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Sonstige · Sharda Cropchem Espana S.L.

PRABHA

BVL Zul.-Nr. 00A944-00

PRABHA ist ein leistungsstarkes, systemisches Fungizid, das speziell für den Schutz von Winterweichweizen und Hartweizen entwickelt wurde. Durch die Kombination zweier bewährter Wirkstoffe bietet das Pflanzenschutzmittel einen breiten Schutz gegen ertragsmindernde Pilzkrankheiten. Die flüssige Formulierung ermöglicht eine einfache Handhabung, hervorragende Haftung auf der Blattoberfläche und eine schnelle Aufnahme in die Kultur.

Das Wirkungsspektrum von PRABHA deckt die wirtschaftlich bedeutendsten Schaderreger im Getreideanbau ab. Es schützt die Kulturen zuverlässig vor Septoria-Arten, Braunrost sowie ertragsschädigenden Fusarium-Arten. Durch den gezielten Einsatz in der Vegetationsperiode sichert das Mittel die Vitalität der Bestände und legt das Fundament für hohe Erträge und Qualitäten.

Wirkstoffe

Boscalid
233 g/L · Wirkstoff
Prothioconazol
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirksamkeit von PRABHA basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkmechanismen. Der Wirkstoff Boscalid gehört zur Gruppe der SDHI (Succinat-Dehydrogenase-Inhibitoren, FRAC-Gruppe 7). Er greift direkt in den Atmungskreislauf der Pilzzellen ein, indem er den Komplex II der mitochondrialen Atmungskette blockiert. Dadurch wird die Energieproduktion der Schaderreger unterbunden, was zum Wachstumsstopp und Absterben des Pilzes führt. Ergänzt wird dieser Effekt durch Prothioconazol, einen Wirkstoff aus der Gruppe der Triazolinthione (DMI-Fungizide, FRAC-Gruppe 3). Prothioconazol hemmt die Demethylierung in der Ergosterol-Biosynthese der Pilzzellwand. Ohne Ergosterol verliert die Zellmembran des Schaderregers ihre strukturelle Integrität und Funktion. Diese Kombination aus protektiver und kurativer Wirkung schützt die Kultur sowohl vorbeugend als auch in frühen Infektionsstadien.

Resistenzmanagement

Um die langfristige Wirksamkeit von PRABHA zu sichern und der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, solltest du ein konsequentes Antiresistenzmanagement betreiben. Da das Produkt bereits zwei unterschiedliche Wirkstoffklassen (FRAC-Gruppen 3 und 7) kombiniert, ist das inhärente Risiko minimiert. Dennoch empfiehlt es sich, PRABHA im Rahmen einer Spritzfolge abwechselnd mit Fungiziden einzusetzen, die über andere Wirkmechanismen verfügen. Halte dich stets an die empfohlenen Aufwandmengen und vermeide wiederholte Solobehandlungen mit Wirkstoffen derselben Wirkstoffgruppe in einer Saison.

Mischbarkeit & Tankmischung

PRABHA zeichnet sich durch eine gute physikalische Mischbarkeit mit gängigen Herbiziden, Insektiziden und Wachstumsregulatoren aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner beachten und vorab eine kleine Mischprobe (Kübeltest) durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide extreme pH-Werte des Spritzwassers. Um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden, sollten Tankmischungen bevorzugt bei abgetrockneten Beständen und moderaten Temperaturen ausgebracht werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit PRABHA steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt an erster Stelle. Trage bei der Vorbereitung der Spritzbrühe und während der Applikation stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Handschuhen und Augenschutz. Da keine spezifische Bieneneinstufung im Datenblatt angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern die Anwendung nicht in blühende Kulturen oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind; verlege die Behandlung idealerweise in die späten Abendstunden. Vermeide zudem jegliche Abdrift auf angrenzende Gewässer und Saumstrukturen, um aquatische Organismen und die lokale Fauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterweichweizenFusarium-Arten39–591.5 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenBraunrost (Puccinia recondita f. sp. tritici)30–591.5 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenFusarium-Arten39–591.5 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenBraunrost (Puccinia recondita f. sp. tritici)30–591.5 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenSeptoria-Arten (Septoria spp.)30–591.5 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenSeptoria-Arten (Septoria spp.)30–591.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit PRABHA gegen Fusarium?

Der beste Schutz gegen Fusarium-Arten wird erzielt, wenn du PRABHA vorbeugend in den späten Entwicklungsstadien der Kultur bis zum Ende des Ährenschiebens (BBCH 59) applizierst. Achte besonders auf feucht-warme Witterungsperioden, die Infektionen begünstigen, und behandle vor dem Einsetzen von vorhergesagten Niederschlägen.

Kann ich PRABHA auch in Sommerweizen einsetzen?

Nein, laut den aktuellen Zulassungsdaten ist PRABHA spezifisch für den Einsatz in Winterweichweizen (TRZAW) und Hartweizen (TRZDW) registriert. Für Sommerweizen solltest du auf andere, speziell dafür zugelassene Pflanzenschutzmittel ausweichen.

Wie verhält sich PRABHA bei kühlen Temperaturen im Frühjahr?

Dank der systemischen Eigenschaften der Wirkstoffe ist PRABHA auch bei mäßigen Frühjahrstemperaturen ab ca. 8–10 °C gut wirksam. Für eine optimale Aufnahme und Verteilung in der Kultur sind jedoch wüchsige Bedingungen und eine aktive Transpiration der Pflanzen von Vorteil.

Warum kombiniert PRABHA ein SDHI mit einem Triazol?

Diese Kombination bietet dir zwei entscheidende Vorteile: Zum einen decken Boscalid (SDHI) und Prothioconazol (Triazol) unterschiedliche Stadien der Pilzentwicklung ab, was die Gesamtwirkung verstärkt. Zum anderen greifen sie an verschiedenen Stellen im Stoffwechsel des Schaderregers an, was das Risiko einer Resistenzbildung im Vergleich zu Einzelsubstanzen drastisch senkt.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech alternative Produkte für mein Antiresistenzmanagement?

Du kannst im Hub gezielt nach den Wirkstoffgruppen (FRAC-Klassen) filtern. Suche nach Fungiziden, die weder der Gruppe 3 (DMIs) noch der Gruppe 7 (SDHIs) angehören – wie beispielsweise Kontaktwirkstoffe –, um diese in deine Spritzfolge zu integrieren.

Welche Wassermenge wird für die Applikation von PRABHA empfohlen?

Für eine gleichmäßige Benetzung des Bestandes, insbesondere bei dichteren Kulturen im Schossen (ab BBCH 30), empfiehlt sich eine Wassermenge von 200 bis 400 Litern pro Hektar. Verwende feine bis mittlere Tropfenspektren, um auch die unteren Blattetagen optimal zu erreichen.