MaisTer power
MaisTer power von Bayer CropScience ist ein hochwirksames, nachauflaufendes Herbizid zur zuverlässigen Bekämpfung von ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern sowie Ungräsern in der Kultur Mais. Als moderne, flüssige Formulierung auf Basis einer Öldispersion (OD) vereint dieses Pflanzenschutzmittel drei leistungsstarke Wirkstoffe mit der innovativen Safener-Technologie Cyprosulfamide. Dies sorgt für eine hervorragende Kulturverträglichkeit bei gleichzeitig maximaler Herbizidleistung gegen ein breites Spektrum an Schaderregern.
Das Wirkungsspektrum umfasst sowohl schwer bekämpfbare zweikeimblättrige Unkräuter wie den Weißen Gänsefuß und den Winden-Knöterich als auch problematische einkeimblättrige Schaderreger wie die Gemeine Quecke und einjährige Ungräser. Durch die Kombination von Blatt- und Bodenwirkung bietet das Produkt eine langanhaltende Kontrolle und erfasst auch später keimende Unkrautsamen, was es zu einem Eckpfeiler im modernen Maisanbau macht.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die herbizide Wirkung von MaisTer power basiert auf der Kombination der drei Wirkstoffe Foramsulfuron, Iodosulfuron und Thiencarbazone. Alle drei Wirkstoffe gehören zur HRAC-Gruppe 2 (ALS-Inhibitoren) und blockieren das Enzym Acetolactat-Synthase (ALS) in den Schadpflanzen. Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese der verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin. Nach der Aufnahme über das Blatt und die Wurzel wird der Wirkstoffstrom im Phloem und Xylem transportiert, was zu einem schnellen Wachstumsstopp, Chlorosen und schließlich zum Absterben der Schaderreger führt. Der integrierte Safener Cyprosulfamide schützt die Kultur Mais selektiv vor phytotoxischen Effekten. Er beschleunigt den Abbau der herbiziden Wirkstoffe in den Maispflanzen, ohne die Wirkung auf die Zielunkräuter zu beeinträchtigen. Dies ermöglicht eine flexible Anwendung selbst unter anspruchsvollen Witterungsbedingungen.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von Resistenzen bei Unkräutern und Ungräsern wirksam vorzubeugen, sollte MaisTer power stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept eingebunden werden. Da das Mittel ausschließlich Wirkstoffe aus der HRAC-Gruppe 2 enthält, ist ein konsequenter Wirkstoffwechsel in der Fruchtfolge unerlässlich. Der Einsatz von Herbiziden mit alternativen Wirkmechanismen in den Vor- und Nachkulturen sowie mechanische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen sichern den langfristigen Erfolg dieser Wirkstoffklasse.
Mischbarkeit & Tankmischung
Dank der hochentwickelten OD-Formulierung sind in der Regel keine zusätzlichen Netzmittel oder Additive erforderlich. MaisTer power zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit gängigen Maisherbiziden sowie flüssigen Mikronährstoffdüngern aus. Es wird empfohlen, die Spritzbrühe stets zügig auszubringen und vorab eine physikalische Mischprobe durchzuführen. Bei extremen Temperaturschwankungen oder starker Sonneneinstrahlung sollte auf Tankmischungen verzichtet werden, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit MaisTer power ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) bei der Handhabung des Konzentrats zwingend erforderlich. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die vom BVL vorgegebenen Abstandsauflagen und Abschwemmungsminderungen (wie die Verwendung abdriftmindernder Düsen) strikt einzuhalten. Das Produkt ist als bienenungefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zum Schutz der Biodiversität nicht in blühende Bestände oder auf von Bienen beflogene Unkräuter appliziert werden.
Zugelassene Anwendungen
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für MaisTer power im Mais?
Der optimale Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Kultur, idealerweise zwischen den BBCH-Stadien 12 und 16 (2- bis 6-Blatt-Stadium des Maises). Zu diesem Zeitpunkt befinden sich auch die meisten Unkräuter und Ungräser im empfindlichen Keimblatt- bis frühen Laubblattstadium, was eine maximale Wirkstoffaufnahme über das Blatt garantiert.
Wie wirkt sich die Witterung auf die Effizienz der Behandlung aus?
Die beste Wirkung wird bei wüchsigem Wetter mit moderaten Temperaturen (15 bis 22 °C) und ausreichender Luftfeuchtigkeit erzielt, da die Unkräuter dann aktiv wachsen und die Wirkstoffe optimal aufnehmen. Vermeiden Sie Anwendungen bei extremer Hitze (über 25 °C), starker Sonneneinstrahlung oder wenn Frostgefahr besteht, um Stress für die Kultur zu minimieren.
Benötige ich bei der Anwendung von MaisTer power ein zusätzliches Netzmittel?
Nein, dank der integrierten Öldispersions-Formulierung (OD) enthält das Pflanzenschutzmittel bereits alle notwendigen Hilfs- und Haftstoffe. Ein Zusatz von weiteren Netzmitteln ist nicht erforderlich und könnte unter ungünstigen Bedingungen sogar die Kulturverträglichkeit beeinträchtigen.
Kann MaisTer power auch auf Standorten mit hohem Queckenbesatz eingesetzt werden?
Ja, das Produkt ist hervorragend für die Bekämpfung der Gemeinen Quecke geeignet. Für eine optimale Wirkung gegen dieses ausdauernde Ungras sollte die Behandlung erfolgen, wenn die Quecke eine Wuchshöhe von etwa 15 bis 20 cm erreicht hat und genügend Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme vorhanden ist.
Welche Rolle spielt der integrierte Safener Cyprosulfamide?
Der Safener Cyprosulfamide sorgt dafür, dass die Maispflanze die herbiziden Wirkstoffe Foramsulfuron, Iodosulfuron und Thiencarbazone extrem schnell abbauen und metabolisieren kann. Dadurch wird das Risiko von Wachstumsdepressionen oder Blattaufhellungen an der Kultur minimiert, während die Wirkung auf die Schaderreger voll erhalten bleibt.
Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel für den Maisanbau?
Sie können in unserer Datenbank gezielt nach der Kultur Mais (ZEAMX) filtern. Dort erhalten Sie eine vollständige Übersicht aller in Deutschland registrierten Herbizide, Fungizide und Insektizide und können diese nach Wirkstoffen, Schaderregern oder Anwendungsfenstern sortieren.