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OTHER · Syngenta Agro GmbH

PRIMO MAXX II

BVL Zul.-Nr. 008361-00

PRIMO MAXX II von Syngenta ist ein hochmoderner, flüssiger Wachstumsregler, der speziell für die professionelle Pflege von Rasenflächen im Zier- und Sportbereich sowie auf Golfplätzen entwickelt wurde. Durch die gezielte Regulierung des Längenwachstums unterstützt dieses Pflanzenschutzmittel Greenkeeper und Landschaftspfleger dabei, dichte, strapazierfähige und optisch ansprechende Grasnarben zu etablieren. Die Formulierung ist optimal auf die Bedürfnisse von intensiv gepflegten Gräsern abgestimmt.

Der enthaltene Wirkstoff Trinexapac greift direkt in den Hormonhaushalt der Gräser ein. Dies führt zu einer deutlichen Halmverkürzung und einer Hemmung des Triebwachstums, wodurch nicht nur der Mähaufwand signifikant reduziert, sondern auch die Bestockung und das Wurzelwachstum gefördert werden. Das Produkt ist für wichtige Rasengräser wie das Deutsche Weidelgras hervorragend verträglich und optimiert die Stressresistenz der Kulturen gegenüber Trockenheit und intensiver Nutzung.

Wirkstoffe

Trinexapac
116.4 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Trinexapac gehört zur chemischen Gruppe der Cyclohexandione und wirkt als Hemmstoff der Gibberellinsynthese. Gibberelline sind pflanzeneigene Hormone, die maßgeblich für das Streckungswachstum der Zellen verantwortlich sind. Durch die Blockade des Enzyms GA20-3beta-Hydroxylase im späten Stadium der Biosynthese wird die Bildung von aktivem Gibberellin unterbunden. Infolgedessen verkürzen sich die Internodien der Gräser, was zu einem kompakteren Wuchs führt. Da die Kultur weniger Energie in das vertikale Längenwachstum investieren muss, verlagert sie ihre Ressourcen in das Wurzelnetzwerk, die Seitentriebbildung (Bestockung) und die Einlagerung von Kohlenhydraten. Dies führt zu einer dichteren Grasnarbe und einer verbesserten Vitalität der behandelten Kulturen.

Resistenzmanagement

Da es sich bei PRIMO MAXX II um einen Wachstumsregler und nicht um ein Herbizid oder Fungizid handelt, steht das klassische Resistenzmanagement im Sinne von Wirkstoffresistenzen bei Schaderregern hier nicht im Vordergrund. Dennoch sollte die Anwendung stets im Rahmen eines integrierten Pflegemanagements erfolgen. Um physiologische Einseitigkeiten zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Applikationsintervalle an die tatsächlichen Wachstumsbedingungen, die Nährstoffversorgung und den Zustand der Kulturen anzupassen. Eine ausgewogene Stickstoffdüngung unterstützt die optimale Wirkung und verhindert eine vorzeitige Erschöpfung der Gräser.

