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Sonstige · Zenith Crop Sciences Bulgaria LTD

MONEO

BVL Zul.-Nr. 008627-61

MONEO ist ein hochselektives, systemisches Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von einkeimblättrigen Schaderregern in zweikeimblättrigen Kulturen. Das Herbizid ist in Deutschland für den Einsatz in Winterraps und Ackerbohnen registriert. Als Emulsionskonzentrat (EC) formuliert, lässt sich das Produkt einfach handhaben und zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme über die grünen Pflanzenteile der Schadgräser aus.

Das Wirkungsspektrum umfasst einjährige einkeimblättrige Unkräuter, hartnäckiges Ausfallgetreide sowie ausdauernde Schadgräser wie die Gemeine Quecke. Durch die selektive Wirkung werden die behandelten Kulturen geschont, während die konkurrierenden Gräser effektiv im Wachstum gestoppt werden. Dies sichert deinen Kulturen in der kritischen Auflauf- und Etablierungsphase einen entscheidenden Wachstumsvorsprung.

Wirkstoffe

Quizalofop-P-ethyl
50 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in MONEO enthaltene Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl gehört zur chemischen Gruppe der Aryloxyphenoxypropionate (bekannt als „Fops“) und ist in die HRAC-Gruppe 1 (ehemals Gruppe A) klassifiziert. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der selektiven Hemmung des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase (ACCase), welches eine Schlüsselrolle bei der Fettsäuresynthese von einkeimblättrigen Pflanzen spielt. Nach der Applikation dringt der Wirkstoff rasch in das Blattgewebe ein und wird systemisch im Phloem und Xylem zu den aktiven Wachstumszonen (Meristemen) transportiert. Dort verzögert die Blockade der Fettsäuresynthese den Aufbau neuer Zellmembranen, was zu einem sofortigen Wachstumsstopp führt. Zweikeimblättrige Kulturen besitzen eine strukturell andere ACCase, weshalb sie gegenüber dem Wirkstoff vollständig tolerant sind. Sichtbare Symptome wie Verfärbungen und das Absterben der Herzblätter zeigen sich nach einigen Tagen.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Wirkstoffresistenzen bei Schadgräsern – insbesondere bei windhalm- oder ackerfuchsschwanzdominierten Standorten – vorzubeugen, solltest du MONEO stets in ein integriertes Resistenzmanagement einbinden. Vermeide den ausschließlichen, wiederholten Einsatz von ACCase-Hemmern (HRAC-Gruppe 1) auf derselben Fläche. Nutze stattdessen Fruchtfolgemaßnahmen, mechanische Unkrautbekämpfung und wechsle in der Spritzfolge mit Herbiziden ab, die über andere Wirkungsmechanismen verfügen (z. B. HRAC-Gruppen 3 oder 15).

Mischbarkeit & Tankmischung

MONEO ist im Allgemeinen gut mit vielen gängigen Fungiziden, Insektiziden und flüssigen Blattdüngern mischbar. Bei geplanten Tankmischungen mit Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter (Breitband-Herbizide) kann jedoch ein Antagonismus auftreten, der die Gräserwirkung abschwächt. Um die volle Wirksamkeit gegen Schadgräser abzusichern, empfiehlt es sich, im Zweifel eine Solo-Anwendung durchzuführen oder einen zeitlichen Abstand von einigen Tagen zwischen den Behandlungen einzuhalten. Achte stets auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und eine feine Tropfenbenetzung.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit MONEO ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (Schutzanzug, Schutzhandschuhe und Augenschutz) bei der Anmischung und Ausbringung obligatorisch. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen ist eine direkte Abdrift in angrenzende Biotope strikt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen nicht in blühenden Beständen oder an Orten mit aktivem Bienenflug durchführen; verlege die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterrapsGemeine Quecke13–192.5 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsAusfallgetreide13–191 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeGemeine Quecke13–392.5 LITER_PER_HECTARE110T
WinterrapsGemeine Quecke13–192.5 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter13–391.25 LITER_PER_HECTARE110T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter13–191.5 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter13–191.5 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsAusfallgetreide13–191 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie erkennst du, ob MONEO bei den Schadgräsern bereits wirkt?

Der tatsächliche Wachstumsstopp setzt fast unmittelbar nach der Benetzung ein, sodass die Gräser keine Nährstoffe mehr entziehen. Sichtbar wird der Erfolg nach etwa 7 bis 10 Tagen: Die jüngsten Herzblätter im Inneren der Grasbüschel verfärben sich gelblich-braun, lassen sich leicht herausziehen und sterben schließlich vollständig ab.

Was musst du bei der Bekämpfung der Gemeinen Quecke beachten?

Da die Gemeine Quecke über ein weit verzweigtes Rhizomsystem verfügt, muss zum Zeitpunkt der Behandlung genügend Blattmasse (ca. 15–20 cm Wuchshöhe) vorhanden sein. Nur so kann ausreichend Wirkstoff aufgenommen und bis in die Wurzelspitzen transportiert werden. Nutze für diese Indikation die höhere zugelassene Aufwandmenge.

Welchen Einfluss hat die Witterung auf den Behandlungserfolg?

Die beste Wirkung erzielst du bei wüchsigem Wetter mit milden Temperaturen und ausreichender Luftfeuchtigkeit, da die Schadgräser dann voll im Stoffwechsel stehen. Vermeide Behandlungen bei extremer Trockenheit, Frostgefahr oder starker Hitze, da gestresste Gräser eine dicke Wachsschicht (Kutikula) bilden, die das Eindringen des Wirkstoffs erschwert.

Kannst du MONEO auch bei niedrigen Temperaturen im Herbst spritzen?

Ja, eine Anwendung im Herbst gegen Ausfallgetreide im Winterraps ist möglich, solange die Schadgräser noch aktiv assimilieren und kein Dauerfrost herrscht. Die Wirkungsgeschwindigkeit ist bei kühlen Temperaturen zwar verlangsamt, die finale Endwirkung bleibt jedoch voll erhalten.

Wie verhältst du dich, wenn kurz nach der Anwendung Regen droht?

Der Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl wird von den Blättern der Schadgräser sehr schnell aufgenommen. In der Regel ist das Pflanzenschutzmittel bereits ein bis zwei Stunden nach der Applikation regenfest, sodass ein späterer Niederschlag die Herbizidleistung nicht mehr beeinträchtigt.