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Sonstige · Bayer CropScience Deutschland GmbH

Laudis WG

BVL Zul.-Nr. 007463-00

Laudis WG ist ein hochwirksames Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern in Mais (Zea mays). Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG), kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel hervorragende Kulturverträglichkeit mit einer schnellen und zuverlässigen Wirkung gegen ein breites Spektrum an unerwünschten Begleitflora-Arten. Es hat sich als Standardlösung im modernen Maisanbau etabliert, um Ertragsverluste durch frühe Verunkrautung effektiv zu verhindern.

Die Stärke des Produkts liegt in der Kombination des hochaktiven Wirkstoffs Tembotrione mit dem bewährten Safener Isoxadifen. Diese Formulierung ermöglicht eine flexible Anwendung im Nachauflauf, bei der die Kultur optimal geschont wird, während die Schaderreger – in diesem Fall Schadgräser und breitblättrige Unkräuter – rasch und nachhaltig erfasst werden.

Wirkstoffe

Isoxadifen
100 g/kg · Safener
Tembotrione
200 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Tembotrione gehört zur chemischen Klasse der Triketone und ist als HPPD-Inhibitor (HRAC-Gruppe 27) klassifiziert. Er blockiert das Enzym Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase im pflanzlichen Stoffwechsel. Dies führt zu einer Unterbrechung der Carotinoid-Biosynthese. Da Carotinoide das Chlorophyll vor photodynamischer Zerstörung durch Sonnenlicht schützen, führt der Mangel an diesen Pigmenten zu einer schnellen Ausbleichung (Chlorose) der empfindlichen Unkräuter und Gräser, gefolgt von vollständiger Nekrose und dem Absterben des Gewebes. Der integrierte Safener Isoxadifen sorgt für die herausragende Selektivität in der Kultur. Er beschleunigt den Abbau von Tembotrione in den Maispflanzen durch die Aktivierung körpereigener Entgiftungsenzyme (wie Cytochrom-P450-Monoxygenasen und Glutathion-S-Transferasen). Dadurch wird die Kultur vor phytotoxischen Schäden geschützt, während die Zielunkräuter, die den Safener nicht verwerten können, der vollen Herbizidwirkung ausgesetzt bleiben.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei Unkräutern und Ungräsern vorzubeugen, solltest du Laudis WG stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von Herbiziden aus der HRAC-Gruppe 27 auf derselben Fläche. Ein regelmäßiger Wirkstoffwechsel mit Partnern aus anderen Wirkstoffklassen sowie ackerbauliche Maßnahmen wie eine vielseitige Fruchtfolge und mechanische Unkrautbekämpfung sichern die langfristige Wirksamkeit dieses wichtigen Werkzeugs im Maisanbau.

Mischbarkeit & Tankmischung

Laudis WG zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Maisherbiziden und flüssigen Blattdüngern aus. Für eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme, insbesondere bei ungünstigen Witterungsbedingungen oder starker Wachsschicht der Unkräuter, wird dringend empfohlen, die Anwendung in Kombination mit einem geeigneten, vom Hersteller empfohlenen Formulierungshilfsmittel (Adjuvans) durchzuführen. Achte beim Ansetzen der Spritzbrühe darauf, das Granulat vollständig im Wasser aufzulösen, bevor du weitere Mischungspartner oder Zusatzstoffe hinzugibst, und halte die Rührwerke während des gesamten Vorgangs in Betrieb.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Laudis WG ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug beim Ansetzen und Ausbringen der Spritzbrühe, unerlässlich. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Datenblatt vorgegeben ist, solltest du aus Gründen des vorsorgenden Umweltschutzes direkte Anwendungen auf blühende Unkräuter vermeiden und die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durchführen, wenn der Bienenflug beendet ist. Achte zudem penibel darauf, Abdrift auf angrenzende Gewässer oder Nichtzielflächen zu verhindern, um aquatische Organismen und die umliegende Flora zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–180.5 KILOGRAM_PER_HECTARE
MaisEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–180.5 KILOGRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Laudis WG im Mais?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Kultur (BBCH 12 bis 18), sobald die meisten Unkräuter und Gräser aufgelaufen sind und sich im aktiven Wachstum befinden. Junge Schaderreger im 2- bis 4-Blatt-Stadium werden am empfindlichsten getroffen, da ihre Wachsschicht noch dünn ist und der Wirkstoff optimal aufgenommen werden kann.

Warum ist die Zugabe eines Adjuvans bei Laudis WG so wichtig?

Da es sich bei Laudis WG um ein wasserdispergierbares Granulat handelt, verbessert ein geeignetes Adjuvans (wie z. B. ein methyliertes Rapsöl) die Haftung der Spritzbrühe auf den Blättern erheblich. Es durchbricht die wasserabweisende Wachsschicht der Unkräuter und sorgt für eine schnellere und vollständigere Aufnahme des Wirkstoffs Tembotrione, besonders bei Trockenheit.

Wie reagiert Laudis WG auf Regen kurz nach der Spritzung?

Dank der schnellen Wirkstoffaufnahme über die Blätter ist Laudis WG bereits etwa zwei Stunden nach der Anwendung regenfest. Wenn es nach diesem Zeitraum regnet, wird die herbizide Wirkung auf die Schaderreger nicht mehr beeinträchtigt. Vermeide jedoch Behandlungen, wenn unmittelbar starker Niederschlag droht.

Kann ich Laudis WG auch bei kühlen Temperaturen im Frühjahr einsetzen?

Ja, das Produkt ist auch bei mäßig kühlen Temperaturen voll wirksam, solange die Unkräuter aktiv wachsen. Für einen optimalen und schnellen Wirkungseintritt sind jedoch wüchsige Wetterbedingungen mit Temperaturen über 10 °C und ausreichender Sonneneinstrahlung ideal, da das Ausbleichen der Unkräuter lichtabhängig ist.

Was muss ich bei der Nachbauplanung nach dem Einsatz von Laudis WG beachten?

Nach dem regulären Einsatz von Laudis WG im Mais gibt es im Rahmen der üblichen Fruchtfolge im folgenden Frühjahr keine Einschränkungen für den Nachbau. Falls es zu einem vorzeitigen Umbruch der Maiskultur kommt, solltest du den Boden tief pflügen und vorzugsweise wieder Mais anbauen, um eventuelle Restmengen im Boden sicher zu tolerieren.

Wie erkenne ich, ob die Behandlung mit Laudis WG erfolgreich war?

Bereits wenige Tage nach der Spritzung zeigen die getroffenen Unkräuter und Gräser charakteristische, hellweiße Verfärbungen an den Vegetationspunkten und Blättern. Diese Chlorosen breiten sich rasch aus, gefolgt von einer rötlich-braunen Nekrose, bis die Schaderreger schließlich vollständig absterben und vertrocknen.