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Sonstige · Albaugh TKI d.o.o.

STEEPLE

BVL Zul.-Nr. 008400-63

STEEPLE ist ein hochwirksames Bodenherbizid zur gezielten Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen Unkräutern in wichtigen Wintergetreidekulturen. Mit dem bewährten Wirkstoff Flufenacet (480 g/l), formuliert als modernes Suspensionskonzentrat (SC), bietet das Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Grundlage für die Unkrautkontrolle im Herbst. Es wurde speziell für den Einsatz in Winterweichweizen und Wintergerste entwickelt, um ertragsmindernde Ungräser frühzeitig auszuschalten.

Der Fokus der Wirkung liegt auf schwer bekämpfbaren Schadgräsern wie dem Acker-Fuchsschwanz, dem Gemeinen Windhalm und dem Einjährigen Rispengras. Durch seine ausgeprägte Bodenwirksamkeit erfasst STEEPLE die Keimlinge bereits im frühesten Entwicklungsstadium, noch bevor sie in Konkurrenz mit der Kultur treten können. Dies sichert den jungen Getreidepflanzen einen optimalen Start und schützt das Ertragspotenzial von Anfang an.

Wirkstoffe

Flufenacet
480 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in STEEPLE enthaltene Wirkstoff Flufenacet gehört zur HRAC-Gruppe 15 (ehemals K3) und wirkt als Hemmstoff der Biosynthese von sehr langkettigen Fettsäuren (VLCFA). Diese Fettsäuren sind essenzielle Bausteine für den Aufbau von Zellmembranen in den meristematischen Geweben der Pflanzen. Durch die Blockade dieser Synthesekette wird die Zellteilung und das Zellstreckungswachstum in den Wurzel- und Sprossspitzen der keimenden Ungräser nachhaltig gestört. Die Aufnahme erfolgt primär über die Wurzeln und den Hypokotyl- bzw. Koleoptilenbereich der keimenden Schaderreger. Da der Wirkstoff vor allem auf die noch nicht aufgelaufenen oder sich im Keimungsprozess befindlichen Unkräuter wirkt, ist ein feuchter Boden für eine optimale Wirkstoffverteilung und -aufnahme im Boden von entscheidender Bedeutung.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen, insbesondere bei anspruchsvollen Schaderregern wie dem Acker-Fuchsschwanz, wirksam vorzubeugen, solltest du STEEPLE stets in ein integriertes Herbizidmanagement einbinden. Dies bedeutet, dass du den Wirkstoff Flufenacet (HRAC-Gruppe 15) im Rahmen der Fruchtfolge konsequent mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen abwechselst oder kombinierst – beispielsweise mit Wirkstoffen aus den HRAC-Gruppen 2 (ALS-Hemmer) oder 3 (Mikrotubuli-Inhibitoren). Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von VLCFA-Hemmern auf derselben Fläche und nutze auch ackerbauliche Maßnahmen wie eine vielseitige Fruchtfolge und eine angepasste Bodenbearbeitung.

Mischbarkeit & Tankmischung

STEEPLE zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Herbstherbiziden und Zusatzstoffen aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe durchführen. Für eine optimale Wirkung ist eine ausreichende Wasseraufwandmenge zu wählen, um eine gleichmäßige Benetzung des Bodens zu gewährleisten. Die Anwendung sollte bevorzugt auf feuchten, feinkrümeligen Böden erfolgen, da extreme Trockenheit die herbizide Wirkung im Boden vorübergehend einschränken kann.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit STEEPLE ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, bei der Ansetzung der Spritzbrühe und der Anwendung obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklassifizierung in den Zulassungsdaten vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern generell den direkten Kontakt mit blühenden Pflanzen vermeiden und Applikationen vorzugsweise in den Abendstunden durchführen, wenn kein Bienenflug mehr stattfindet. Achte zudem penibel darauf, Abdrift auf angrenzende Gewässer und Nichtzielflächen zu verhindern, um aquatische Organismen und die lokale Flora und Fauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterweichweizenGemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0.5 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenAcker-Fuchsschwanz, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0.5 LITER_PER_HECTARE
WintergersteAcker-Fuchsschwanz, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0.5 LITER_PER_HECTARE
WintergersteGemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung von STEEPLE im Herbst?

Der optimale Anwendungszeitpunkt liegt im Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf der Schaderreger. Da STEEPLE ein Bodenherbizid ist, erzielst du die besten Ergebnisse, wenn die Ungräser noch nicht aufgelaufen oder extrem klein sind und der Boden ausreichend feucht ist, um den Wirkstoff zu aktivieren.

Warum ist ausreichende Bodenfeuchtigkeit für die Wirkung von STEEPLE so wichtig?

Flufenacet wird hauptsächlich über die Wurzeln und die Koleoptile der keimenden Ungräser aufgenommen. Ein feuchter Boden sorgt dafür, dass der Wirkstoff in der Bodenlösung gelöst wird und so aktiv zu den Keimzonen der Schaderreger transportiert werden kann. Bei extremer Trockenheit kann die Wirkung verzögert einsetzen.

Kann ich STEEPLE in einer Tankmischung mit anderen Herbiziden kombinieren?

Ja, STEEPLE lässt sich gut mit vielen blatt- und bodenwirksamen Partnerherbiziden kombinieren, um das Wirkungsspektrum beispielsweise gegen breitblättrige Unkräuter zu erweitern. Achte bei Mischungen immer auf die Verträglichkeit der Partner und führe im Zweifel vorab eine physikalische Mischprobe durch.

Wie hilft mir STEEPLE beim Management von resistentem Acker-Fuchsschwanz?

Da STEEPLE auf dem Wirkstoff Flufenacet (HRAC-Gruppe 15) basiert, besitzt es einen anderen Wirkungsmechanismus als die häufig von Resistenzen betroffenen ALS- oder ACCase-Hemmer. Durch den gezielten Einsatz im Vorauflauf unterbrichst du die Selektion resistenter Biotypen und sicherst die langfristige Wirksamkeit deiner Herbizidstrategie.

Welche Kulturen darf ich nach dem Einsatz von STEEPLE in der Fruchtfolge anbauen?

Nach dem regulären Einsatz von STEEPLE im Wintergetreide im Herbst bestehen für die nachfolgenden Kulturen im normalen Rotationszyklus im folgenden Frühjahr in der Regel keine Einschränkungen. Bei einem vorzeitigen Umbruch der Kultur solltest du jedoch die spezifischen Nachbauhinweise der Gebrauchsanleitung beachten und gegebenenfalls eine tiefe Bodenbearbeitung durchführen.

Wie verhalte ich mich bezüglich des Bienenschutzes bei der Anwendung?

Auch wenn keine explizite Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes darauf achten, dass keine blühenden Unkräuter im Bestand vorhanden sind, wenn du spritzt. Applikationen am späten Nachmittag oder in den Abendstunden minimieren das Risiko für eventuell fliegende Bestäuber zusätzlich.