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OTHER · Corteva Agriscience Germany GmbH

TASK

BVL Zul.-Nr. 034457-00

TASK ist ein leistungsstarkes, systemisches Herbizid zur Bekämpfung von Unkräutern in Mais (Zea mays). Als wasserdispergierbares Granulat (WG) formuliert, kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel zwei bewährte Wirkstoffe, um ein breites Spektrum an einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern sowie Schadgräsern wie die Hühnerhirse effektiv zu kontrollieren. Es hat sich als verlässlicher Baustein im frühen Nachauflauf etabliert, um die Kultur in der kritischen Jugendentwicklung unkrautfrei zu halten.

Durch die Kombination von Blatt- und Bodenwirkung erfasst TASK bereits aufgelaufene Schaderreger und bietet gleichzeitig eine gewisse Dauerwirkung gegen nachkeimende Unkräuter. Dies sichert den Ertrag und verhindert eine frühzeitige Verunkrautung der Maisbestände, was besonders in engen Fruchtfolgen von hoher wirtschaftlicher Bedeutung ist.

Wirkstoffe

Dicamba
670 g/kg · Wirkstoff
Rimsulfuron
32.5 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die hervorragende Wirksamkeit von TASK beruht auf dem dualen Wirkungsmechanismus seiner aktiven Komponenten. Rimsulfuron gehört zur chemischen Klasse der Sulfonylharnstoffe (HRAC-Gruppe 2). Es hemmt das Enzym Acetolactat-Synthase (ALS), welches für die Biosynthese essenzieller verzweigtkettiger Aminosäuren unerlässlich ist. Dies führt zu einem sofortigen Wachstumsstopp der sensitiven Schaderreger. Dicamba hingegen agiert als synthetisches Auxin (HRAC-Gruppe 4). Es imitiert das pflanzliche Wuchshormon Indol-3-essigsäure und stört das hormonelle Gleichgewicht der zweikeimblättrigen Unkräuter empfindlich. Dies führt zu unkontrolliertem, deformiertem Wachstum und schließlich zum Absterben der betroffenen Pflanzen. Die Kombination beider Wirkmechanismen sorgt für einen schnellen und nachhaltigen Bekämpfungserfolg.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Herbizidresistenzen vorzubeugen, kombiniert TASK bereits zwei unterschiedliche Wirkstoffklassen (HRAC-Gruppen 2 und 4). Dennoch sollte dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements eingesetzt werden. Dies beinhaltet den jährlichen Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen in der Fruchtfolge sowie mechanische Pflegemaßnahmen, um den Selektionsdruck auf Schaderreger wie Hühnerhirse und einjährige Dikotyle nachhaltig zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

TASK ist im Allgemeinen gut mit gängigen Maisherbiziden und flüssigen Blattdüngern mischbar. Da Rimsulfuron für eine optimale Aufnahme über das Blatt auf eine gute Benetzung angewiesen ist, wird häufig der Zusatz eines zugelassenen, nicht-ionischen Netzmittels (Adjuvans) empfohlen, insbesondere bei trockener Witterung. Vor der Tankmischung sollte stets eine physikalische Mischbarkeitsprobe durchgeführt werden. Zudem ist auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und die Vermeidung von extrem hartem oder kaltem Spritzwasser zu achten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit TASK ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen, zu tragen. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die im Zulassungsbescheid des BVL definierten Abstandsauflagen und Abschwemmungsminderungsdüsen strikt einzuhalten. Das Produkt ist als bienenungefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zur Schonung von Nützlingen nicht in blühende Bestände oder auf blühende Unkräuter appliziert werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse9–14383 GRAM_PER_HECTARE60T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für TASK im Mais?

Der optimale Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Kultur (BBCH-Stadien 09 bis 14), wenn die Unkräuter und die Hühnerhirse gerade aufgelaufen sind und sich im aktiven Wachstum befinden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Aufnahme über das Blattgewebe am effizientesten.

Warum ist der Zusatz eines Netzmittels (Adjuvans) bei der Anwendung von TASK ratsam?

Der Wirkstoff Rimsulfuron ist hochgradig systemisch, benötigt jedoch eine gute Benetzung der Blattoberfläche, um optimal einzudringen. Ein Adjuvans reduziert die Oberflächenspannung des Wassers und verbessert die Wirkstoffaufnahme, besonders bei verholzten oder staubigen Unkrautoberflächen unter trockenen Bedingungen.

Welche Rolle spielt die Witterung bei der Applikation von TASK?

Für eine optimale Wirkung sollte TASK bei wüchsigem Wetter und Temperaturen zwischen 10 °C und 25 °C ausgebracht werden. Vermeiden Sie Spritzungen bei extremer Hitze, starker Sonneneinstrahlung oder wenn die Kulturen unter Stress (z. B. durch Frost oder Staunässe) stehen, um Selektivitätsprobleme zu vermeiden.

Wie wirkt sich TASK auf nachfolgende Kulturen in der Fruchtfolge aus?

Aufgrund des raschen Abbaus der Wirkstoffe im Boden bestehen bei normalem Kulturverlauf und Einhaltung der Wartezeit von 60 Tagen keine Einschränkungen für den Anbau von Folgekulturen im nächsten Frühjahr. Bei vorzeitigem Umbruch des Maisbestandes sollten die spezifischen Nachbauhinweise der Gebrauchsanleitung beachtet werden.

Kann TASK auch bei spätem Unkrautdurchtrieb eingesetzt werden?

Nein, die Zulassung von TASK beschränkt sich auf die frühen Entwicklungsstadien des Maises (bis BBCH 14). Eine spätere Anwendung kann zu phytotoxischen Schäden an der Kultur führen und mindert die biologische Wirksamkeit gegen bereits zu stark entwickelte Schaderreger.