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OTHER · Syngenta Agro GmbH

Peak

BVL Zul.-Nr. 004788-00

Peak von Syngenta ist ein hochkonzentriertes, systemisches Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern im Mais (Zea mays). Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG) mit dem bewährten Wirkstoff Prosulfuron, bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Flexibilität und ausgeprägte Breitenwirkung im Nachauflauf.

Dank seiner schnellen Aufnahme über die Blätter und in geringerem Maße über die Wurzeln blockiert Peak das Wachstum der Schaderreger unmittelbar nach der Anwendung. Es hat sich als verlässlicher Baustein in modernen Herbizidstrategien etabliert, um hartnäckige Unkrautarten im Maisanbau effektiv und nachhaltig zu kontrollieren.

Wirkstoffe

Prosulfuron
750 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Prosulfuron gehört zur chemischen Gruppe der Sulfonylharnstoffe und ist im HRAC-System in die Gruppe 2 (ehemals Klasse B) eingestuft. Er wirkt als selektiver Inhibitor des Enzyms Acetolactat-Synthase (ALS). Dieses Enzym ist für die Biosynthese der essenziellen, verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin in den Unkräutern unverzichtbar. Nach der Applikation wird der Wirkstoff rasch in den Leitbahnen (Phloem und Xylem) zu den meristematischen Geweben transportiert. Ein unmittelbarer Wachstumsstopp der empfindlichen Schaderreger ist die Folge. Sichtbare Symptome wie Chlorosen an den jüngsten Blättern, gefolgt von Nekrosen und dem vollständigen Absterben der Unkräuter, zeigen sich je nach Witterung innerhalb von ein bis drei Wochen.

Resistenzmanagement

Da Prosulfuron als ALS-Inhibitor (HRAC-Gruppe 2) ein inhärentes Risiko für die Selektion resistenter Biotypen aufweist, ist ein konsequentes Resistenzmanagement unerlässlich. Um der Entstehung von Resistenzen bei einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern vorzubeugen, sollte Peak stets im Wechsel oder in Kombination mit Herbiziden aus anderen Wirkstoffklassen mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus eingesetzt werden. Zudem empfiehlt es sich, mechanische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen in die Gesamtstrategie zu integrieren und stets die volle zugelassene Aufwandmenge zu nutzen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Peak zeichnet sich durch eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit vielen gängigen Maisherbiziden sowie flüssigen Blattdüngern aus. Zur Absicherung der Benetzung und Wirkungsgeschwindigkeit, insbesondere unter trockenen Witterungsbedingungen, wird der Zusatz eines geeigneten, vom Hersteller empfohlenen Netzmittels (Adjuvans) angeraten. Bei Mischungen sollte die Spritzbrühe stets zügig ausgebracht und stehende Reste im Tank vermieden werden. Vor der großflächigen Anwendung empfiehlt sich ein einfacher Mischungstest im kleinen Maßstab.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Peak sind die gesetzlich vorgeschriebenen persönlichen Schutzmaßnahmen (PSA), wie Schutzhandschuhe und Schutzanzug beim Ansetzen und Ausbringen, strikt einzuhalten. Da der Wirkstoff Prosulfuron eine hohe Aktivität gegenüber aquatischen Organismen und terrestrischen Nichtzielpflanzen aufweist, müssen die im Zulassungsbescheid definierten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen (Abdriftminderungsklassen) genau beachtet werden. Das Pflanzenschutzmittel ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nichtbienengefährlich (B4) eingestuft.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter20 GRAM_PER_HECTARE60T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Peak im Mais?

Der optimale Anwendungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Kultur, sobald die einjährigen zweikeimblättrigen Unkräuter aufgelaufen sind und sich im aktiven Wachstum befinden (idealerweise im 2- bis 4-Blatt-Stadium der Unkräuter). Dies sichert eine maximale Wirkstoffaufnahme über das Blattwerk.

Welchen Einfluss hat die Witterung auf die Wirkung von Peak?

Warme, wüchsige Witterungsbedingungen mit ausreichender Luftfeuchtigkeit beschleunigen die Wirkstoffaufnahme und den Transport in der Pflanze, was zu einem schnelleren Absterben der Unkräuter führt. Bei extremer Trockenheit oder Frostgefahr sollte die Behandlung verschoben werden, um Kulturunverträglichkeiten zu vermeiden.

Kann Peak in Kombination mit Bodenherbiziden eingesetzt werden?

Ja, eine Kombination mit bodenwirksamen Partnern ist im Nachauflauf oft sinnvoll, um eine langanhaltende Dauerwirkung gegen spät keimende Unkräuter zu erzielen. Achten Sie dabei stets auf die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner bezüglich der Verträglichkeit in der Kultur.

Was muss beim Nachbau von Folgekulturen nach dem Einsatz von Peak beachtet werden?

Aufgrund des moderaten Abbaus von Prosulfuron im Boden sollten vor dem Anbau von Folgekulturen im Herbst oder im nächsten Frühjahr die spezifischen Wartezeiten und Bodenbearbeitungshinweise beachtet werden. Nach normaler Ernte von Silo- oder Körnermais können im Herbst in der Regel Wintergetreidearten nach einer wendenden Bodenbearbeitung (Pflug) sicher angebaut werden.

Warum ist der Zusatz eines Adjuvans (Netzmittels) bei Peak ratsam?

Da Peak als wasserdispergierbares Granulat formuliert ist, optimiert ein zugesetztes Netzmittel die Benetzung der oft wachshaltigen Unkrautblätter. Dies verbessert das Eindringen des Wirkstoffs Prosulfuron erheblich, insbesondere bei fortgeschrittenem Unkrautwachstum oder unter trockenen Bedingungen.