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OTHER · QEMETICA Agricultural Solutions Poland

Trivasta 100 SC

BVL Zul.-Nr. 00B289-61

Trivasta 100 SC ist ein hochselektives Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern in Mais (Zea mays). Formuliert als modernes Suspensionskonzentrat (SC), vereint dieses Herbizid eine hervorragende Kulturverträglichkeit mit einer schnellen und nachhaltigen Wirkung gegen ein breites Spektrum an breitblättrigen Schaderregern im Nachauflauf.

Durch die flüssige Formulierung lässt sich das Produkt leicht dosieren und optimal im Tank verteilen. Es besetzt eine wichtige Position im modernen Maisanbau, da es sowohl über das Blatt als auch über den Boden wirkt. Dadurch werden auch später keimende Unkrautwellen effektiv unterdrückt, was der Kultur in der kritischen Jugendentwicklung einen entscheidenden Wachstumsvorsprung sichert.

Wirkstoffe

Mesotrione
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Klasse der Triketone und ist im HRAC-System der Gruppe 27 (ehemals F2) zugeordnet. Die Wirkung basiert auf der selektiven Hemmung des Enzyms p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD). Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese von Plastochinon und Tocopherolen, welche wiederum für die Bildung von schützenden Carotinoiden benötigt werden. Durch den Mangel an Carotinoiden führt die natürliche Lichteinstrahlung zur Zerstörung des Chlorophylls in den empfindlichen Unkräutern. Sichtbar wird dieser Effekt bereits wenige Tage nach der Behandlung durch charakteristische Aufhellungen (Bleaching-Symptome) an den Vegetationspunkten und Blättern der Schaderreger, die schließlich vollständig nekrotisieren und absterben.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern vorzubeugen, sollte Trivasta 100 SC stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept eingebunden werden. Dies umfasst den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen (wie z. B. ALS-Hemmern oder Wuchsstoffen) sowie pflanzenbauliche Maßnahmen wie eine vielseitige Fruchtfolge und mechanische Unkrautbekämpfung. Die Beschränkung auf eine Anwendung pro Saison in der Kultur Mais unterstützt den langfristigen Erhalt der Wirkstoffeffizienz.

Mischbarkeit & Tankmischung

Trivasta 100 SC zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit gängigen Maisherbiziden und Blattdüngern aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge von üblicherweise 200–400 l/ha zu achten, um eine homogene Benetzung der Unkrautblätter zu gewährleisten. Die Zugabe eines geeigneten, vom Hersteller empfohlenen Netzmittels kann die Wirkstoffaufnahme unter trockenen Witterungsbedingungen signifikant verbessern. Vor dem Ansetzen größerer Mengen wird stets ein physikalischer Mischbarkeitstest empfohlen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen bei der Handhabung des Konzentrats, strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässerorganismen und terrestrischen Nichtzielpflanzen sind die in der Zulassung definierten Abstandsauflagen und Abschwemmungsminderungsklassen genau zu beachten. Das Produkt ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Beständen vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–181 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für Trivasta 100 SC im Mais?

Die Anwendung sollte im frühen Nachauflauf der Kultur erfolgen, idealerweise im BBCH-Stadium 12 bis 18 (2- bis 8-Blattstadium des Maises). Zu diesem Zeitpunkt befinden sich auch die meisten zweikeimblättrigen Unkräuter im empfindlichen Keimblatt- bis frühen Laubblattstadium, was die biologische Wirksamkeit maximiert.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von Trivasta 100 SC?

Das Herbizid wirkt am besten bei wüchsigem Wetter mit ausreichender Luftfeuchtigkeit und Temperaturen unter 25 °C. Nach der Applikation ist eine regenfreie Zeit von etwa 2 bis 3 Stunden erforderlich, damit der Wirkstoff vollständig in die Unkrautblätter eindringen kann. Ein leicht feuchter Boden begünstigt zudem die langanhaltende Bodenwirkung des Wirkstoffs.

Kann Trivasta 100 SC bei extremen Temperaturschwankungen eingesetzt werden?

Nein, von einer Behandlung bei extremen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sowie bei Frostgefahr oder Temperaturen über 25 °C wird dringend abgeraten. Unter solchen Stressbedingungen kann die Selektivität im Mais beeinträchtigt werden, was zu vorübergehenden Aufhellungen an der Kultur führen kann.

Welche Nachbauauflagen müssen nach dem Einsatz von Trivasta 100 SC beachtet werden?

Nach dem regulären Anbau von Mais, der mit Trivasta 100 SC behandelt wurde, können im folgenden Frühjahr die meisten Kulturen problemlos angebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch des Maisbestandes dürfen nach einer flachen Bodenbearbeitung nur Mais oder bestimmte Gräser nachgesät werden; für empfindliche Kulturen wie Rüben oder Gemüse ist eine tiefe Pflugfurche ratsam.

Warum ist die Kombination von Blatt- und Bodenwirkung bei diesem Produkt so vorteilhaft?

Die Blattwirkung erfasst die bereits aufgelaufenen Unkräuter direkt und führt zu einem schnellen Absterben. Gleichzeitig bildet der auf den Boden gelangende Wirkstoffanteil einen feinen Film, der keimende Unkrautsamen über die Wurzeln und Hypokotyle aufnimmt. Dies verhindert effektiv das spätere Auflaufen einer zweiten Unkrautwelle.

Wie lässt sich das Risiko von Wirkstoffresistenzen bei der Bekämpfung von zweikeimblättrigen Unkräutern minimieren?

Da Trivasta 100 SC auf dem Wirkstoff Mesotrione (HRAC-Gruppe 27) basiert, sollte es im Spritzplan mit Herbiziden kombiniert werden, die über andere Wirkmechanismen verfügen. Zudem hilft eine mechanische Unkrautbekämpfung (z. B. Hacken) nach dem Reihenschluss, den Selektionsdruck auf chemische Wirkstoffe zu senken.