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Sonstige · SIPCAM OXON S. P. A.

ISERAN

BVL Zul.-Nr. 00A432-00

ISERAN ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von einjährigen ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern sowie der Hühnerhirse in Mais (ZEAMX). Das von SIPCAM OXON S. P. A. entwickelte Herbizid kombiniert zwei bewährte Wirkstoffe in einer modernen flüssigen Formulierung, um eine langanhaltende Unkrautfreiheit direkt ab dem Auflaufen der Kultur zu sichern.

Durch die Kombination von Clomazone und Mesotrione bietet ISERAN sowohl eine hervorragende Bodenwirkung als auch eine zuverlässige Blattwirkung. Dies macht das Produkt zu einem flexiblen Partner im frühen Nachauflauf oder Vorauflauf, der die kritische Jugendentwicklung des Maises effektiv vor konkurrierenden Schaderregern schützt.

Das Wirkungsspektrum umfasst wichtige Leitunkräuter im Maisanbau. Besonders bei der Bekämpfung von Hühnerhirse und schwer bekämpfbaren zweikeimblättrigen Arten zeigt ISERAN seine Stärken und sorgt für saubere Bestände in der sensiblen Etablierungsphase der Kultur.

Wirkstoffe

Clomazone
80 g/L · Wirkstoff
Mesotrione
150 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die biologische Wirksamkeit von ISERAN basiert auf zwei unterschiedlichen, sich perfekt ergänzenden Wirkmechanismen. Der Wirkstoff Clomazone gehört zur HRAC-Gruppe 13 und hemmt die Synthese von Plastidenpigmenten (speziell die DOXP-Synthase). Er wird hauptsächlich über die Wurzeln und Sprossachsen der keimenden Unkräuter aufgenommen und führt zu einer charakteristischen Aufhellung (Bleaching) des neu gebildeten Gewebes, was letztlich zum Absterben der Schaderreger führt. Mesotrione wiederum ist der HRAC-Gruppe 27 zuzuordnen und wirkt als Inhibitor des Enzyms HPPD (Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase). Dieser Wirkstoff wird sowohl über die Blätter als auch über die Wurzeln aufgenommen und blockiert die Carotinoid-Biosynthese. Durch den Mangel an schützenden Carotinoiden wird das Chlorophyll im Sonnenlicht zerstört, was zu einer schnellen Nekrose der empfindlichen Unkräuter und Ungräser führt.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, solltest du ISERAN stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Da das Produkt Wirkstoffe aus den HRAC-Gruppen 13 und 27 kombiniert, besitzt es bereits ein eingebautes Resistenzmanagement gegen viele Unkrautarten. Dennoch ist es wichtig, in der Fruchtfolge Wirkstoffe mit anderen Mechanismen abzuwechseln und mechanische Regulierungsmaßnahmen zu integrieren, um den Selektionsdruck auf einzelne Wirkstoffklassen nachhaltig zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

ISERAN ist im Allgemeinen gut mit gängigen Maisherbiziden und flüssigen Düngemitteln mischbar. Bei Tankmischungen solltest du jedoch immer die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide Mischungen bei extremen Wetterbedingungen wie starker Sonneneinstrahlung oder Frostgefahr, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit ISERAN ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse in den Zulassungsdaten angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen auf blühende Kulturen oder Unkräuter vermeiden und Behandlungen bevorzugt in den Abendstunden durchführen, wenn kein Bienenflug stattfindet. Um Gewässer und Nichtzielorganismen zu schützen, sind Abdriften auf angrenzende Flächen unbedingt zu vermeiden und die allgemeinen Gewässerschutzauflagen strikt einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–140.66 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse0–91 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann solltest du ISERAN im Mais am besten anwenden?

Der optimale Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Unkräuter. Zu diesem Zeitpunkt nutzen die Wirkstoffe sowohl die Bodenfeuchtigkeit für die Clomazone-Wirkung als auch die Blattfläche der bereits aufgelaufenen Unkräuter für die Mesotrione-Wirkung perfekt aus. Achte darauf, dass die Unkräuter aktiv wachsen.

Wie wirkt sich Bodenfeuchtigkeit auf deinen Behandlungserfolg aus?

Da der Wirkstoff Clomazone vor allem über die Wurzeln aufgenommen wird, benötigst du für eine optimale Bodenwirkung ausreichend Feuchtigkeit. Bei anhaltender Trockenheit kann die Bodenwirkung verzögert eintreten; die Blattwirkung des enthaltenen Mesotriones bleibt davon jedoch weitgehend unberührt, sodass aufgelaufene Schaderreger dennoch erfasst werden.

Kannst du ISERAN auch im reinen Vorauflauf spritzen?

Ja, eine Anwendung im Vorauflauf ist möglich. Du nutzt damit die starke Bodenwirkung von Clomazone voll aus, um die Kultur von Anfang an unkrautfrei zu halten. Bereite dafür ein möglichst feinkrümeliges Saatbett vor, damit sich der Herbizidfilm gleichmäßig auf der Bodenoberfläche absetzen kann.

Worauf musst du bei der Nachfolgekultur nach dem Einsatz von ISERAN achten?

Wegen der Bodenstabilität von Clomazone musst du bei der Nachbauplanung sorgfältig vorgehen. Nach einer regulären Maisernte im Herbst kannst du in der Regel Wintergetreide nach einer gründlichen, wendenden Bodenbearbeitung einsäen. Bei einem vorzeitigen Umbruch der Kultur solltest du unbedingt die spezifischen Wartezeiten und Vorgaben der Gebrauchsanleitung prüfen.

Warum färben sich die Unkräuter nach der Behandlung weiß?

Das ist der typische 'Bleaching'-Effekt der beiden Wirkstoffe. Sie verhindern, dass die Schadpflanzen schützende Pigmente bilden. Ohne diesen Schutz zerstört das natürliche Sonnenlicht das Chlorophyll in den Blättern, was du an der charakteristischen weißen Verfärbung und dem anschließenden Absterben erkennst.

Wie vermeidest du Schäden an empfindlichen Nachbarkulturen?

Clomazone kann bei Abdrift Ausbleichungen an empfindlichen Nachbarkulturen wie Rüben, Gemüse oder Wein verursachen. Du solltest daher unbedingt abdriftmindernde Düsen verwenden, nur bei Windgeschwindigkeiten unter 3 m/s spritzen, die Fahrgeschwindigkeit moderat halten und ausreichende Sicherheitsabstände zu sensiblen Nachbarflächen einhalten.