Taizza Plus 250 SC
Taizza Plus 250 SC ist ein hochwirksames Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern und Hühnerhirse im Mais (ZEAMX). Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, lässt sich das Pflanzenschutzmittel leicht dosieren und zeichnet sich durch eine hervorragende Verteilung im Spritztank aus. Es kombiniert den bewährten herbiziden Wirkstoff Isoxaflutol mit dem modernen Safener Cyprosulfamid, was eine optimale Balance zwischen hoher Unkrautwirkung und exzellenter Kulturverträglichkeit sichert.
Das Pflanzenschutzmittel ist speziell für den frühen Einsatz im Mais konzipiert. Es erfasst ein breites Spektrum an wirtschaftlich bedeutenden Unkräutern sowie die problematische Hühnerhirse bereits im Keimprozess oder im sehr frühen Nachauflauf. Durch die Boden- und Blattwirkung bietet Taizza Plus 250 SC eine langanhaltende Sauberkeit der Bestände während der kritischen Jugendentwicklung des Maises.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der herbizide Wirkstoff Isoxaflutol gehört zur HRAC-Gruppe 27 (HPPD-Inhibitoren). Er blockiert das Enzym p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase, was die Biosynthese von Plastochinon und in der Folge von Carotinoiden unterbricht. Ohne schützende Carotinoide führt das Sonnenlicht zur Zerstörung des Chlorophylls in den Schadpflanzen, was sich visuell durch ein charakteristisches Ausbleichen (Bleaching) der betroffenen Unkräuter und Ungräser äußert, gefolgt von deren Absterben. Um die Kulturverträglichkeit im Mais zu maximieren, enthält Taizza Plus 250 SC den Safener Cyprosulfamid. Dieser Wirkstoff beschleunigt selektiv in den Maispflanzen den Abbau von Isoxaflutol in ungiftige Metaboliten. Dadurch wird die Kultur effektiv vor phytotoxischen Schäden geschützt, während die Schaderreger, denen dieser Entgiftungsmechanismus fehlt, voll erfasst werden.
Resistenzmanagement
Zur Vermeidung von Resistenzen, insbesondere bei der Hühnerhirse und ausdauernden Unkrautarten, solltest du Taizza Plus 250 SC stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Da Isoxaflutol der HRAC-Gruppe 27 angehört, empfiehlt sich der jährliche Wechsel oder die Kombination mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen. Achte zudem auf eine mechanische Unkrautbekämpfung und eine abwechslungsreiche Fruchtfolge, um den Selektionsdruck auf einzelne Wirkstoffklassen nachhaltig zu minimieren.
Mischbarkeit & Tankmischung
Taizza Plus 250 SC ist im Allgemeinen gut mit gängigen Maisherbiziden und flüssigen Düngemitteln mischbar. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleineren Gefäß durchführen. Für eine optimale Wirkung ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit zum Anwendungszeitpunkt entscheidend, da der Wirkstoff primär über die Wurzeln und den Spross der keimenden Unkräuter aufgenommen wird. Die Zugabe von speziellen Additiven kann die Benetzung und Aufnahme bei bereits aufgelaufenen Unkräutern verbessern.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Taizza Plus 250 SC ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, zwingend erforderlich, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da keine spezifische Einstufung zur Bienengefährlichkeit vorliegt, solltest du das Pflanzenschutzmittel aus Vorsorgegründen nicht auf blühende Bestände oder an Orten ausbringen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; eine Anwendung in den Abendstunden ist hierbei zu bevorzugen. Um den Eintrag in Oberflächengewässer und benachbarte Biotope zu verhindern, sind die allgemeinen Abdriftminderungsauflagen strikt einzuhalten und ein direkter Eintrag in Entwässerungssysteme zu vermeiden.
Zugelassene Anwendungen
Häufige Fragen
Wann solltest du Taizza Plus 250 SC im Mais anwenden?
Der optimale Behandlungszeitraum liegt im Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf des Maises im BBCH-Stadium 00 bis 13. Da der Wirkstoff Isoxaflutol vor allem über den Boden wirkt, erzielst du die besten Ergebnisse, wenn die Unkräuter und die Hühnerhirse gerade keimen oder sich im Keimblattstadium befinden und ausreichend Bodenfeuchtigkeit vorhanden ist.
Wie verhält sich das Mittel bei anhaltender Trockenheit nach deiner Spritzung?
Bei extremer Trockenheit kann die Bodenwirkung zunächst eingeschränkt sein, da der Wirkstoff Feuchtigkeit benötigt, um in der Bodenlösung aktiv zu werden. Sobald jedoch Niederschläge fallen, wird der Wirkstoff reaktiviert (sogenannter Reaktivierungseffekt) und erfasst auch später keimende Unkräuter und Hühnerhirse effektiv.
Warum ist ein Safener enthalten und wie schützt er deinen Mais?
Der enthaltene Safener Cyprosulfamid regt in den Maispflanzen die Produktion von pflanzeneigenen Enzymen an, die den herbiziden Wirkstoff Isoxaflutol rasch abbauen. Dadurch verträgt dein Mais die Behandlung ohne Wachstumsdepressionen, während die Schaderreger, die diesen Schutzmechanismus nicht besitzen, zuverlässig bekämpft werden.
Was musst du bei der Anwendung in Wasserschutzgebieten beachten?
Bei der Anwendung in Wasserschutzgebieten musst du die spezifischen regionalen Auflagen und die behördlichen Vorgaben der BVL-Zulassung genau prüfen. Achte besonders auf die Vermeidung von Abdrift und Abschwemmung auf angrenzende Flächen, um den Eintrag in Gewässer konsequent zu verhindern.
Welche Kulturen kannst du nach einem eventuellen Umbruch des Maisbestandes anbauen?
Sollte ein vorzeitiger Umbruch des Maisbestandes notwendig sein, können in der Regel nach einer tiefen Bodenbearbeitung (Pflügen) wieder Mais oder bestimmte andere tolerante Kulturen nachgebaut werden. Beachte hierzu unbedingt die detaillierten Nachbauhinweise in der offiziellen Gebrauchsanleitung, um Schäden an der Folgekultur zu vermeiden.
Wie kannst du das Produkt optimal in dein Resistenzmanagement integrieren?
Da der Wirkstoff Isoxaflutol zur HRAC-Gruppe 27 gehört, solltest du ihn nicht mehrmals hintereinander auf derselben Fläche ohne Wirkstoffwechsel einsetzen. Kombiniere oder rotiere die Anwendung mit Herbiziden aus anderen Wirkstoffklassen (z. B. Terbuthylazin-freien Partnern oder Sulfonylharnstoffen im Nachauflauf), um der Entstehung von Resistenzen bei Hühnerhirse vorzubeugen.