Trepach
Trepach ist ein hochselektives, systemisches Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einkeimblättrigen Schaderregern in zweikeimblättrigen Kulturen wie Winterraps und Rüben. Als flüssiges Emulsionskonzentrat formuliert, dringt der Wirkstoff schnell in die Blätter der Ungräser ein und verteilt sich systemisch in der gesamten Pflanze bis in die Wurzel- und Rhizomspitzen.
Das Wirkspektrum umfasst einjährige einkeimblättrige Unkräuter, hartnäckige ausdauernde Ungräser wie die Gemeine Quecke sowie auflaufendes Ausfallgetreide. Durch die schnelle Wirkstoffaufnahme ist das Pflanzenschutzmittel bereits kurze Zeit nach der Anwendung regenfest, was dir eine hohe Flexibilität bei wechselhaften Witterungsbedingungen im Nachauflauf bietet.
Dank seiner ausgeprägten Selektivität schont Trepach die behandelten Kulturen im sensiblen frühen Wachstumsstadium, während es gleichzeitig eine nachhaltige Wirkung gegen konkurrenzstarke Ungräser entfaltet. Dies macht es zu einem wichtigen Baustein für ein sauberes Feld und sichert das Ertragspotenzial deiner Kulturen von Anfang an.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der enthaltene Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl gehört zur chemischen Klasse der Aryloxyphenoxypropionate (Fops) und ist in die HRAC-Gruppe 1 (ehemals Gruppe A) als ACCase-Inhibitor eingestuft. Nach der Aufnahme über die Blätter wird der Wirkstoff rasch in die aktiven Wachstumszonen (Meristeme) der Ungräser transportiert. Dort blockiert er das Enzym Acetyl-CoA-Carboxylase, welches eine Schlüsselrolle bei der Biosynthese von Fettsäuren spielt. Durch diese Blockade wird der Aufbau von Zellmembranen in den Schadgräsern unterbunden, was zu einem sofortigen Wachstumsstopp führt. Sichtbare Symptome wie Verfärbungen der jüngsten Blätter und das Absterben der Vegetationspunkte treten je nach Witterung nach ein bis drei Wochen auf, bis das gesamte Ungras schließlich vollständig abstirbt. Zweikeimblättrige Kulturen besitzen eine natürliche Toleranz gegenüber diesem Wirkmechanismus, da ihre ACCase strukturell anders aufgebaut ist.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von Resistenzen bei Ungräsern (insbesondere bei Ackerfuchsschwanz oder Windhalm) wirksam vorzubeugen, solltest du Trepach stets in ein integriertes Herbizidmanagement einbinden. Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von ACCase-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 1) auf derselben Fläche. Kombiniere oder rotiere die Anwendung stattdessen mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen und nutze pflanzenbauliche Maßnahmen wie eine vielseitige Fruchtfolge und mechanische Bodenbearbeitung zur Reduzierung des Unkrautdrucks.
Mischbarkeit & Tankmischung
Trepach zeigt sich im Allgemeinen gut mischbar mit vielen gängigen Fungiziden und Insektiziden, die in den zugelassenen Kulturen eingesetzt werden. Bei geplanten Tankmischungen mit anderen Herbiziden oder Blattdüngern solltest du jedoch vorab stets eine Verträglichkeitsprobe (Mischbarkeitstest) durchführen, da es in Einzelfällen zu antagonistischen Effekten oder einer verminderten Kulturverträglichkeit kommen kann. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide Mischungen bei extremen Wetterbedingungen wie Frost oder starker Hitze, um die Kultur nicht unnötig zu stressen.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Trepach ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Schutzbrille bei der Anmischung und Anwendung, obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorliegt, solltest du zum Schutz von Bestäubern vorsorglich auf Anwendungen direkt in blühende Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, verzichten und die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden verlegen. Um Einträge in Oberflächengewässer und Schäden an Nichtzielorganismen zu vermeiden, sind Abdriften strikt zu minimieren und die allgemeinen Gewässerschutzauflagen sowie Abstandsregelungen sorgfältig einzuhalten.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Winterraps | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter | 13–19 | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterraps | Gemeine Quecke | 13–19 | 2.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zuckerrübe | Gemeine Quecke | 13–39 | 2.5 LITER_PER_HECTARE | 110T |
| Winterraps | Ausfallgetreide | 13–19 | 1 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zuckerrübe | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter | 13–39 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 110T |
| Winterraps | Ausfallgetreide | 13–19 | 1 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterraps | Gemeine Quecke | 13–19 | 2.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterraps | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter | 13–19 | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Behandlung von Ausfallgetreide mit Trepach?
Der beste Behandlungszeitpunkt liegt vor, wenn das Ausfallgetreide das 2- bis 3-Blatt-Stadium erreicht hat und sich im aktiven Wachstum befindet. Zu diesem Zeitpunkt ist die aufnehmende Blattfläche ideal und die Konkurrenz für deine Kultur wird frühzeitig und hocheffizient ausgeschaltet.
Wie bekämpfe ich die Gemeine Quecke am effektivsten mit diesem Pflanzenschutzmittel?
Für eine erfolgreiche Bekämpfung der Gemeinen Quecke solltest du warten, bis diese eine Wuchshöhe von etwa 15 bis 20 cm erreicht hat und genügend grüne Blattmasse besitzt. Verwende in diesem Fall die höhere registrierte Aufwandmenge von bis zu 2,5 l/ha, damit ausreichend Wirkstoff in das weitverzweigte unterirdische Rhizomsystem transportiert wird.
Welche Rolle spielt die Witterung für die Wirkung von Trepach?
Warme, wüchsige Wetterbedingungen mit ausreichender Boden- und Luftfeuchtigkeit fördern den Stoffwechsel der Ungräser und beschleunigen die Wirkstoffaufnahme sowie den Transport in der Pflanze. Vermeide Behandlungen bei extremer Trockenheit, Frost oder wenn die Schaderreger unter starkem Stress stehen, da dies die Wirkung mindern kann.
Kann ich Trepach auch in einer späten Wachstumsphase der Kultur anwenden?
Ja, das Pflanzenschutzmittel ist flexibel bis zum BBCH-Stadium 39 der Kulturen zugelassen. Beachte jedoch unbedingt die einzuhaltende Wartezeit von 110 Tagen bis zur Ernte, um Rückstände im Erntegut sicher auszuschließen und die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.
Was muss ich beachten, wenn kurz nach der Anwendung Regen angekündigt ist?
Trepach wird von den Blättern der Schadgräser relativ schnell aufgenommen. Dennoch sollte nach der Spritzung eine regenfreie Zeit von mindestens ein bis zwei Stunden gewährleistet sein, damit der Wirkstoff vollständig in das Blattgewebe eindringen kann und nicht abgewaschen wird.