Pilzfrei Saprol Rosen & Zierpflanzen
Pilzfrei Saprol Rosen & Zierpflanzen von Evergreen Garden Care ist ein bewährtes, anwendungsfertiges Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Echten Mehltaupilzen an Rosen und anderen Zierpflanzen im Haus- und Kleingartenbereich. Als gebrauchsfertige Formulierung (AL - sonstige Flüssigkeiten zur unverdünnten Anwendung) ermöglicht das Produkt eine schnelle, unkomplizierte Behandlung direkt bei den ersten sichtbaren Symptomen, ohne dass ein vorheriges Anmischen erforderlich ist.
Der enthaltene Wirkstoff Schwefel schützt die behandelten Kulturen zuverlässig vor dem gefürchteten Echten Mehltau (Sphaerotheca pannosa an Rosen sowie andere Echte Mehltaupilze an Zierpflanzen), welcher das optische Erscheinungsbild und die Vitalität der Kulturen stark beeinträchtigen kann. Dank der speziellen Formulierung haftet der Wirkstoff optimal auf den Blattoberflächen und entfaltet dort eine langanhaltende Schutzwirkung sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der Wirkstoff Schwefel wird in die FRAC-Gruppe M02 (Multi-Site-Inhibitor) eingestuft. Schwefel dringt in die Sporen und das Myzel der Pilze ein, wo er in den Energiestoffwechsel eingreift. Er fungiert als Elektronenakzeptor in der Atmungskette der Pilzzellen und stört die Zellatmung empfindlich, was letztlich zum Absterben des Schaderregers führt. Neben dieser biochemischen Wirkung besitzt Schwefel eine ausgeprägte Kontakt- und Dampfphase. Bei steigenden Temperaturen verdampft ein Teil des Schwefels auf der Blattoberfläche und bildet eine schützende Gasphase, die auch schwer erreichbare Pflanzenteile erreicht und dort die Keimung von Pilzsporen präventiv verhindert.
Resistenzmanagement
Aufgrund des Multi-Site-Wirkungsmechanismus (FRAC-Gruppe M02) von Schwefel ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielorganismen als äußerst gering einzustufen. Pilzfrei Saprol Rosen & Zierpflanzen eignet sich daher hervorragend als Baustein im Antiresistenzmanagement, um den Selektionsdruck bei der Verwendung von organischen Fungiziden mit spezifischen Wirkorten zu minimieren.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da es sich bei diesem Pflanzenschutzmittel um ein anwendungsfertiges Produkt in einer Sprühflasche handelt, ist eine Tankmischung mit anderen Produkten in der Praxis weder vorgesehen noch empfohlen. Um phytotoxische Reaktionen auf den Blättern zu vermeiden, sollte die Anwendung nicht bei praller Sonne oder Temperaturen über 25 °C erfolgen. Zudem sollte ein zeitlicher Abstand von mindestens 14 Tagen zu Behandlungen mit ölhaltigen Produkten eingehalten werden.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Das Produkt zeichnet sich durch ein günstiges Umweltprofil aus. Schwefel ist ein natürlicher Mineralstoff und wird als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, weshalb es auch auf blühenden Kulturen eingesetzt werden kann. Dennoch sollten beim Ausbringen direkter Kontakt mit den Augen und der Haut vermieden und ein Eintrag des Mittels in Oberflächengewässer konsequent verhindert werden.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Zierpflanzen | Echte Mehltaupilze | 15–93 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Echte Mehltaupilze, Echter Mehltau (Sphaerotheca pannosa) | 15–93 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Pilzfrei Saprol Rosen & Zierpflanzen?
Die Behandlung sollte idealerweise vorbeugend bei Infektionsgefahr oder unmittelbar bei den ersten sichtbaren Symptomen des Echten Mehltaus erfolgen. Da Schwefel über eine Dampfphase wirkt, sind warme, aber nicht extrem heiße Tage (optimal zwischen 15 °C und 25 °C) für die Anwendung besonders geeignet.
Kann das Produkt bei allen Zierpflanzenarten bedenkenlos eingesetzt werden?
Obwohl Schwefel im Allgemeinen gut verträglich ist, können einige empfindliche Zierpflanzenarten oder -sorten (insbesondere bei hohen Temperaturen) mit Blattverbrennungen reagieren. Es wird empfohlen, bei empfindlichen Kulturen vorab eine Testbehandlung an einzelnen Blättern durchzuführen.
Warum sollte Schwefel nicht bei sehr hohen Temperaturen gespritzt werden?
Bei Temperaturen über 25 °C verdampft Schwefel sehr schnell, was zu einer zu hohen Konzentration der Schwefelgase auf der Blattoberfläche führen kann. Dies birgt das Risiko von Phytotoxizität (Blattverbrennungen), insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung.
Wie verträgt sich die Anwendung mit dem Einsatz von Nützlingen?
Schwefel kann eine leicht reduzierende Wirkung auf bestimmte Nützlinge wie Raubmilben haben. Da es sich jedoch um eine lokale Anwendung im Haus- und Kleingarten handelt, erholen sich die Populationen meist schnell. Dennoch sollte der direkte Kontakt mit Nützlingskolonien vermieden werden.
Muss ich nach der Anwendung eine Wartezeit bis zum Schneiden von Rosenblüten einhalten?
Für Zierpflanzen und Rosen ist gesetzlich keine Wartezeit in Tagen vorgeschrieben. Dennoch empfiehlt es sich aus Gründen des Anwenderschutzes, behandelte Pflanzenteile erst nach dem vollständigen Antrocknen des Spritzbelages zu schneiden oder zu berühren.
Wie oft darf das Produkt in einer Saison maximal angewendet werden?
Um die Kulturen optimal zu schützen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen, sollte die maximale Anzahl der Anwendungen gemäß der Gebrauchsanleitung eingehalten werden. Dies beugt auch einer unnötigen Anreicherung von Schwefel auf den Blättern vor.