Metida Plus 250 SC
Metida Plus 250 SC ist ein hochwirksames, modernes Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern und Hühnerhirse in Mais (ZEAMX). Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel den bewährten Wirkstoff Isoxaflutole mit dem hocheffizienten Safener Cyprosulfamide. Diese Kombination sorgt für eine hervorragende Selektivität in der Kultur bei gleichzeitig kompromissloser Wirkung gegen auflaufende Schaderreger.
Das Produkt ist speziell für den frühen Einsatz im Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf (BBCH 00 bis 13) konzipiert. Durch die kombinierte Boden- und Blattwirkung erfasst es unerwünschte Beikräuter bereits im Keimschlauchstadium und bietet eine langanhaltende Dauerwirkung über den Boden. Dies macht Metida Plus 250 SC zu einem wichtigen Baustein im modernen Maisanbau, um die Kultur in der kritischen Jugendentwicklung unkrautfrei zu halten.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der aktive Wirkstoff Isoxaflutole gehört zur HRAC-Gruppe 27 (HPPD-Inhibitoren). Nach der Aufnahme über die Wurzeln und Sprossachsen der Schaderreger blockiert er das Enzym Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase. Dies führt zu einer Unterbrechung der Carotinoid-Biosynthese, was sich optisch durch ein charakteristisches Ausbleichen (Bleaching) der Unkräuter äußert. Ohne schützende Carotinoide wird das Chlorophyll durch Sonnenlicht zerstört, und die betroffenen Schaderreger sterben rasch ab. Der integrierte Safener Cyprosulfamide schützt den Mais zuverlässig vor phytotoxischen Effekten. Er beschleunigt den Abbau von Isoxaflutole in der Kultur, ohne die herbizide Wirkung auf die Zielunkräuter zu beeinträchtigen. Dadurch wird eine hervorragende Kulturverträglichkeit selbst unter wechselnden Witterungsbedingungen gewährleistet.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, solltest du Metida Plus 250 SC stets in ein integriertes Unkrautmanagement einbinden. Da Isoxaflutole der HRAC-Gruppe 27 angehört, empfiehlt sich der jährliche Wechsel oder die Kombination mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen im Rahmen der Fruchtfolge. Achte zudem auf mechanische Maßnahmen und wechsle die Wirkmechanismen systematisch ab, um den Selektionsdruck auf einzelne Wirkstoffgruppen zu minimieren.
Mischbarkeit & Tankmischung
Metida Plus 250 SC ist im frühen Nachauflauf grundsätzlich gut mit gängigen Maisherbiziden mischbar. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe durchführen. Die Zugabe von geeigneten Additiven kann die Benetzung und Wirkstoffaufnahme bei trockener Witterung optimieren. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide Mischungen bei extremen Temperaturen oder starker Sonneneinstrahlung, um die Kultur nicht unnötig zu stressen.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Metida Plus 250 SC ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, zwingend erforderlich. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen auf blühenden Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden und die Behandlung vorzugsweise in den Abendstunden durchführen. Um Gewässer und Nichtzielorganismen zu schützen, sind Abdriften auf angrenzende Flächen strikt zu vermeiden und die allgemeinen Abstandsauflagen einzuhalten.
Zugelassene Anwendungen
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für deine Anwendung von Metida Plus 250 SC?
Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf des Maises (BBCH 10 bis 13), wenn die Unkräuter gerade auflaufen und sich im Keimblatt- bis maximal Laubblattstadium befinden. Auch eine Vorauflaufbehandlung direkt nach der Saat ist bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit sehr wirksam.
Wie beeinflusst die Bodenfeuchtigkeit die Wirkung des Herbizids?
Da Isoxaflutole stark über den Boden wirkt, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für die Aktivierung des Wirkstoffs ideal. Bei anhaltender Trockenheit kann die Wirkung verzögert einsetzen; sobald jedoch Niederschläge fallen, wird der Wirkstoff im Boden reaktiviert und erfasst auch später auflaufende Schaderreger.
Was musst du beim Nachbau von Folgekulturen nach dem Einsatz beachten?
Nach dem regulären Umbruch von mit Metida Plus 250 SC behandeltem Mais können im folgenden Frühjahr fast alle üblichen Ackerkulturen angebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur (z. B. durch Frostschäden) solltest du vor der Neusaat eine tiefe Bodenbearbeitung durchführen und vorzugsweise wieder Mais anbauen, um Schäden an empfindlichen Folgekulturen zu vermeiden.
Kannst du Metida Plus 250 SC bei Frostgefahr anwenden?
Nein, du solltest das Pflanzenschutzmittel nicht anwenden, wenn Nachtfröste angekündigt sind oder die Kultur unter Stress (z. B. durch extreme Trockenheit, Staunässe oder Nährstoffmangel) steht. Ein gestresster Stoffwechsel der Kultur kann den Abbau des Wirkstoffs verlangsamen, was trotz des enthaltenen Safeners zu vorübergehenden Aufhellungen führen kann.
Wie verhält sich das Mittel bei starkem Wind während der Spritzung?
Um Abdrift auf empfindliche Nachbarkulturen und Gewässer zu vermeiden, solltest du die Anwendung nur bei Windgeschwindigkeiten unter 3 m/s und unter Verwendung von abdriftmindernden Düsen durchführen. Dies schützt die Umwelt und stellt sicher, dass die gesamte Aufwandmenge auf der Zielfläche ankommt.