Roundup Alphée
Roundup Alphée ist ein anwendungsfertiges Herbizid (Ready-to-Use-Formulierung) von Evergreen Garden Care, das speziell für den Einsatz im Haus- und Kleingartenbereich sowie auf Nichtkulturland ohne Holzgewächse konzipiert ist. Mit einer Wirkstoffkonzentration von 9,7 g/l Glyphosat bietet es eine anwenderfreundliche und sichere Handhabung, ohne dass ein vorheriges Mischen oder Dosieren erforderlich ist.
Das Pflanzenschutzmittel zeichnet sich durch ein breites Wirkungsspektrum aus, das sowohl ein- als auch zweikeimblättrige Unkräuter zuverlässig erfasst. Da es sich um ein nicht-selektives Blattherbizid handelt, wird der Wirkstoff über die grünen Pflanzenteile aufgenommen und systemisch in der gesamten Pflanze bis in die Wurzelspitzen transportiert. Dies garantiert eine nachhaltige Wirkung auch bei hartnäckigen, mehrjährigen Unkrautarten.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der enthaltene Wirkstoff Glyphosat gehört zur HRAC-Gruppe 9 (ehemals Gruppe G) und fungiert als Inhibitor des Enzyms 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS). Dieses Enzym ist ein Schlüsselakteur im Shikimatweg, einem Stoffwechselpfad, der ausschließlich in Pflanzen, Pilzen und Bakterien vorkommt und für die Synthese essenzieller aromatischer Aminosäuren wie Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan verantwortlich ist. Durch die Blockade dieses Enzyms wird die Proteinsynthese der behandelten Schaderreger unterbrochen, was zu einem vollständigen Wachstumsstopp führt. Die sichtbaren Symptome – beginnend mit Chlorosen an den jüngsten Blättern, gefolgt von Nekrosen und dem Absterben der gesamten Pflanze – treten je nach Witterung nach einigen Tagen bis zwei Wochen auf. Da der Wirkstoff im Boden rasch adsorbiert und mikrobiell abgebaut wird, besitzt er keine nennenswerte Bodenwirkung.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von herbizidresistenten Unkrautbiotypen vorzubeugen, sollte die Anwendung von Roundup Alphée stets in ein integriertes Unkrautmanagement eingebettet sein. Da Glyphosat der HRAC-Gruppe 9 angehört, empfiehlt es sich, mechanische Maßnahmen wie Hacken oder Mulchen mit dem gezielten Einsatz dieses Pflanzenschutzmittels abzuwechseln. Bei wiederholten Behandlungen auf derselben Fläche ist darauf zu achten, dass überlebende Unkräuter mechanisch entfernt werden, um eine Selektion resistenter Individuen konsequent zu verhindern.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da es sich bei Roundup Alphée um ein gebrauchsfertiges Produkt in einer speziellen Applikationsflasche handelt, ist eine Tankmischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Düngemitteln weder vorgesehen noch anwendungstechnisch empfohlen. Das Produkt ist optimal formuliert, um ohne zusätzliche Netzmittel oder Adjuvanzien eine maximale Benetzung und Wirkstoffaufnahme über das Blattwerk zu gewährleisten. Für eine optimale Wirkung sollte die Anwendung auf trockenen Pflanzenbeständen bei wüchsiger Witterung erfolgen, wobei in den ersten Stunden nach der Behandlung kein Regen fallen sollte.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Bei der Ausbringung von Roundup Alphée steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt im Vordergrund. Obwohl das Produkt für den Haus- und Kleingartenbereich formuliert ist, wird das Tragen von geeigneter Arbeitskleidung und Schutzhandschuhen empfohlen. Um Abschwemmungen in Oberflächengewässer zu vermeiden, darf das Mittel nicht auf versiegelten Flächen oder in unmittelbarer Nähe von Gewässern angewendet werden. Das Produkt ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Wildkräutern zur Schonung von Bestäuberinsekten vermieden werden.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Ziergehölze | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 0.03300000156741589 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Kernobst | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 0.03300000156741589 LITER_PER_SQUARE_METER | 42T |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung von Roundup Alphée?
Die Behandlung sollte bei wüchsiger Witterung und ausreichender Blattfläche der Schaderreger erfolgen. Die Unkräuter müssen aktiv assimilieren, damit der systemische Wirkstoff optimal aufgenommen und bis in die Wurzeln transportiert werden kann. Idealerweise ist es warm und trocken, und es sollte mindestens 6 Stunden nach der Spritzung nicht regnen.
Kann Roundup Alphée auf gepflasterten Wegen oder Terrassen angewendet werden?
Nein, die Anwendung von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln auf versiegelten Flächen wie Pflaster, Platten oder Asphalt ist in Deutschland streng reglementiert und in der Regel genehmigungspflichtig, um den Eintrag in die Kanalisation und Gewässer zu verhindern. Die Anwendung ist auf gärtnerisch genutzte Flächen und Nichtkulturland ohne Versiegelung beschränkt.
Wie lange muss ich nach der Behandlung warten, bevor Haustiere die Fläche wieder betreten dürfen?
Sobald der Spritzbelag auf den behandelten Unkräutern vollständig angetrocknet ist, können Haustiere die Flächen wieder betreten. Es wird jedoch empfohlen, Tiere während der eigentlichen Applikation fernzuhalten, um eine direkte Benetzung oder das Ablecken des feuchten Mittels zu verhindern.
Wirkt Roundup Alphée auch gegen tiefwurzelnde Unkräuter wie Löwenzahn oder Disteln?
Ja, dank der systemischen Eigenschaften von Glyphosat wird der Wirkstoff nach der Aufnahme über das Blatt aktiv in die Speicherorgane und Wurzeln transportiert. Dadurch werden auch hartnäckige, tiefwurzelnde zweikeimblättrige Unkräuter wie Löwenzahn, Disteln oder Quecken nachhaltig bis in die Wurzelspitzen bekämpft.
Kann ich nach der Anwendung von Roundup Alphée direkt neue Kulturen einsäen?
Da Glyphosat im Boden extrem schnell inaktiviert und biologisch abgebaut wird, besteht keine Gefahr für nachfolgende Kulturen über den Bodenweg. Dennoch sollte gewartet werden, bis die behandelten Unkräuter vollständig abgestorben und gegebenenfalls mechanisch entfernt sind (meist nach ca. 7 bis 10 Tagen), um ein sauberes Saatbett zu gewährleisten.
Wie erkenne ich, ob die Behandlung mit Roundup Alphée erfolgreich war?
Erste Symptome zeigen sich je nach Temperatur nach einigen Tagen durch eine Gelbfärbung (Chlorose) der jüngeren Blätter und Triebe. Im weiteren Verlauf verwelkt die Pflanze, wird braun und stirbt innerhalb von 10 bis 14 Tagen vollständig ab. Bei kühler Witterung kann sich dieser Prozess etwas verzögern.