Alle Mittel
OTHER · Evergreen Garden Care

Schädlingsfrei Rosen Konzentrat

BVL Zul.-Nr. 00A003-60

Schädlingsfrei Rosen Konzentrat von Evergreen Garden Care ist ein hochwirksames, flüssiges Pflanzenschutzmittel-Konzentrat zur gezielten Bekämpfung eines breiten Spektrums saugender und beißender Schaderreger an Rosen und anderen Zierpflanzen. Die Formulierung vereint die schnelle Kontaktwirkung natürlicher Pyrethrine mit der bewährten, physikalischen Wirkung von Rapsöl. Dadurch eignet sich das Produkt hervorragend für den schnellen und zuverlässigen Einsatz im integrierten Zierpflanzenbau.

Das Wirkspektrum umfasst wirtschaftlich bedeutende Schaderreger wie Blattläuse, Spinnmilben, Schildläuse, Schmierläuse sowie beißende Insekten wie Schmetterlingsraupen und Blattkäfer (Chrysomelidae). Durch den doppelten Ansatz werden nicht nur die aktiven Stadien der Schädlinge bekämpft, sondern auch deren Eier und Larven effektiv erfasst, was eine nachhaltige Befallsreduktion gewährleistet.

Als Emulsionskonzentrat lässt sich das Produkt leicht mit Wasser mischen und zeichnet sich durch eine hervorragende Haftung auf den Blattoberflächen aus. Es ist ein unverzichtbarer Baustein für Gärtner und Profis, die Wert auf eine schnelle Befallskontrolle bei gleichzeitig hoher Kulturverträglichkeit legen.

Wirkstoffe

Pyrethrine
7 g/L · Wirkstoff
Rapsöl
700 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die Wirkung dieses Pflanzenschutzmittels basiert auf einem dualen Wirkmechanismus. Der Wirkstoff Pyrethrine (IRAC-Gruppe 3A) wird aus den Blüten bestimmter Chrysanthemen-Arten gewonnen und blockiert die Natriumkanäle in den Nervenbahnen der Schaderreger. Dies führt zu einer schnellen, unkontrollierten Reizweiterleitung, gefolgt von einer sofortigen Lähmung und dem raschen Absterben der Schädlinge (Knock-down-Effekt). Das enthaltene Rapsöl wirkt rein physikalisch. Nach der Anwendung bildet es einen feinen, luftundurchlässigen Film über den Schaderregern. Dieser Film verstopft die Atemöffnungen (Tracheen) von Insekten und Milben, was zum Erstickungstod führt. Zudem weicht das Öl die schützenden Wachsschichten von Schild- und Schmierläusen auf, wodurch die Pyrethrine leichter in den Schadorganismus eindringen können.

Resistenzmanagement

Durch die Kombination eines physikalisch wirkenden Öls mit dem Nervengift Pyrethrin ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei sachgemäßer Anwendung als äußerst gering einzustufen. Um die Entstehung von Resistenzen dennoch präventiv zu verhindern, sollte dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzes im Wechsel mit Wirkstoffen aus anderen IRAC-Klassen eingesetzt werden, die ein systemisches Wirkprinzip oder einen anderen biochemischen Angriffspunkt aufweisen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Aufgrund des sehr hohen Anteils an Rapsöl (700 g/L) ist bei Tankmischungen besondere Vorsicht geboten. Mischungen mit schwefelhaltigen Produkten, bestimmten Fungiziden oder Blattdüngern können zu schweren Verbrennungen an den Kulturen führen. Vor jeder Mischung sollte ein physikalischer Kompatibilitätstest in einem kleinen Gefäß sowie eine Probeanwendung an einzelnen Pflanzen durchgeführt werden. Die Spritzbrühe muss während des gesamten Misch- und Ausbringungsvorgangs kontinuierlich gerührt werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Konzentrat ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (Arbeitskleidung, Schutzhandschuhe und Augenschutz) zu tragen. Da Pyrethrine hochtoxisch für aquatische Organismen sind, müssen die gesetzlichen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern strikt eingehalten werden, um einen Eintrag durch Abdrift zu verhindern. Zum Schutz von Wildbienen und anderen Bestäubern sollte die Anwendung außerhalb des täglichen Bienenflugs in den Abendstunden erfolgen, wenn die Kulturen nicht mehr von Bienen beflogen werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZierpflanzenSpinnmilben0.0007000000332482159 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSchmierläuse0.0007000000332482159 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSchmetterlingsraupen0.0007000000332482159 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSchildlaus-Arten0.0007000000332482159 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenBlattläuse0.0007000000332482159 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenChrysomelidae0.0007000000332482159 LITER_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von Schädlingsfrei Rosen Konzentrat?

Die Behandlung sollte bevorzugt in den kühleren Morgen- oder Abendstunden und nicht bei direkter Sonneneinstrahlung durchgeführt werden. Hohe Temperaturen über 25 °C und starke UV-Strahlung beschleunigen den Abbau der Pyrethrine und erhöhen das Risiko von Blattschäden (Phytotoxizität) durch den enthaltenen Ölanteil auf den Kulturen.

Warum ist eine tropfnasse Benetzung der Kulturen bei der Anwendung entscheidend?

Da es sich bei den Wirkstoffen um reine Kontaktmittel ohne systemische Wirkung handelt, werden nur Schaderreger erfasst, die direkt von der Spritzbrühe getroffen werden. Insbesondere Spinnmilben und Blattläuse sitzen häufig auf den Blattunterseiten, weshalb eine gründliche Benetzung der gesamten Kultur von allen Seiten zwingend erforderlich ist.

Wirkt das Pflanzenschutzmittel auch gegen die Eier von Schädlingen?

Ja, dank des hohen Anteils an Rapsöl besitzt das Produkt eine ausgeprägte Wirkung auf die Eistadien von Spinnmilben und Insekten. Der feine Ölfilm umschließt die Eier luftdicht, blockiert den Sauerstoffaustausch und führt so zum Absterben der Embryonen, was den Vermehrungszyklus der Schaderreger effektiv unterbricht.

Kann Schädlingsfrei Rosen Konzentrat auch im Gewächshaus eingesetzt werden?

Ja, das Produkt ist für die Anwendung im Freiland sowie unter Glas (Gewächshaus) zugelassen. Bei Anwendungen in geschlossenen Räumen sollte nach der Behandlung für eine ausreichende Belüftung gesorgt werden, damit der Spritzbelag zügig abtrocknen kann und die Atmung der Kulturen nicht beeinträchtigt wird.

Gibt es bekannte Unverträglichkeiten bei bestimmten Rosensorten oder Zierpflanzen?

Obwohl das Mittel im Allgemeinen sehr gut verträglich ist, können manche empfindliche Kulturen oder sehr weiche, junge Triebe auf Ölfilme reagieren. Es wird dringend empfohlen, vor einer großflächigen Behandlung eine Probespritzung an einzelnen Blättern durchzuführen und diese über einige Tage auf eventuelle Verfärbungen oder Blattschäden zu beobachten.

Welche Wartezeit muss vor der Ernte oder dem Betreten der Kulturen eingehalten werden?

Da das Produkt für die Anwendung an Zierpflanzen registriert ist, die nicht für den Verzehr bestimmt sind, ist eine klassische Wartezeit in Tagen regulatorisch nicht relevant. Aus Gründen des Anwenderschutzes sollten die behandelten Kulturen jedoch erst wieder betreten oder bearbeitet werden, wenn der Spritzbelag auf den Blättern vollständig getrocknet ist.