrum umfasst wichtige Ungräser wie die Hühnerhirse sowie ein breites Spektrum einjähriger zweikeimblättriger Unkräuter, einschließlich schwer bekämpfbarer Arten wie Gänsefuß-Arten, Knöterich und Nachtschatten. Durch die Kombination von Blatt- und Bodenwirkung erfasst das Produkt bereits aufgelaufene Unkräuter und bietet gleichzeitig eine gewisse Dauerwirkung gegen nachkeimende Schaderreger.
Dank der flexiblen Anwendung im frühen bis mittleren Nachauflauf der Kultur (BBCH 12–18) lässt sich Innoprotect Elumis hervorragend in bestehende Unkrautbekämpfungsstrategien integrieren. Es sichert die Jugendentwicklung des Maises in der kritischen Phase der Unkrautkonkurrenz und legt damit das Fundament für hohe Erträge.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die hervorragende Herbizidleistung von Innoprotect Elumis basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkungsmechanismen. Der Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Gruppe der Triketone (HRAC-Gruppe 27). Er blockiert das Enzym HPPD (p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase), was die Biosynthese von Plastochinon und Carotinoiden stört. Ohne schützende Carotinoide wird das Chlorophyll durch Sonnenlicht zerstört, was zu den typischen Bleichsymptomen (Weißfärbung) und dem anschließenden Absterben der Unkräuter führt. Ergänzt wird dies durch Nicosulfuron, einen Wirkstoff aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe (HRAC-Gruppe 2). Nicosulfuron hemmt das Enzym Acetolactat-Synthase (ALS), welches für die Synthese essenzieller verzweigtkettiger Aminosäuren (Valin, Leucin, Isoleucin) verantwortlich ist. Dies führt zu einem sofortigen Wachstumsstopp der sensitiven einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Schaderreger, gefolgt von Rotverfärbungen der Blattadern und nekrotischem Gewebezerfall innerhalb weniger Wochen.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von Herbizidresistenzen nachhaltig vorzubeugen, nutzt Innoprotect Elumis bereits die Kombination zweier unterschiedlicher HRAC-Klassen (Gruppe 2 und Gruppe 27). Dennoch sollte dieses Pflanzenschutzmittel stets in ein integriertes Unkrautmanagement eingebunden werden. Dies umfasst den Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen in der Fruchtfolge sowie mechanische Pflegemaßnahmen. Ein wiederholter, einseitiger Einsatz von ALS-Hemmern auf derselben Fläche ist strikt zu vermeiden, um die Selektion resistenter Biotypen, insbesondere bei Ungräsern wie der Hühnerhirse, zu verhindern.
Mischbarkeit & Tankmischung
Innoprotect Elumis zeichnet sich durch eine gute physikalische und biologische Mischbarkeit mit vielen gängigen Maisherbiziden und flüssigen Mikronährstoffdüngern aus. Bei Tankmischungen ist darauf zu achten, dass die Mischungspartner nacheinander vollständig im Tank gelöst werden. Da das Produkt als Öldispersion (OD) formuliert ist, ist der Zusatz von separaten Netzmitteln in der Regel nicht erforderlich. Um Kulturschäden zu vermeiden, sollte die Behandlung nicht bei extremen Temperaturen (über 25 °C), starker Sonneneinstrahlung oder auf durch Frost oder Trockenheit gestressten Kulturen erfolgen. Die Verwendung von sauberem, weichem bis mittelhartem Wasser optimiert die Stabilität der Spritzbrühe.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Innoprotect Elumis sind die gesetzlich vorgeschriebenen PSA-Maßnahmen (persönliche Schutzausrüstung wie Schutzanzug, Handschuhe und Augenschutz) strikt einzuhalten. Das Pflanzenschutzmittel ist als gewässergefährdend eingestuft; daher müssen die vom BVL vorgegebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen) und Saumstrukturen exakt beachtet werden, um aquatische Organismen und Nichtzielpflanzen zu schützen. Das Produkt ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zum Schutz von Wildbienen und anderen Bestäubern nicht in blühende Bestände oder auf blühende Unkräuter appliziert werden.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Mais | Einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 12–18 | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für Innoprotect Elumis im Mais?
Der beste Bekämpfungserfolg wird erzielt, wenn die Anwendung im frühen Nachauflauf der Kultur zwischen den BBCH-Stadien 12 und 14 erfolgt, da sich die meisten Unkräuter und Ungräser dann im empfindlichen Keimblatt- bis Laubblattstadium befinden.
Wie wirkt sich extreme Witterung auf die Verträglichkeit und Wirkung aus?
Bei starker Hitze (über 25 °C) oder intensiver UV-Strahlung steigt das Risiko von vorübergehenden Aufhellungen an der Kultur. Applizieren Sie das Produkt vorzugsweise in den kühleren Abendstunden oder an bewölkten Tagen, wenn die Wachsschicht der Unkräuter aufnahmefähig und die Kultur nicht gestresst ist.
Benötige ich für die Anwendung von Innoprotect Elumis ein zusätzliches Additiv?
Nein, das Produkt ist als moderne Öldispersion (OD) formuliert. Diese Formulierung enthält bereits eingebaute Hilfsstoffe, die die Benetzung und das Eindringen der Wirkstoffe in die Blätter optimieren, sodass kein zusätzliches Netzmittel erforderlich ist.
Welche Nachbau-Einschränkungen müssen nach dem Einsatz beachtet werden?
Nach dem regulären Einsatz im Mais können im folgenden Frühjahr fast alle üblichen Ackerkulturen ohne Einschränkung angebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur nach einem Fehlschlag sollten vor dem Nachbau tiefere Bodenbearbeitungsmaßnahmen (Pflügen) durchgeführt werden, um Wirkstoffreste im Boden zu verdünnen.
Kann Innoprotect Elumis mit flüssigen Zink- oder Bor-Düngern gemischt werden?
Ja, Mischungen mit Mikronährstoffen wie Zink sind im Mais häufig sinnvoll. Es sollte jedoch immer zuerst das Herbizid im Wassertank vollständig dispergiert werden, bevor der Mikronährstoffdünger unter ständigem Rühren hinzugefügt wird, um Ausfällungen zu vermeiden.
Wie verhält sich das Produkt bei Regen kurz nach der Spritzung?
Dank der schnellen Wirkstoffaufnahme über die Blätter ist Innoprotect Elumis bereits etwa 2 Stunden nach der Anwendung regenfest. Ein Niederschlag nach diesem Zeitraum beeinträchtigt die herbizide Wirkung nicht mehr negativ.