Mischbarkeit & Tankmischung

PRIMO MAXX II zeichnet sich durch eine hervorragende Mischbarkeit aus und kann in der Praxis gut mit flüssigen Rasendüngern, Eisenpräparaten oder ausgewählten Fungiziden kombiniert werden. Bei Tankmischungen ist darauf zu achten, dass die Komponenten nacheinander vollständig im Tank gelöst werden, wobei PRIMO MAXX II in der Regel als letzte Komponente hinzugefügt wird. Die Anwendung sollte auf trockenen Gräsern erfolgen, um ein optimales Eindringen des Wirkstoffs über das Blattgewebe zu gewährleisten. Extrem hartes Wasser oder extreme pH-Werte des Spritzwassers sollten vermieden werden, um die Stabilität der Spritzbrühe nicht zu gefährden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung, strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässerorganismen und der umliegenden Flora und Fauna sind die in den Zulassungsbestimmungen definierten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern einzuhalten. Das Produkt ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft (B4), dennoch sollte ein direkter Eintrag in blühende Bestände oder auf von Bienen beflogene Flächen vermieden werden, um jegliche Risiken für Nützlinge zu minimieren.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenHalmverkürzung2.4 LITER_PER_HECTARE
RasenHalmverkürzung2.4 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenHemmung des Triebwachstums0–392.4 LITER_PER_HECTARE
RasenHalmverkürzung1.6 LITER_PER_HECTARE
RasenHalmverkürzung, Deutsches Weidelgras3.2 LITER_PER_HECTARE
RasenHalmverkürzung0.4 LITER_PER_HECTARE
RasenHalmverkürzung2.4 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenHemmung des Triebwachstums0–392.4 LITER_PER_HECTARE
RasenHalmverkürzung3.2 LITER_PER_HECTARE
RasenHalmverkürzung, Deutsches Weidelgras3.2 LITER_PER_HECTARE
RasenHalmverkürzung, Deutsches Weidelgras3.2 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die erste Anwendung von PRIMO MAXX II im Frühjahr?

Die erste Behandlung sollte im Frühjahr erfolgen, sobald die Gräser das aktive Wachstum aufgenommen haben und die Bodentemperaturen konstant über 8–10 °C liegen. Dies entspricht in der Regel dem Beginn der Bestockung (ab BBCH-Stadium 21–25). Eine zu frühe Anwendung bei Frostgefahr kann das Wachstum der Kulturen zu stark hemmen.

Wie wirkt sich die Anwendung auf den Wasserbedarf und die Trockentoleranz des Rasens aus?

Durch die Hemmung des vertikalen Wachstums investiert die Pflanze mehr Energie in das Wurzelwachstum. Ein tieferes und dichteres Wurzelsystem ermöglicht es den Gräsern, Wasser und Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten zu erschließen, was die Trockentoleranz und Hitzeresistenz der Rasenflächen im Sommer erheblich steigert.

Kann PRIMO MAXX II unmittelbar vor oder nach dem Mähen ausgebracht werden?

Es wird empfohlen, das Produkt nicht direkt vor dem Mähen anzuwenden, da der Wirkstoff über das Blatt aufgenommen wird und Zeit zur Translokation benötigt. Ideal ist eine Applikation etwa 1 bis 2 Tage nach dem Schnitt, wenn die Schnittwunden abgetrocknet sind, oder mindestens 3 bis 4 Stunden vor dem nächsten Mähvorgang.

Welche Rolle spielt die Nährstoffversorgung bei der Behandlung mit diesem Wachstumsregler?

Eine bedarfsgerechte Stickstoff- und Kaliumversorgung ist entscheidend. Da PRIMO MAXX II das Längenwachstum bremst, aber die Bestockung anregt, benötigt die Pflanze ausreichend Nährstoffe, um eine dichte, grüne Grasnarbe aufzubauen. Eine Kombination mit Flüssigdüngern kann den sogenannten 'Grün-Effekt' (Color-Enhancement) zusätzlich verstärken.

Wie verhält sich das Produkt bei Regen kurz nach der Applikation?

PRIMO MAXX II ist dank seiner modernen Formulierung schnell regenfest. In der Regel ist der Wirkstoff bereits 1 bis 2 Stunden nach der Anwendung so weit in das Blattgewebe eingedrungen, dass nachfolgender Niederschlag die Wirkung nicht mehr negativ beeinflusst.

Warum ist die Regulierung des Deutschen Weidelgrases (Lolium perenne) mit diesem Produkt besonders vorteilhaft?

Deutsches Weidelgras zeichnet sich durch ein sehr rasches und regenerationsstarkes Wachstum aus, was im Sportrasenbereich zu hohem Mähaufwand führt. PRIMO MAXX II bremst dieses Längenwachstum gezielt aus, ohne die Regenerationsfähigkeit bei Trittschäden zu beeinträchtigen, wodurch die Pflegeeffizienz massiv gesteigert wird.