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OTHER · INNVIGO Sp. z o.o.

Metida Plus 250 SC

BVL Zul.-Nr. 00B370-00

Metida Plus 250 SC ist ein hochwirksames, selektives Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern und Hühnerhirse in Mais (Zea mays). Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, bietet dieses Pflanzenschutzmittel von INNVIGO eine moderne und anwenderfreundliche Lösung für den frühen Pflanzenschutz im Maisanbau. Es kombiniert hervorragende Bodenwirksamkeit mit einer flexiblen Anwendung im Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf der Kultur.

Die Formulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Verteilung und Haftung auf der Bodenoberfläche aus. Das Wirkungsspektrum erfasst zuverlässig wichtige wirtschaftliche Schaderreger wie die Hühnerhirse sowie ein breites Spektrum einjähriger zweikeimblättriger Unkräuter. Durch den integrierten Safener Cyprosulfamid wird eine maximale Kulturverträglichkeit gewährleistet, selbst unter wechselhaften Witterungsbedingungen im Frühjahr.

Dank der Kombination aus dem bewährten Wirkstoff Isoxaflutol und dem Safener bietet das Produkt eine langanhaltende Dauerwirkung gegen nachkeimende Unkräuter. Dies sichert die Kultur in der kritischen Jugendentwicklung und legt den Grundstein für einen ungestörten Ertragsaufbau.

Wirkstoffe

Cyprosulfamide
250 g/L · Safener
Isoxaflutole
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der aktive Wirkstoff Isoxaflutol gehört zur HRAC-Gruppe 27 (HPPD-Inhibitoren). Nach der Aufnahme über die Wurzeln und Sprossachsen der keimenden Unkräuter blockiert er das Enzym p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase. Dies führt zu einer Störung der Carotinoid-Biosynthese, was sich in einer charakteristischen Aufhellung (Bleaching) und dem anschließenden Absterben der empfindlichen Schaderreger äußert. Cyprosulfamid fungiert in dieser Formulierung als hochwirksamer Safener. Er beschleunigt selektiv den Abbau von Isoxaflutol in der Kultur Mais, ohne die herbizide Wirkung auf die Zielunkräuter zu beeinträchtigen. Dadurch wird das Risiko von Phytotoxizität minimiert, besonders bei extremen Niederschlägen oder starken Temperaturschwankungen nach der Behandlung.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, sollte Metida Plus 250 SC stets in ein integriertes Unkrautmanagement einbezogen werden. Dies umfasst den Wechsel von Wirkstoffen mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen (HRAC-Gruppen) in der Fruchtfolge sowie die Kombination mit mechanischen Regulierungsmaßnahmen. Da Isoxaflutol der HRAC-Gruppe 27 angehört, empfiehlt sich bei Folgeanwendungen oder in nachfolgenden Kulturen der Einsatz von Herbiziden aus anderen Wirkstoffklassen, um Selektionsdruck zu vermeiden.

Mischbarkeit & Tankmischung

Metida Plus 250 SC ist im Allgemeinen gut mischbar mit gängigen Vorauflauf- und frühen Nachauflaufherbiziden für den Maisanbau. Bei Tankmischungen ist stets auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge zu achten, um eine gleichmäßige Benetzung des Bodens zu garantieren. Die Zugabe von Additiven oder Blattdünger-Mischungspartnern sollte im frühen Nachauflauf vorsichtig und unter Berücksichtigung der aktuellen Wachsschicht und Witterungsbedingungen erfolgen, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden. Vor dem Ansetzen größerer Spritzbrühen wird ein physikalischer Mischbarkeitstest im kleinen Maßstab empfohlen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit diesem Pflanzenschutzmittel ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Aufgrund der ökotoxikologischen Eigenschaften von Isoxaflutol sind strenge Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und angrenzenden Biotopen einzuhalten, um den Eintrag in aquatische Ökosysteme zu verhindern. Das Produkt ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollten Anwendungen zur Schonung von Nichtzielorganismen stets windstill und mit abdriftmindernder Düsentechnik durchgeführt werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter11–130.3 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse0–90.28 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Metida Plus 250 SC im Mais?

Der optimale Anwendungszeitraum liegt im Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf der Kultur (BBCH 00 bis 13). Für eine maximale Wirkung gegen Hühnerhirse und zweikeimblättrige Unkräuter sollte die Behandlung idealerweise auf feuchten Boden oder kurz vor angekündigten Niederschlägen erfolgen, da der Wirkstoff Isoxaflutol Bodenfeuchtigkeit zur Aktivierung benötigt.

Wie funktioniert der sogenannte "Reaktivierungseffekt" dieses Herbizids?

Isoxaflutol besitzt die Fähigkeit, bei Trockenheit stabil auf der Bodenoberfläche zu verbleiben. Sobald Niederschläge fallen, wird der Wirkstoff reaktiviert und erfasst auch Schaderreger, die während der Trockenperiode gekeimt sind. Dies sorgt für eine besonders flexible und langanhaltende Wirkung im Vergleich zu reinen Kontaktherbiziden.

Welche Rolle spielt der Safener Cyprosulfamid in der Formulierung?

Cyprosulfamid schützt die Kultur, indem es die Aktivität von Entgiftungsenzymen in den Maispflanzen stimuliert. Dadurch wird der Wirkstoff Isoxaflutol in der Kultur extrem schnell abgebaut und unschädlich gemacht, während die Zielunkräuter und -ungräser voll erfasst werden.

Welche Nachbauauflagen müssen nach dem Einsatz von Metida Plus 250 SC beachtet werden?

Nach dem regulären Anbau von Mais können im folgenden Frühjahr fast alle Kulturen ohne Einschränkung angebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur nach einem Fehlschlag sollten vor der Neuanlage empfindlicher Kulturen (wie Rüben oder Gemüse) tiefere Bodenbearbeitungsmaßnahmen wie Pflügen durchgeführt werden, um eventuelle Wirkstoffrückstände im Boden zu verdünnen.

Kann Metida Plus 250 SC bei langanhaltender Trockenheit angewendet werden?

Eine Anwendung auf sehr trockenen Böden ist möglich, da der Wirkstoff stabil bleibt. Die volle Herbizidwirkung entfaltet sich jedoch erst mit dem nächsten Regen. Bei extremer Trockenheit und bereits aufgelaufenen, gestressten Unkräutern empfiehlt sich gegebenenfalls das Abwarten auf Niederschläge oder die Kombination mit einem blattaktiven Mischungspartner.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Hühnerhirse im Mais?

Nutzen Sie hierzu die Such- und Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech. Filtern Sie nach der Kultur "Mais" (ZEAMX) und dem Schaderreger "Hühnerhirse" (Echinochloa crus-galli), um eine vollständige Liste aller in Deutschland registrierten Herbizide inklusive ihrer Aufwandmengen und Anwendungsbestimmungen anzuzeigen.