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Sonstige · GLOBACHEM NV

Zeppos

BVL Zul.-Nr. 00A559-00

Zeppos ist ein hochwirksames Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern in wichtigen Wintergetreidekulturen wie Weichweizen, Winterroggen und Wintertriticale. Als wasserdispergierbares Granulat formuliert, kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel zwei bewährte Wirkstoffe aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe mit einem hocheffizienten Safener. Dies sichert eine hervorragende Kulturverträglichkeit bei gleichzeitig kompromissloser Wirkung gegen wirtschaftlich bedeutende Ungräser wie den Gemeinen Windhalm und das Einjährige Rispengras.

Die Anwendung erfolgt im Frühjahr während der aktiven Wachstumsphase der Schaderreger. Durch die Kombination von Blatt- und Bodenwirkung erfasst Zeppos auch nachkeimende Unkräuter zuverlässig. Das Produkt hat sich als fester Baustein in der Unkrautbekämpfung etabliert, um Ertragsverluste durch frühe Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe effektiv zu verhindern.

Wirkstoffe

Iodosulfuron
6 g/kg · Wirkstoff
Mefenpyr
90 g/kg · Safener
Mesosulfuron
30 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die im Pflanzenschutzmittel Zeppos enthaltenen Wirkstoffe Iodosulfuron und Mesosulfuron gehören zur HRAC-Gruppe 2 (ALS-Hemmer). Sie wirken als Inhibitoren des Enzyms Acetolactat-Synthase (ALS). Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese der verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin. Nach der Aufnahme über das Blatt und teilweise über die Wurzel wird der Wirkstoff systemisch in der Kultur transportiert und sammelt sich in den meristematischen Geweben an. Der Wachstumsstopp der empfindlichen Schaderreger setzt bereits kurz nach der Behandlung ein, gefolgt von typischen Chlorosen und dem vollständigen Absterben der Unkräuter innerhalb weniger Wochen. Um die Kulturverträglichkeit in Weichweizen, Roggen und Triticale zu gewährleisten, enthält Zeppos den Safener Mefenpyr. Dieser Wirkstoff besitzt selbst keine herbizide Wirkung, sondern beschleunigt in den Getreidekulturen selektiv den metabolischen Abbau der Herbizidwirkstoffe. In den Schadgräsern und Unkräutern findet dieser Abbauprozess hingegen nicht in ausreichendem Maße statt, sodass diese zuverlässig abgetötet werden.

Resistenzmanagement

Da Wirkstoffe aus der HRAC-Gruppe 2 ein hohes Risiko für die Entstehung von Resistenzen aufweisen – insbesondere bei Ungräsern wie dem Gemeinen Windhalm –, ist ein konsequentes Antiresistenzmanagement unerlässlich. Du solltest Zeppos daher im Rahmen einer weiten Fruchtfolge einsetzen und den Wirkstoff im jährlichen Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen kombinieren. Vermeide die ausschließliche, wiederholte Anwendung von ALS-Hemmern auf derselben Fläche und nutze mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung, um den Selektionsdruck nachhaltig zu senken.

