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Sonstiger Schaderreger

Sommerweichweizen

soft wheat (spring)
TRZAS

Sommerweizen (wissenschaftlicher Name: Triticum aestivum var. aestivum, EPPO-Code: TRZAS) ist eine bedeutende einjährige Kultur, die im zeitigen Frühjahr ausgesät wird. Im Vergleich zum Winterweizen weist Sommerweizen eine deutlich kürzere Vegetationszeit auf, zeichnet sich jedoch häufig durch hervorragende Backqualitäten mit hohen Rohproteingehalten aus. Die Kultur dient in der landwirtschaftlichen Praxis oft als wertvolles Bindeglied in der Fruchtfolge, insbesondere nach späten Vorfrüchten wie Zuckerrüben oder Körnermais, oder um witterungsbedingte Auswinterungsschäden von Wintergetreide flexibel auszugleichen.

Aufgrund der raschen Jugendentwicklung stellt Sommerweizen hohe Anforderungen an die Nährstoffverfügbarkeit und eine gleichmäßige Wasserversorgung im Frühjahr. Da das Wurzelsystem in der kurzen Wachstumsphase weniger tief in den Boden vordringt als beim Winterweizen, reagiert die Kultur empfindlicher auf Frühjahrstrockenheit. Eine präzise Führung der Bestände hinsichtlich Düngung und Pflanzenschutz ist daher entscheidend, um das Ertragspotenzial voll auszuschöpfen und die für die Vermarktung geforderten Qualitätskriterien sicher zu erreichen.

Aussaat-/Pflanzzeitraum
Februar bis April
Erntefenster
August bis September
Reihenabstand
12–15 cm
Typischer Ertrag
5,0–7,5 t/ha
Wärmesumme (GDD)
1500–1750 °C
Boden-pH
6,0–7,2

Bodenmanagement

Sommerweizen benötigt ein gut abgesetztes, feinkrümeliges Saatbett, um einen gleichmäßigen Feldaufgang zu gewährleisten. Da die Aussaat sehr früh im Jahr erfolgt, ist eine bodenschonende Bearbeitung zur Vermeidung von Schadverdichtungen essenziell. Eine herbstliche Grundbodenbearbeitung erleichtert die zeitige Aussaat im Frühjahr, sobald der Boden befahrbar ist. Die Kultur bevorzugt tiefgründige, nährstoffreiche Böden mit guter Wasserführung, wie Löss- oder Lehmböden. Eine gezielte Kalkung zur Stabilisierung des pH-Werts im optimalen Bereich sichert die Nährstoffdynamik und unterstützt die Wurzelentwicklung.

Schaderreger-Management

Der Pflanzenschutz im Sommerweizen konzentriert sich auf die Absicherung der Blatt- und Ährengesundheit während der kurzen Vegetationsperiode. Zu den bedeutenden pilzlichen Schaderregern gehört *Parastagonospora nodorum* (Blatt- und Spelzenbräune), die besonders bei feucht-warmer Witterung Ertrag und Qualität gefährdet. Gegen auflaufende Unkräuter und Ungräser wie *Apera spica-venti* (Windhalm) oder *Poa annua* (Einjährige Rispe) ist eine frühzeitige Herbizidbehandlung im Frühjahr ratsam. Zudem müssen tierische Schädlinge wie die Getreideblattlaus (*Sitobion avenae*) ab dem Ährenschieben regelmäßig überwacht werden, um bei Überschreitung der Schadschwellen gezielte Insektizid-Anwendungen durchzuführen. Ein integrierter Ansatz, der Fruchtfolge, Sortenwahl und den gezielten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kombiniert, sichert stabile Erträge.

Sorten

Quintus

mittelspät

Sehr hoch und ertragssicher in allen Anbaulagen.

Resistent gegen: Mehltau, Gelbrost

Anfällig für: Braunrost

Ertragsstarker A-Weizen mit guter Standfestigkeit und breiter Blattgesundheit.

Licamero

mittelfrüh

Hohes bis sehr hohes Ertragspotenzial.

Resistent gegen: Mehltau, Spelzenbräune

Anfällig für: Lagerung

Frohwüchsige Sorte mit sehr guter Bestockung und hoher Kornqualität.

KWS Sharki

mittel

Gutes Ertragsniveau für einen Eliteweizen.

Resistent gegen: Mehltau, Gelbrost

Anfällig für: Fusarium

Qualitätsweizen der Spitzenklasse mit hervorragenden Backeigenschaften.

Servus

mittelfrüh

Konstant gute Erträge auch auf leichteren Standorten.

Resistent gegen: Braunrost, Gelbrost

Anfällig für: Mehltau

Ausgewogene Sorte mit guter Trockentoleranz und stabiler Fallzahl.

Wichtige Schaderreger

Zugelassene Pflanzenschutzmittel

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Häufige Fragen

Wie optimierst du die Stickstoffdüngung beim Sommerweizen für hohe Proteingehalte?

Da Sommerweizen eine sehr kurze Vegetationszeit hat, musst du die Stickstoffgaben präzise timen. Eine betonte Startgabe zur Saat fördert die Bestockung, während eine gezielte Spätgabe zum Ährenschieben (BBCH 51–59) den Rohproteingehalt absichert, der für die Einstufung als Qualitäts- oder Eliteweizen entscheidend ist.

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen Spelzenbräune (Parastagonospora nodorum)?

Eine gezielte Fungizidbehandlung ist meist ab dem Erscheinen des Fahnenblattes bis zur Blüte (BBCH 39–65) am effektivsten. Achte besonders auf feucht-warme Witterungsperioden, da diese die Infektion durch diesen Schaderreger massiv begünstigen.

Wie gehst du mit Spätfrösten nach einer sehr frühen Aussaat im Frühjahr um?

Sommerweizen ist im frühen Jugendstadium erstaunlich frosttolerant und verträgt Temperaturen bis zu -5 °C meist schadlos. Sollten extremere Fröste drohen, hilft eine etwas tiefere Aussaat (ca. 3–4 cm), um den Vegetationspunkt im schützenden Boden zu stabilisieren.

Welche Rolle spielt die Saatstärke bei einer späten Aussaat im April?

Wenn du gezwungen bist, erst spät im April auszusäen, musst du die Saatstärke um 10 bis 15 % erhöhen (auf ca. 380–420 Körner/m²). Da den Pflanzen weniger Zeit für die Bestockung bleibt, muss der Ertrag primär über eine höhere Bestandesdichte abgesichert werden.

Wie kannst du das Risiko von Ährenfusarium bei Sommerweizen minimieren?

Vermeide die Aussaat nach Mais als Vorfrucht, insbesondere bei pflugloser Bodenbearbeitung. Falls während der Blüte (BBCH 61–69) Niederschläge fallen, solltest du zeitnah ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel mit fusizider Wirkung einsetzen, um Mykotoxine im Erntegut zu verhindern.

Wie findest du auf agronomy.farmable.tech die passenden Pflanzenschutzmittel für Sommerweizen?

Nutze die Suchfunktion im Hub und filtere gezielt nach der Kultur 'Sommerweizen' sowie dem spezifischen Schaderreger, den du regulieren möchtest. Achte dabei stets auf die aktuell zugelassenen Aufwandmengen und die vorgeschriebenen Wartezeiten für dein Bundesland.