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OTHER · GLOBACHEM NV

ZINTAL

BVL Zul.-Nr. 00B407-00

ZINTAL ist ein hochmodernes Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Unkräutern und Ungräsern in Mais (ZEAMX). Das von GLOBACHEM NV entwickelte Herbizid zeichnet sich durch eine innovative Formulierung aus, die einen hochwirksamen Wirkstoff mit einem hocheffizienten Safener kombiniert. Dies gewährleistet eine herausragende Kulturverträglichkeit bei gleichzeitig kompromissloser Wirkung gegen ertragsmindernde Konkurrenz im frühen Entwicklungsstadium des Maises.

Das Wirkungsspektrum von ZINTAL umfasst wichtige einjährige zweikeimblättrige Unkräuter sowie problematische Ungräser wie die Hühnerhirse und das Einjährige Rispengras. Durch die frühe Ausschaltung dieser Schaderreger wird die jugendliche Entwicklung der Kultur optimal geschützt, sodass das Ertragspotenzial voll ausgeschöpft werden kann. Die Anwendung erfolgt flexibel im frühen Nachauflauf, um den Mais von Anfang an unkrautfrei zu halten.

Wirkstoffe

Cyprosulfamide
258 g/L · Safener
Thiencarbazone
200 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der aktive Wirkstoff in ZINTAL ist Thiencarbazone, welcher der HRAC-Gruppe 2 (ehemals Gruppe B) angehört. Als ALS-Inhibitor (Acetolactat-Synthase) blockiert er die Biosynthese der essenziellen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin in den Zielpflanzen. Dies führt zu einem sofortigen Wachstumsstopp der Schaderreger, gefolgt von charakteristischen Chlorosen und nachfolgendem Absterben des Gewebes innerhalb weniger Wochen. Um die Kulturverträglichkeit im Mais zu maximieren, enthält ZINTAL den Safener Cyprosulfamide. Dieser Wirkstoff stimuliert selektiv die Entgiftungsmechanismen (insbesondere die Glutathion-S-Transferasen) in den Maispflanzen, wodurch der herbizide Wirkstoff dort rasch abgebaut wird. In den Unkräutern und Ungräsern bleibt dieser Schutzmechanismus inaktiv, was eine hochselektive und sichere Anwendung ermöglicht.

Resistenzmanagement

Da Thiencarbazone als ALS-Inhibitor (HRAC-Gruppe 2) ein mittleres bis hohes Risiko für Resistenzentwicklungen aufweist, ist ein konsequentes Resistenzmanagement unerlässlich. ZINTAL sollte im Rahmen einer ausgewogenen Fruchtfolge und im Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen (wie z. B. HPPD-Inhibitoren oder Wuchsstoffen) eingesetzt werden. Zudem empfiehlt es sich, mechanische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen zu integrieren und die Anwendung stets auf vitale, aktiv wachsende Schaderreger im frühen Keimblattstadium auszurichten.

Mischbarkeit & Tankmischung

ZINTAL zeigt sich in der Praxis als hervorragend mischbar mit gängigen Maisherbiziden zur Spektrumserweiterung sowie mit flüssigen Blattdüngern. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und eine gründliche Durchmischung zu achten. Mischungen mit organischen Phosphorsäureestern (Insektiziden) sollten vermieden werden, da dies die Kulturverträglichkeit beeinträchtigen kann. Vor dem Ansetzen größerer Mengen wird stets ein physikalischer Mischbarkeitstest im Kleinen empfohlen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit ZINTAL ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung, strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die vom BVL vorgegebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen penibel zu beachten. Das Pflanzenschutzmittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Eintrag in blühende Bestände vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–140.1 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–140.1 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–140.1 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–140.1 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras, Hühnerhirse10–140.15 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras, Hühnerhirse10–140.15 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras, Hühnerhirse10–140.15 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras, Hühnerhirse10–140.15 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras, Hühnerhirse0–90.15 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras, Hühnerhirse0–90.15 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für ZINTAL im Mais?

Der optimale Zeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Kultur (BBCH-Stadium 10 bis 14), wenn die Unkräuter und Ungräser gerade aufgelaufen sind und sich im Keim- bis maximal 2-Blatt-Stadium befinden. In dieser Phase ist die Empfindlichkeit der Schaderreger am höchsten und die Bodenwirkung von Thiencarbazone kann optimal ausgenutzt werden.

Welche Rolle spielt die Bodenfeuchtigkeit für die Wirkung von ZINTAL?

Da Thiencarbazone sowohl über das Blatt als auch über die Wurzeln aufgenommen wird, begünstigt eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit zum Zeitpunkt der Behandlung oder kurz danach die herbizide Wirkung erheblich. Bei extremer Trockenheit kann die Bodenwirkung verzögert eintreffen, weshalb eine Anwendung auf feuchten Böden zu bevorzugen ist.

Welche Witterungsbedingungen sollten bei der Applikation von ZINTAL beachtet werden?

Ideal sind milde Temperaturen zwischen 10 °C und 20 °C und eine hohe Luftfeuchtigkeit bei bewölktem Himmel. Vermeiden Sie Spritzungen bei praller Sonne, Temperaturen über 25 °C oder wenn Nachtfröste angekündigt sind, um unnötigen Stress für die Kultur zu vermeiden.

Wie schnell ist ZINTAL nach der Ausbringung regenfest?

ZINTAL ist in der Regel bereits 2 bis 3 Stunden nach der Anwendung regenfest. Ein Niederschlag nach dieser Zeitspanne beeinträchtigt die Blattwirkung nicht mehr, sondern fördert im Gegenteil die Aktivierung des Wirkstoffs im Boden für eine langanhaltende Wirkung gegen Nachkeimer.

Gibt es Einschränkungen für Nachfolgekulturen nach dem Einsatz von ZINTAL?

Nach dem regulären Anbau von Mais unter Verwendung von ZINTAL können im Rahmen der normalen Fruchtfolge im folgenden Frühjahr fast alle üblichen Ackerkulturen angebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch des Maisbestandes wird empfohlen, den Boden tief zu pflügen und vorzugsweise wieder Mais anzubauen, um eventuelle Rückstandsschäden an empfindlichen Kulturen auszuschließen.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Hühnerhirse im Mais?

Nutzen Sie hierzu die Such- und Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech. Wählen Sie unter 'Kulturen' den Mais (ZEAMX) und filtern Sie im Bereich 'Schaderreger' nach 'Hühnerhirse'. Das System listet Ihnen daraufhin alle in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel auf, die für diese spezifische Indikation zugelassen sind.