Mischbarkeit & Tankmischung

Zeppos ist im Allgemeinen gut mit gängigen Fungiziden und Wachstumsreglern mischbar. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist jedoch stets auf die Gebrauchsanleitung der Mischpartner zu achten. Da die Aufnahme der Sulfonylharnstoffe stark von einer intakten Wachsschicht der Unkräuter beeinflusst wird, kann die Zugabe eines zugelassenen Netzmittels oder pflanzlichen Öls die Benetzung und Wirkstoffaufnahme insbesondere unter trockenen Bedingungen deutlich verbessern. Achte darauf, die Spritzbrühe unmittelbar nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk auszubringen und extreme Witterungsbedingungen wie Frost oder starke Hitze während der Applikation zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Zeppos ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung und dem Ansetzen der Spritzbrühe, zwingend erforderlich. Zum Schutz von Gewässerorganismen und der umliegenden Flora und Fauna sind die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen strikt einzuhalten. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Datenblatt ausgewiesen ist, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung außerhalb des täglichen Bienenflugs in den Abendstunden, insbesondere wenn sich blühende Unkräuter im Bestand befinden oder Bienen aktiv auf der Fläche auf Nahrungssuche sind.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterroggenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.4 KILOGRAM_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.4 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.4 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.5 KILOGRAM_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.5 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.5 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras21–320.3 KILOGRAM_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras21–320.3 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras21–320.3 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras21–320.3 KILOGRAM_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.4 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.4 KILOGRAM_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras21–320.3 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.4 KILOGRAM_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras21–320.3 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.5 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.4 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.4 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras21–320.3 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.5 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.5 KILOGRAM_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.4 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras21–320.3 KILOGRAM_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.5 KILOGRAM_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.5 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.5 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras21–320.3 KILOGRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Zeppos im Frühjahr?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Frühjahr, sobald das Wachstum der Unkräuter und Ungräser einsetzt und die Temperaturen tagsüber konstant über 5 °C liegen. Die Kulturen sollten sich im BBCH-Stadium 21 bis 32 befinden. Achte darauf, dass die Unkräuter aktiv wachsen, da dies die Aufnahme und den Transport der systemischen Wirkstoffe optimiert.

Warum ist in Zeppos ein Safener enthalten und wie schützt er mein Getreide?

Der enthaltene Safener Mefenpyr schützt deine Kulturen (Weichweizen, Roggen, Triticale), indem er den Abbau der Herbizidwirkstoffe in der Kultur beschleunigt. Die Unkräuter und Schadgräser besitzen diesen Entgiftungsmechanismus nicht und sterben ab. Dadurch wird eine hervorragende Kulturverträglichkeit selbst bei schwankenden Witterungsbedingungen erreicht.

Kann ich Zeppos auch bei Frostgefahr oder nach Nachtfrösten spritzen?

Du solltest die Anwendung von Zeppos vermeiden, wenn unmittelbar nach der Spritzung Nachtfröste angekündigt sind oder die Kulturen durch anhaltende Kälte, Staunässe oder Trockenheit gestresst sind. Gestresste Kulturen können den Safener-Mechanismus nicht optimal aktivieren, was zu vorübergehenden Aufhellungen oder Wachstumsverzögerungen führen kann.

Welche Rolle spielt die Wasserqualität und die Zugabe von Additiven bei der Anwendung?

Für eine optimale Wirkung von Zeppos wird die Zugabe eines geeigneten, vom Hersteller empfohlenen Additivs (z. B. ein pflanzliches Öl oder Netzmittel) dringend empfohlen. Dies verbessert das Haftungsvermögen und das Eindringen der Wirkstoffe durch die Wachsschicht der Blätter. Verwende sauberes, pH-neutrales Wasser, um eine vorzeitige Hydrolyse der Sulfonylharnstoffe im Tank zu verhindern.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere Produkte zur Bekämpfung von Windhalm?

Du kannst auf unserer Plattform gezielt nach dem Schaderreger „Gemeiner Windhalm“ suchen. In der Übersicht werden dir alle für deine Kultur registrierten Pflanzenschutzmittel angezeigt. Nutze die Filteroptionen, um gezielt nach Wirkstoffklassen (HRAC) zu filtern, um so eine wirksame Antiresistenzstrategie für deinen Betrieb zu planen.

Gibt es Einschränkungen für die Nachfolgekultur nach dem Einsatz von Zeppos?

Da die Wirkstoffe im Boden abgebaut werden, ist der Nachbau von Wintergetreide oder Winterraps im normalen Fruchtfolgezyklus in der Regel problemlos möglich. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur nach einem Fehlschlag solltest du jedoch die spezifischen Wartezeiten und Bodenbearbeitungshinweise beachten, um Schäden an der Folgekultur zu vermeiden. Pflügen ist in solchen Fällen meist ratsam.