Mikal Zeta
Mikal Zeta ist ein hochwirksames, modernes Fungizid von Bayer CropScience, das speziell für den professionellen Weinbau zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus (Plasmopara viticola) entwickelt wurde. Als wasserdispergierbares Granulat (WG) formuliert, vereint dieses Pflanzenschutzmittel zwei bewährte Wirkstoffe mit komplementären Eigenschaften, um einen lückenlosen Schutz der Reben während der kritischen Wachstumsphasen zu gewährleisten.
Die Stärke von Mikal Zeta liegt in seiner Kombination aus systemischer und kontaktwirksamer Protektion. Es schützt nicht nur die bereits vorhandenen Pflanzenteile, sondern auch den Neuzuwachs, was besonders in Phasen des intensiven Triebwachstums von unschätzbarem Wert ist. Durch diese duale Wirkung etabliert sich das Produkt als ein verlässlicher Eckpfeiler in anspruchsvollen Spritzfolgen im Weinbau.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die herausragende Wirkung von Mikal Zeta basiert auf dem Zusammenspiel von Fosetyl und Zoxamide. Fosetyl (zugeordnet der FRAC-Gruppe P07) ist ein voll-systemischer Wirkstoff, der sowohl akropetal als auch basipetal in der Kultur transportiert wird. Er wirkt zweifach: Einerseits hemmt er direkt die Sporenkeimung und das Myzelwachstum des Erregers, andererseits stimuliert er die natürlichen Abwehrmechanismen der Rebe (induzierte Resistenz). Zoxamide (FRAC-Gruppe 22) ergänzt dieses Profil perfekt als Kontaktfungizid mit ausgeprägter Haftwirkung auf der Wachsschicht von Blättern und Beeren. Es blockiert die Kernteilung (Mitose) des Pilzes durch die Bindung an das Beta-Tubulin, was die Sporenkeimung und die Penetration des Gewebes effektiv verhindert. Diese Kombination bietet sowohl präventiven Schutz als auch eine hervorragende Regenfestigkeit.
Resistenzmanagement
Um einer Resistenzbildung bei Plasmopara viticola wirksam vorzubeugen, ist Mikal Zeta durch seine zwei unterschiedlichen Wirkmechanismen bereits hervorragend aufgestellt. Dennoch sollte das Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen eingesetzt werden. Die maximale Anzahl der Anwendungen pro Saison gemäß der BVL-Zulassung ist strikt einzuhalten, um den Selektionsdruck auf den Schaderreger zu minimieren.
Mischbarkeit & Tankmischung
Mikal Zeta zeichnet sich durch eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit gängigen Weinbaufungiziden und -insektiziden aus. Bei Tankmischungen mit flüssigen Formulierungen oder Blattdüngern wird empfohlen, Mikal Zeta als erstes im fast vollständig gefüllten Spritztank komplett aufzulösen, bevor weitere Komponenten hinzugefügt werden. Auf Mischungen mit stark sauren oder stark alkalischen Produkten sowie auf den Zusatz von penetrierenden Ölen sollte verzichtet werden, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Mikal Zeta ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen bei der Handhabung des Konzentrats und der Ausbringung, obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen sind die spezifischen Abstandsauflagen und Abschwemmungsminderungsklassen strikt einzuhalten. Das Produkt ist als nichtbienengefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zum Schutz von Wildbienen und anderen Bestäubern nicht in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv fliegen, ausgebracht werden.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Weinrebe | Falscher Mehltau (Plasmopara viticola) | 53–81 | 3 KILOGRAM_PER_HECTARE | 28T |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für die erste Anwendung von Mikal Zeta im Weinberg?
Der optimale Einsatzzeitpunkt liegt in den kritischen Infektionsphasen vor und während der Rebblüte (ab BBCH-Stadium 53 bis BBCH-Stadium 81). Da das Produkt primär protektiv wirkt, sollte die Behandlung vor den ersten prognostizierten Infektionsbedingungen (Warmregenereignisse) erfolgen, um den Neuzuwachs von Anfang an systemisch zu schützen.
Warum ist die Kombination aus Fosetyl und Zoxamide im Weinbau so vorteilhaft?
Diese Kombination vereint zwei völlig unterschiedliche Wirkmechanismen. Während Fosetyl voll-systemisch in der Kultur verteilt wird und auch den rasanten Neuzuwachs schützt, lagert sich Zoxamide fest in der Wachsschicht der Blätter und Beeren an. Dies sorgt für eine extrem hohe Regenfestigkeit und schützt die Traubenoberfläche direkt vor dem Eindringen des Pilzes.
Wie verhält sich Mikal Zeta bei Niederschlägen kurz nach der Applikation?
Dank der hervorragenden Haftungseigenschaften von Zoxamide und der schnellen Aufnahme von Fosetyl in das Pflanzengewebe ist der Spritzbelag bereits nach dem Antrocknen (meist nach 1 bis 2 Stunden) weitgehend regenfest. Ein moderater Regenschauer nach dem Antrocknen beeinträchtigt die Schutzwirkung in der Regel nicht.
Kann Mikal Zeta auch bei kühleren Temperaturen im Frühjahr eingesetzt werden?
Ja, die Wirkung der enthaltenen Wirkstoffe ist weitgehend temperaturunabhängig. Wichtig für die systemische Verteilung von Fosetyl ist jedoch, dass die Kultur aktiv assimiliert und wächst, damit der Wirkstoffstrom optimal in die jungen Triebe transportiert werden kann.
Welche Rolle spielt Mikal Zeta im Antiresistenzmanagement gegen Peronospora?
Da Mikal Zeta zwei Wirkstoffe aus unterschiedlichen FRAC-Gruppen (Fosetyl: Gruppe P07; Zoxamide: Gruppe 22) enthält, blockiert es den Schaderreger an verschiedenen biologischen Angriffspunkten. Dies minimiert das Risiko einer Resistenzentwicklung erheblich. Dennoch sollte es im Saisonverlauf im Wechsel mit anderen Wirkstoffklassen eingesetzt werden.
Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen den Falschen Mehltau?
Nutzen Sie hierzu die Filterfunktion in unserer Produktdatenbank. Wählen Sie als Kultur 'Weinrebe' (VITVI) und als Schaderreger 'Falscher Mehltau (Plasmopara viticola)'. Das System listet Ihnen alle aktuell in Deutschland zugelassenen Alternativen und Kombinationspartner auf.