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OTHER · ISK Biosciences Europe N.V.

Shoori

BVL Zul.-Nr. 00A568-00

Shoori ist ein hochmodernes, systemisches Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von saugenden Schaderregern in wichtigen landwirtschaftlichen Kulturen wie Winter- und Sommerweichweizen, Sommertriticale sowie Winterraps. Mit dem bewährten Wirkstoff Flonicamid bietet dieses Präparat eine hervorragende Selektivität und schont wichtige Nützlinge, was es zu einem wertvollen Baustein im integrierten Pflanzenschutz macht.

Als flüssige Formulierung zeichnet sich Shoori durch eine schnelle Aufnahme über das Blatt und eine exzellente systemische sowie translaminare Verteilung in der Kultur aus. Dadurch werden auch versteckt sitzende Schaderreger an den Blattunterseiten oder im dichten Pflanzenbestand zuverlässig erfasst. Das primäre Wirkungsspektrum umfasst verschiedene Blattlausarten, die sowohl als direkte Saugschädlinge als auch als Vektoren für pflanzenpathogene Viren eine erhebliche wirtschaftliche Bedrohung darstellen.

Die Zulassung erstreckt sich über einen weiten Anwendungszeitraum von den frühen Entwicklungsstadien im Frühjahr bis hin zur späten Kornfüllung bzw. Schotenentwicklung. Dank dieser Flexibilität können Landwirte präzise auf das Auftreten von Blattlauskolonien reagieren und Ertrags- sowie Qualitätsverluste effektiv abwenden.

Wirkstoffe

Flonicamid
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Shoori enthaltene Wirkstoff Flonicamid gehört zur chemischen Klasse der Pyridincarboxamide und ist im IRAC-Schema in die Gruppe 29 eingestuft. Er wirkt als selektiver Hemmstoff der Nahrungsaufnahme (Feeding Blocker). Unmittelbar nach dem Kontakt oder der Aufnahme des Wirkstoffs stellen die Blattläuse ihre Saugtätigkeit ein. Dieser Effekt tritt innerhalb weniger Stunden ein, wodurch die Übertragung von Viren sofort unterbunden wird. Da die Schaderreger keinen Pflanzensaft mehr aufnehmen können, sterben sie nach einigen Tagen an Dehydrierung und Energiemangel ab. Da dieser Wirkungsmechanismus sich grundlegend von dem klassischer Pyrethroide oder Organophosphate unterscheidet, zeigt Shoori keine Kreuzresistenzen und wirkt auch gegen Populationen, die bereits Resistenzen gegen andere Wirkstoffklassen entwickelt haben.

Resistenzmanagement

Um die langfristige Wirksamkeit von Shoori zu sichern und der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, ist ein konsequentes Antiresistenzmanagement unerlässlich. Da Flonicamid der IRAC-Gruppe 29 angehört, sollte die Anwendung im Wechsel mit Insektiziden aus anderen Wirkstoffklassen erfolgen. Pro Saison sollte die maximale Anzahl der Behandlungen strikt eingehalten werden. Zudem empfiehlt es sich, Behandlungen nur bei Überschreiten der wirtschaftlichen Schadschwellen durchzuführen, um den Selektionsdruck auf die Schaderreger zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Shoori ist im Allgemeinen gut mischbar mit gängigen Fungiziden, Herbiziden und flüssigen Blattdüngern, die in den zugelassenen Kulturen eingesetzt werden. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wassermenge (mindestens 200 l/ha) zu achten, um eine homogene Benetzung der Kultur zu gewährleisten. Vor dem Ansetzen größerer Mengen wird ein physischer Mischbarkeitstest im Kleinen empfohlen. Die Zugabe von Additiven ist meist nicht erforderlich, kann jedoch unter extrem trockenen Bedingungen die translaminare Penetration unterstützen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Shoori sind die vorgeschriebenen persönlichen Schutzmaßnahmen (PSA) wie Schutzhandschuhe und Schutzkleidung strikt einzuhalten. Ein herausragender Vorteil von Flonicamid ist seine hervorragende Nützlingsschonung; wichtige Gegenspieler wie Marienkäfer, Florfliegen und Schlupfwespen werden geschont, was die biologische Kontrolle im Feld unterstützt. Das Pflanzenschutzmittel ist als bienenungefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zum Schutz von Gewässerorganismen unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstandsauflagen und unter Vermeidung von Abdrift appliziert werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SommerweichweizenBlattläuse39–770.5 LITER_PER_HECTARE28T
WinterweichweizenBlattläuse39–770.5 LITER_PER_HECTARE28T
TriticaleBlattläuse39–770.5 LITER_PER_HECTARE28T
WinterrapsBlattläuse12–180.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Shoori gegen Blattläuse im Getreide?

Die Behandlung sollte sich nach dem Erreichen der regionalen Schadschwellen richten. Im Getreide liegt dieser kritische Zeitpunkt häufig ab dem Ährenschieben (BBCH 51) bis zur späten Milchreife (BBCH 77). Eine frühzeitige Kontrolle verhindert den Aufbau von Massenpopulationen, die den Ertrag durch Honigtauausscheidung und Rußtaupilze mindern.

Wie schnell stoppt Shoori den Schaden an der Kultur nach der Spritzung?

Obwohl die Blattläuse nach der Spritzung noch einige Tage auf den Blättern verbleiben können, stellen sie die Nahrungsaufnahme bereits innerhalb von 30 Minuten bis einer Stunde nach Wirkstoffkontakt vollständig ein. Der Schaden an der Kultur und das Risiko einer Virusübertragung sind somit sofort gestoppt.

Kann Shoori auch bei kühlen Frühjahrstemperaturen im Raps eingesetzt werden?

Ja, die Wirkung von Flonicamid ist weitgehend temperaturunabhängig. Shoori kann bereits bei niedrigeren Temperaturen im zeitigen Frühjahr appliziert werden, sobald die ersten Blattläuse (wie die Grüne Pfirsichblattlaus) in den Rapsbeständen einwandern, um eine frühe Virusübertragung zu verhindern.

Welche Rolle spielt Shoori beim Schutz von Nützlingen im integrierten Anbau?

Shoori ist hochselektiv und schont wichtige natürliche Feinde von Blattläusen wie Schwebfliegenlarven, Florfliegen und Marienkäfer. Diese Nützlinge überleben die Behandlung und können verbleibende oder neu zuwandernde Schädlinge dezimieren, was den Bekämpfungserfolg nachhaltig stabilisiert.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Blattläuse für meine Kulturen?

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