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Sonstige · Fitosanitarios Bajo Riesgo AIE

WIKVERT

BVL Zul.-Nr. 008838-66

WIKVERT ist ein hochwirksames, systemisches Pflanzenschutzmittel, das speziell für den Einsatz im Weinbau zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus (Plasmopara viticola) entwickelt wurde. Als flüssiges Konzentrat formuliert, nutzt das Produkt die hervorragenden systemischen Eigenschaften des Wirkstoffs Kaliumphosphonat, um die Kultur in kritischen Wachstumsphasen zuverlässig vor Infektionen zu schützen.

Das Produkt zeichnet sich durch seine doppelte Wirkungsweise aus: Es bekämpft den Schaderreger nicht nur direkt, sondern regt auch die natürlichen Selbstverteidigungsmechanismen der Rebe an. Diese Kombination macht WIKVERT zu einem wertvollen Baustein in modernen, integrierten Pflanzenschutzstrategien, der maßgeblich zur Gesunderhaltung von Laubwand und Trauben beiträgt.

Dank des flexiblen Anwendungsfensters, das von der frühen Blattentwicklung (ab BBCH 15) bis kurz vor der Ernte reicht, lässt sich das Mittel nahtlos in bestehende Spritzfolgen integrieren. Es bietet Weinbauern eine verlässliche Lösung, um auch bei hohem Infektionsdruck die Ertragsqualität zu sichern.

Wirkstoffe

Kaliumphosphonat (Kaliumphosphit)
726 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Kaliumphosphonat (zugeordnet der FRAC-Gruppe P07) besitzt eine außergewöhnliche systemische Mobilität in der Kultur. Nach der Applikation wird er rasch über die Blätter aufgenommen und sowohl akropetal (mit dem Saftstrom nach oben) als auch basipetal (nach unten) in der gesamten Pflanze verteilt. Dadurch werden auch neu zuwachsende Triebe und Blätter kontinuierlich geschützt. Die biochemische Wirkung beruht auf einem dualen Prinzip: Zum einen hemmt der Wirkstoff direkt das Myzelwachstum und die Sporenbildung des Falschen Mehltaus. Zum anderen fungiert er als Elizitor, der die pflanzeneigene Abwehrkaskade aktiviert. Dies führt zu einer verstärkten Produktion von Phytoalexinen und einer physikalischen Festigung der pflanzlichen Zellwände, wodurch das Eindringen des Pilzes blockiert wird.

Resistenzmanagement

Aufgrund des komplexen, multisite-ähnlichen Wirkungsmechanismus und der Induktion pflanzeneigener Abwehrkräfte (FRAC-Gruppe P07) ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei WIKVERT äußerst gering. Um diese wertvolle Eigenschaft langfristig zu erhalten, solltest du das Produkt dennoch stets im Rahmen einer vorausschauenden Antiresistenzstrategie einsetzen. Wechsel die Behandlungen regelmäßig mit Fungiziden ab, die andere Wirkmechanismen aufweisen, und vermeide übermäßig häufige Blockanwendungen.

Mischbarkeit & Tankmischung

WIKVERT zeigt eine gute physikalische und chemische Verträglichkeit mit den meisten gängigen Fungiziden, Insektiziden und Blattdüngern im Weinbau. Bei Mischungen mit stark sauren Produkten oder kupferhaltigen Präparaten ist jedoch Vorsicht geboten, da Kaliumphosphonat die Aufnahme von Metallionen beschleunigen und unter ungünstigen Witterungsbedingungen Phytotoxizität verursachen kann. Führe vor der Ansetzung größerer Mengen im Zweifel immer eine Mischungsprobe in einem separaten Gefäß durch und halte die Spritzbrühe während des gesamten Vorgangs in Bewegung.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit WIKVERT ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung) konsequent zu tragen. Um Einträge in Oberflächengewässer und angrenzende Biotope zu vermeiden, ist eine abdriftmindernde Applikationstechnik zu wählen. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern auf Anwendungen während des aktiven Bienenflugs verzichten und Behandlungen bevorzugt in den späten Abendstunden durchführen, wenn die Kultur nicht aktiv von Bienen angeflogen wird.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WeinrebeFalscher Mehltau (Plasmopara viticola)15–991 LITER_PER_HECTARE14T

Häufige Fragen

Wie integrierst du WIKVERT am besten in deine bestehende Spritzfolge gegen Falschen Mehltau?

Du solltest WIKVERT idealerweise präventiv einsetzen, bevor die ersten Infektionsbedingungen für den Falschen Mehltau eintreffen. Besonders in Phasen des schnellen Triebwachstums zeigt die systemische Wirkung ihre Stärken, da auch neu zuwachsende Blätter geschützt werden. Kombiniere es in der Hauptrisikozeit mit Kontaktpartnern, um einen lückenlosen Schutzfilm aufzubauen.

Warum ist die systemische Mobilität von Kaliumphosphonat im Weinbau so vorteilhaft?

Kaliumphosphonat ist vollkommen systemisch (sowohl akropetal als auch basipetal). Das bedeutet, dass der Wirkstoff nach der Aufnahme über das Blatt sowohl nach oben in die Triebspitzen als auch nach unten transportiert wird. So schützt du auch Pflanzenteile, die bei der Spritzung nicht direkt getroffen wurden oder erst nach der Behandlung wachsen.

Was musst du bei der Anwendung von WIKVERT in Mischung mit Kupferpräparaten beachten?

Obwohl Mischungen oft möglich sind, solltest du vorsichtig sein. Kaliumphosphonat kann die Aufnahme von Kupfer in die Pflanze beschleunigen. Unter ungünstigen Witterungsbedingungen (wie extremer Hitze oder langanhaltender Feuchtigkeit) kann dies zu phytotoxischen Reaktionen an den Blättern führen. Führe im Zweifel immer eine Probespritzung auf einer kleinen Fläche durch.

Wie wirkt sich WIKVERT auf das Resistenzmanagement in deinem Weinberg aus?

Äußerst positiv. Da der Wirkstoff die pflanzeneigenen Abwehrkräfte stärkt (FRAC-Gruppe P07) und gleichzeitig direkt auf den Pilz wirkt, ist das Risiko einer Resistenzbildung extrem gering. Der Einsatz von WIKVERT hilft dir somit, die Wirksamkeit anderer, resistenzgefährdeter Fungizidklassen in deiner Spritzfolge langfristig zu sichern.

Welchen Einfluss hat die Wasserqualität auf die Wirksamkeit der Spritzbrühe?

Für eine optimale Wirkung solltest du weiches bis mittelschweres Wasser verwenden und extreme pH-Werte im Spritztank vermeiden. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert der Spritzbrühe unterstützt die Stabilität und die schnelle Aufnahme des Wirkstoffs durch die Kutikula der Rebenblätter.

Wann ist der optimale Behandlungszeitpunkt am Tag für eine maximale Wirkung?

Nutze für die Applikation am besten die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Bei moderaten Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit trocknet die Spritzbrühe langsamer an, was der Kultur mehr Zeit gibt, den systemischen Wirkstoff optimal über die Blattoberfläche aufzunehmen.