Alle Mittel
Sonstige · Life Scientific Limited

MesoStar

BVL Zul.-Nr. 008517-00

MesoStar ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur gezielten Unkrautbekämpfung in Mais (Zea mays). Als selektives Herbizid, formuliert als flüssiges Suspensionskonzentrat (SC) mit dem bewährten Wirkstoff Mesotrione (100 g/l), bietet es eine hervorragende Flexibilität im Nachauflauf. Es wurde speziell entwickelt, um landwirtschaftlichen Betrieben eine zuverlässige Lösung gegen ertragsmindernde Konkurrenz im Maisfeld an die Hand zu geben.

Das Wirkungsspektrum von MesoStar umfasst insbesondere die problematische Hühnerhirse sowie eine Vielzahl einjähriger zweikeimblättriger Unkräuter. Durch die schnelle Aufnahme über die Blätter und Wurzeln der Schaderreger stoppt das Mittel das Unkrautwachstum kurz nach der Applikation, wodurch die junge Kultur entscheidend entlastet wird und ihr volles Ertragspotenzial entfalten kann.

Wirkstoffe

Mesotrione
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in MesoStar enthaltene Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Klasse der Triketone und ist im HRAC-System in die Gruppe 27 (ehemals F2) eingestuft. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der gezielten Hemmung des Enzyms p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD). Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese von Plastochinon und Tocopherolen, welche wiederum für die Bildung von schützenden Carotinoiden benötigt werden. Durch den Mangel an Carotinoiden führt die natürliche Lichteinstrahlung zu einer photooxidativen Zerstörung des Chlorophylls in den empfindlichen Unkräutern. Dies äußert sich visuell in charakteristischen, intensiven Bleichsymptomen (Weißfärbung) an den Vegetationspunkten und Blättern der Schaderreger, gefolgt von einer vollständigen Nekrose und dem Absterben der Pflanzen innerhalb weniger Tage.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen wirksam vorzubeugen, solltest du MesoStar stets in ein integriertes Unkrautbekämpfungskonzept einbinden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel von Herbiziden mit unterschiedlichen Wirkmechanismen (HRAC-Gruppen) innerhalb der Fruchtfolge. Da Mesotrione der HRAC-Gruppe 27 angehört, empfiehlt sich die Kombination oder der jährliche Wechsel mit Wirkstoffen aus anderen Klassen, um den Selektionsdruck auf einzelne Unkrautpopulationen zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

MesoStar zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Maisherbiziden sowie flüssigen Blattdüngern aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe durchführen. Die Zugabe von geeigneten Netzmitteln oder Additiven kann die Benetzung und Wirkstoffaufnahme insbesondere unter trockenen Witterungsbedingungen optimieren. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide Applikationen bei extremer Hitze oder starker Sonneneinstrahlung, um die Kulturverträglichkeit zu maximieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit MesoStar ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Zum Schutz der Umwelt und von Nichtzielorganismen sollten Abdriften auf angrenzende Flächen und Gewässerstrukturen durch den Einsatz abdriftmindernder Düsentechnik konsequent vermieden werden. Da keine spezifische Bieneneinstufung vorliegt, empfiehlt es sich aus Vorsorgegründen, das Pflanzenschutzmittel nicht auf blühende Kulturen oder Unkräuter auszubringen und die Anwendung vorzugsweise in den Abendstunden durchzuführen, wenn kein Bienenflug mehr stattfindet.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisHühnerhirse1.5 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0.75 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von MesoStar im Mais?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Unkräuter, idealerweise wenn sich die Hühnerhirse und die zweikeimblättrigen Schaderreger im Keimblatt- bis frühen Laubblattstadium befinden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Aufnahme über das Blatt am effizientesten, und du erzielst die maximale biologische Wirkung.

Wie wirkt sich die Bodenfeuchtigkeit auf die Effektivität von MesoStar aus?

MesoStar besitzt neben der starken Blattwirkung auch eine ausgeprägte Bodenwirkung. Eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit zum Zeitpunkt der Applikation oder kurz danach fördert die Wirkstoffaufnahme über die Wurzeln und sichert so die Bekämpfung von später keimenden Unkräutern ab. Bei extremer Trockenheit steht die Blattwirkung im Vordergrund.

Kann ich MesoStar bei kühlen Temperaturen im Frühjahr spritzen?

Ja, aber für eine optimale Wirkung sollten die Temperaturen stabil über 10 °C liegen und aktives Unkrautwachstum stattfinden. Vermeide Behandlungen bei Frostgefahr oder wenn die Kultur durch extreme Temperaturschwankungen oder Staunässe gestresst ist, da dies die Kulturverträglichkeit vorübergehend beeinträchtigen kann.

Wie erkenne ich, ob MesoStar erfolgreich gegen die Unkräuter wirkt?

Bereits wenige Tage nach der Behandlung zeigen sich an den Vegetationspunkten der empfindlichen Schaderreger charakteristische Weißfärbungen (Bleichsymptome). Diese Verfärbungen breiten sich rasch über die gesamten Blätter aus, gefolgt von Nekrosen, bis das Unkraut schließlich vollständig abstirbt.

Was muss ich bei der Nachfolgeplanung auf Flächen beachten, die mit MesoStar behandelt wurden?

Da der Wirkstoff Mesotrione im Boden abgebaut wird, ist der Anbau von Folgekulturen im normalen Fruchtfolgewechsel in der Regel problemlos. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur oder vor dem Anbau empfindlicher Nachfolgekulturen wie Rüben, Gemüse oder Leguminosen solltest du jedoch eine tiefere Bodenbearbeitung (z. B. Pflügen) durchführen, um eventuelle Wirkstoffrückstände im Boden zu verdünnen.

Wie kann ich die Wirkung von MesoStar gegen schwer bekämpfbare Unkräuter weiter absichern?

Du kannst die Wirkung optimieren, indem du MesoStar in Tankmischung mit einem geeigneten Partnerherbizid ausbringst, das ein ergänzendes Wirkungsspektrum aufweist. Zudem unterstützt der Zusatz eines zugelassenen Netzmittels (Adjuvans) das Eindringen des Wirkstoffs durch die Wachsschicht der Unkrautblätter, besonders bei fortgeschrittenem Unkrautwachstum.