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OTHER · BASF SE

Mizona

BVL Zul.-Nr. 00A547-00

Mizona ist ein hochmodernes, flüssiges Fungizid von BASF, das speziell für den professionellen Getreidebau entwickelt wurde. Es kombiniert zwei leistungsstarke Wirkstoffe, um einen lückenlosen Schutz gegen ein breites Spektrum wirtschaftlich bedeutender Pilzkrankheiten in Weizen und Gerste zu gewährleisten. Durch seine ausgewogene Formulierung sichert das Pflanzenschutzmittel die Vitalität der Kulturen in kritischen Wachstumsphasen und legt damit das Fundament für stabile Erträge und hohe Qualitäten.

Das Anwendungsspektrum erstreckt sich über zentrale Schaderreger wie die Septoria-Blattdürre (Septoria tritici) und Braunrost im Weizen sowie die Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres) und Rhynchosporium secalis in der Gerste. Dank der systemischen Eigenschaften dringen die Wirkstoffe schnell in das Blattgewebe ein und verteilen sich gleichmäßig, was sowohl einen vorbeugenden Schutz als auch eine kurative Wirkung bei beginnendem Befall ermöglicht.

Wirkstoffe

Fluxapyroxad
30 g/L · Wirkstoff
Pyraclostrobin
200 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirkung von Mizona basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkstoffklassen. Fluxapyroxad gehört zur Gruppe der SDHI (Succinat-Dehydrogenase-Inhibitoren, FRAC-Gruppe 7). Es blockiert gezielt den Komplex II der Atmungskette in den Mitochondrien der Pilzzellen, wodurch die Energieproduktion der Schaderreger effektiv unterbunden wird. Dies führt zu einem schnellen Wachstumsstopp des Pilzmyzels und verhindert die Sporenkeimung. Ergänzt wird dieser Effekt durch Pyraclostrobin, einen Wirkstoff aus der Gruppe der Strobilurine (QoI-Inhibitoren, FRAC-Gruppe 11). Pyraclostrobin greift ebenfalls in die Zellatmung ein (Komplex III) und sorgt neben der fungiziden Wirkung für bekannte physiologische Effekte (Greening-Effekt). Dies verbessert die Stresstoleranz der Kulturen gegenüber Trockenheit sowie Hitze und optimiert die Photosyntheseleistung in der kritischen Phase der Ertragsbildung.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen wirksam vorzubeugen, kombiniert Mizona bereits werkseitig zwei Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen (FRAC-Gruppen 7 und 11). Dennoch sollte das Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass die maximale Anzahl an Anwendungen pro Saison strikt eingehalten und in der Spritzfolge mit Fungiziden anderer Wirkstoffklassen (wie z. B. Azolen/DMI, FRAC-Gruppe 3) abgewechselt werden sollte, um den Selektionsdruck auf die Schaderreger zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Mizona zeichnet sich durch eine hervorragende Mischbarkeit mit gängigen Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern aus, die im Getreidebau üblich sind. Bei der Erstellung von Tankmischungen ist stets auf die richtige Reihenfolge beim Befüllen der Spritze zu achten (Mizona als flüssige Formulierung meist nach festen Formulierungen zugeben). Die Verwendung von ausreichend Wasser (mindestens 150–200 l/ha) sichert eine homogene Benetzung der Kulturen. Bei extremen Witterungsbedingungen oder komplexen Mehrfachmischungen empfiehlt sich vorab eine Verträglichkeitsprobe im kleinen Maßstab.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Mizona ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da das Produkt Wirkstoffe enthält, die als gewässerbelastend eingestuft sind, müssen die vom BVL vorgegebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen) und Saumstrukturen strikt eingehalten werden. Zum Schutz von Nichtzielorganismen wie Bienen und anderen Nützlingen ist die Anwendung nach den geltenden Richtlinien der Bienenschutzverordnung durchzuführen, wobei das Mittel bei sachgerechter Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft ist.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterweichweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–611 LITER_PER_HECTARE35T
GersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)30–611 LITER_PER_HECTARE35T
GersteRhynchosporium secalis30–611 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenBraunrost (Puccinia recondita f. sp. tritici)30–691 LITER_PER_HECTARE35T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Behandlungszeitpunkt für Mizona im Weizen?

Der optimale Einsatzzeitpunkt liegt meist in den BBCH-Stadien 37 bis 55 (Fahnenblattentwicklung bis Mitte des Ährenschiebens). Hier schützt Mizona die ertragsbestimmenden oberen Blätter effektiv vor Septoria-Blattdürre und Braunrost, um die Assimilationsfläche möglichst lange gesund zu erhalten.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von Mizona direkt nach der Anwendung?

Dank der schnellen Wirkstoffaufnahme von Fluxapyroxad und Pyraclostrobin ist Mizona bereits kurze Zeit nach der Antrocknung regenfest (meist innerhalb von 1 bis 2 Stunden). Eine Anwendung bei extremer Hitze oder starker Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, um Stressreaktionen der Kulturen zu verhindern; ideal sind die kühleren Morgen- oder Abendstunden.

Kann Mizona mit Wachstumsreglern kombiniert werden?

Ja, eine Tankmischung mit gängigen Wachstumsreglern (z. B. auf Basis von Chlormequat-Chlorid, Prohexadion-Calcium oder Trinexapac-ethyl) ist in der Regel gut verträglich. Dies spart Überfahrten und optimiert die Arbeitserledigung im Frühjahr. Achten Sie jedoch darauf, die Aufwandmengen der Wachstumsregler bei vitalen, gut wasserversorgten Beständen anzupassen.

Welche Rolle spielt der 'Greening-Effekt' von Mizona in Trockenperioden?

Der im Produkt enthaltene Wirkstoff Pyraclostrobin mindert die pflanzeneigene Ethylenbildung unter Stress. Dadurch behalten die Kulturen auch bei moderater Trockenheit oder Hitze länger ihre grüne Blattfläche (Greening-Effekt), was die CO2-Assimilation aufrechterhält und die Kornfüllungsphase verlängert.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Septoria-Blattdürre?

Nutzen Sie hierzu die Filterfunktion in unserer Schaderreger-Datenbank. Wählen Sie die Kultur 'Weizen' und den Schaderreger 'Septoria-Blattdürre (Septoria tritici)' aus, um eine vollständige, tagesaktuelle Liste aller in Deutschland registrierten Fungizide inklusive ihrer Wirkstoffklassen und Anwendungsbestimmungen anzuzeigen.

Warum ist der Wechsel der Wirkstoffklassen bei der Bekämpfung von Rhynchosporium in Gerste so wichtig?

Rhynchosporium secalis neigt zur Selektion resistenter Stämme gegenüber bestimmten Fungizidgruppen. Da Mizona Wirkstoffe aus den Klassen der SDHI und Strobilurine enthält, sollte in einer Spritzfolge unbedingt ein Partner oder ein Folgeprodukt mit einem anderen Wirkungsmechanismus (z. B. ein Triazol aus der FRAC-Gruppe 3) integriert werden, um die Wirksamkeit aller Wirkstoffklassen langfristig zu sichern.