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OTHER · SUMITOMO CHEMICAL

Sabarun

BVL Zul.-Nr. 00A145-62

Sabarun ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von Pilzkrankheiten in Weizen (insbesondere Sommerweichweizen). Als modernes Fungizid, formuliert als flüssiges Konzentrat, bietet es Getreideanbauern eine zuverlässige Lösung zum Schutz des Ertragspotenzials und der Kornqualität gegen ertragsmindernde Schaderreger.

Das Wirkspektrum von Sabarun deckt die wirtschaftlich bedeutendsten Blatt- und Ährenkrankheiten ab. Dazu gehören die Septoria-Blattdürre (Septoria tritici), Echter Mehltau sowie Gelb- und Braunrost. Darüber hinaus zeigt das Mittel eine hervorragende Wirkung gegen Fusarium-Arten, die nicht nur den Ertrag schmälern, sondern auch die Qualität des Ernteguts durch Mykotoxine belasten können.

Durch seine systemischen Eigenschaften wird der Wirkstoff schnell von den grünen Pflanzenteilen aufgenommen und akropetal in der Kultur verteilt. Dies gewährleistet sowohl eine kurative Wirkung gegen bereits etablierte Infektionen als auch einen langanhaltenden protektiven Schutz für neu zuwachsende Blätter während der kritischen Wachstumsphasen.

Wirkstoffe

Bromuconazol
300 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Sabarun enthaltene Wirkstoff Bromuconazol gehört zur chemischen Klasse der Triazole und ist in die FRAC-Gruppe 3 (Demethylierungs-Inhibitoren, DMI) eingestuft. Die biochemische Wirkung basiert auf der Hemmung der C14-Demethylase im Biosyntheseweg des Ergosterols, einem essenziellen Baustein der Pilzzellmembran. Ohne Ergosterol verliert die Zellmembran der Schaderreger ihre strukturelle Integrität und Funktionalität, was letztlich zum Absterben des Pilzmyzels führt. Dank dieser systemischen Wirkungsweise dringt Bromuconazol rasch in das Blattgewebe ein. Es stoppt das Wachstum bereits eingedrungener Pilzhyphen (kurativer Effekt) und verhindert gleichzeitig das Keimen und Eindringen neuer Sporen (protektiver Effekt). Dies macht Sabarun zu einem flexiblen Werkzeug im integrierten Pflanzenschutz.

Resistenzmanagement

Zur Vermeidung von Resistenzbildungen bei den Zielpathogenen – insbesondere bei der Septoria-Blattdürre – sollte Sabarun stets im Rahmen einer vorausschauenden Antiresistenzstrategie eingesetzt werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wirkstoffwechsel mit Fungiziden anderer Wirkstoffklassen (wie z. B. Carboxamiden/SDHI oder Strobilurinen) innerhalb der Spritzfolge. Zudem empfiehlt sich bei hohem Befallsdruck die Kombination mit Kontaktfungiziden (Multisite-Inhibitoren), um das Risiko einer Selektion resistenter Biotypen zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Sabarun zeichnet sich durch eine gute physikalische und biologische Mischbarkeit mit gängigen Herbiziden, Insektiziden und Wachstumsregulatoren aus, die im Weizenanbau eingesetzt werden. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wassermenge (mindestens 200 l/ha) und eine kontinuierliche Rührung im Spritztank zu achten. Vor dem Ansetzen größerer Mischungen wird ein einfacher Mischbarkeitstest im Kleingebinde empfohlen. Die Zugabe von Additiven kann die Benetzung und Wirkstoffaufnahme unter trockenen Bedingungen optimieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Sabarun ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen, obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen und der aquatischen Umwelt sind die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen) strikt einzuhalten. Das Mittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Kulturen oder Unkräutern während des Bienenflugs vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WeizenBraunrost (Puccinia recondita)30–611 LITER_PER_HECTARE
WeizenFusarium-Arten61–691 LITER_PER_HECTARE42T
WeizenGelbrost (Puccinia striiformis)30–611 LITER_PER_HECTARE
WeizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–611 LITER_PER_HECTARE
WeizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–611 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Sabarun gegen Fusarium-Arten im Weizen?

Die gezielte Bekämpfung von Fusarium-Arten sollte idealerweise während der Blüte (BBCH 61 bis 65) erfolgen. Eine Applikation in diesem engen Zeitfenster schützt die Ähre direkt vor der Infektion durch Sporen, die insbesondere bei feucht-warmer Witterung während der Blütezeit aufgeweht werden.

Kann Sabarun auch bei kühleren Temperaturen im Frühjahr eingesetzt werden?

Ja, Bromuconazol besitzt eine gute Temperaturflexibilität. Dennoch entfaltet das systemische Pflanzenschutzmittel seine volle Wirkung, wenn die Kultur aktiv wächst (idealerweise ab ca. 8–10 °C), da die Aufnahme und der Transport im Saftstrom der Pflanze dann optimal verlaufen.

Wie verhält sich Sabarun bezüglich der Regenfestigkeit nach der Applikation?

Aufgrund der schnellen systemischen Aufnahme des Wirkstoffs Bromuconazol in das Blattgewebe ist Sabarun bereits etwa zwei Stunden nach der Anwendung regenfest. Einsetzender Niederschlag nach dieser Spanne beeinträchtigt die biologische Wirksamkeit nicht mehr.

Warum ist die Einhaltung der BBCH-Stadien 30 bis 69 bei Sabarun so wichtig?

Diese Spanne deckt die kritische Phase vom Schossen bis zum Ende der Blüte ab. Eine Anwendung vor BBCH 30 ist biologisch meist nicht sinnvoll, während Behandlungen nach BBCH 69 das Risiko von Rückständen im Erntegut erhöhen und die gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit von 42 Tagen bis zur Ernte gefährden können.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Septoria-Blattdürre?

Nutzen Sie hierzu die Such- und Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech. Filtern Sie in der Produktübersicht nach dem Schaderreger „Septoria-Blattdürre (Septoria tritici)“ und der Kultur „Weizen“, um alle in Deutschland registrierten Alternativen und Kombinationspartner anzuzeigen.