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OTHER · GLOBACHEM NV

TEMSA SC

BVL Zul.-Nr. 008124-00

TEMSA SC ist ein hochselektives Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern und der Hühnerhirse in der Kultur Mais. Formuliert als modernes Suspensionskonzentrat (SC) enthält es den bewährten Wirkstoff Mesotrione in einer Konzentration von 100 g/l. Das Herbizid zeichnet sich durch eine schnelle Wirkstoffaufnahme sowohl über das Blattwerk als auch über die Wurzeln aus, was eine flexible und witterungsunabhängige Anwendung im Nachauflauf ermöglicht.

In der landwirtschaftlichen Praxis hat sich das Produkt als verlässlicher Partner für saubere Maisbestände etabliert. Es bekämpft effektiv ein breites Spektrum an wirtschaftlich bedeutenden Unkrautarten und stoppt deren Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe frühzeitig. Dank der ausgeprägten Kulturverträglichkeit kann die Behandlung flexibel an die jeweiligen Feldgegebenheiten angepasst werden.

Durch die Kombination aus schneller Kontaktwirkung und einer nachhaltigen Bodenwirkung bietet TEMSA SC einen langanhaltenden Schutz vor nachkeimenden Schaderregern. Dies sichert die ungestörte Jugendentwicklung des Maises und legt das Fundament für hohe Erträge und Qualitäten bei der Ernte.

Wirkstoffe

Mesotrione
100 g/L

Wirkungsweise

Der in TEMSA SC enthaltene Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Gruppe der Triketone und ist im HRAC-System in die Gruppe 27 (ehemals Gruppe F2) eingeordnet. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der selektiven Hemmung des Enzyms p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD). Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese von Plastochinon und Carotinoiden in den Pflanzenzellen. Durch die Blockade dieses Stoffwechselwegs fehlt den betroffenen Schaderregern der notwendige Schutz vor Photooxidation. Das einstrahlende Sonnenlicht zerstört in der Folge das Chlorophyll der Unkräuter, was sich visuell durch ein markantes Ausbleichen der Triebspitzen und Blätter äußert. Der Absterbeprozess der empfindlichen Pflanzen vollzieht sich meist innerhalb von ein bis zwei Wochen nach der Behandlung.

Resistenzmanagement

Um einer Selektion resistenter Biotypen – insbesondere bei der Hühnerhirse – aktiv vorzubeugen, sollte TEMSA SC stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept eingebunden werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel von Wirkstoffen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen (HRAC-Gruppen). Die Kombination oder der jährliche Wechsel mit Herbiziden aus den HRAC-Gruppen 5 (z. B. Terbuthylazin, sofern zugelassen) oder 15 trägt maßgeblich dazu bei, die langfristige Wirksamkeit der HPPD-Inhibitoren in der Fruchtfolge abzusichern.

Mischbarkeit & Tankmischung

TEMSA SC ist physikalisch und biologisch gut mit vielen gängigen Maisherbiziden sowie spezifischen Netzmitteln (Adjuvantien) mischbar, welche die Benetzung und das Eindringen in die Wachsschicht der Unkrautblätter verbessern. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist der Spritztank zunächst mit mindestens der Hälfte der benötigten Wassermenge zu befüllen, bevor die einzelnen Komponenten unter ständigem Rühren beigegeben werden. Mischungen mit organophosphat- oder carbamathaltigen Insektiziden sollten vermieden werden, um Kulturverträglichkeitsprobleme auszuschließen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von TEMSA SC sind die gesetzlich vorgeschriebenen persönlichen Schutzmaßnahmen (PSA) wie Schutzhandschuhe und Schutzanzug bei der Handhabung des Konzentrats strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässern und aquatischen Organismen müssen die vom BVL vorgegebenen Abstandsauflagen und der Einsatz driftmindernder Düsentechnik genau beachtet werden. Das Pflanzenschutzmittel ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte direkter Kontakt mit blühenden Pflanzen vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Hühnerhirse1.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit TEMSA SC im Mais?

Der beste Bekämpfungserfolg wird erzielt, wenn sich die Hühnerhirse und die zweikeimblättrigen Unkräuter im frühen Nachauflauf (BBCH-Stadium 12 bis 14) befinden und aktiv wachsen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wirkstoffaufnahme über das Blattgewebe besonders effizient.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung dieses Pflanzenschutzmittels?

Warme und wüchsige Witterungsbedingungen mit ausreichender Luftfeuchtigkeit beschleunigen die Wirkstoffaufnahme und den Eintritt der sichtbaren Symptome. Bei extremer Trockenheit oder starkem Temperaturabfall sollte die Anwendung verschoben werden, da die Zielpflanzen ihren Stoffwechsel verlangsamen, was die Wirksamkeit mindern kann.

Kann TEMSA SC zusammen mit flüssigen Stickstoffdüngern (wie AHL) ausgebracht werden?

Eine Mischung mit reinen flüssigen Stickstoffdüngern wird nicht empfohlen, da dies das Risiko von phytotoxischen Blattschäden an der Kultur Mais erheblich steigern kann. Für eine optimale Kulturverträglichkeit sollte das Produkt mit klarem Wasser und den empfohlenen Standard-Mischpartnern appliziert werden.

Welche Nachbau-Einschränkungen müssen nach dem Einsatz von TEMSA SC beachtet werden?

Nach dem regulären Einsatz im Mais können im folgenden Frühjahr alle üblichen Kulturen wie Getreide, Raps oder Mais nachgebaut werden. Sollte ein vorzeitiger Umbruch der Kultur notwendig sein, empfiehlt sich vor der Neuanlage empfindlicherer Folgekulturen eine tiefe Bodenbearbeitung (Pflügen), um eventuelle Wirkstoffrückstände im Boden zu verdünnen.

Warum verfärben sich die getroffenen Unkräuter nach der Anwendung weiß?

Dies ist das charakteristische Wirkungssymptom des Wirkstoffs Mesotrione. Durch die Blockierung des HPPD-Enzyms wird die Bildung schützender Pflanzenpigmente verhindert. Das Sonnenlicht zerstört daraufhin das Chlorophyll der Schaderreger, was zu einem unumkehrbaren Ausbleichen (Bleaching) und dem anschließenden Absterben führt.

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