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OTHER · ADAMA Deutschland GmbH

ADM.06001.H

BVL Zul.-Nr. 00A910-00

ADM.06001.H ist ein hochwirksames, flüssiges Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen und ausgewählten zweikeimblättrigen Schaderregern in wichtigen Getreidekulturen. Als moderner Kombinationspartner im Frühjahr bietet dieses Herbizid eine flexible Lösung für den Schutz von Winterweizen, Sommerweizen, Winterroggen und Wintertriticale. Durch die Kombination zweier komplementärer Wirkstoffe deckt das Produkt ein breites Spektrum ab, das von schwer bekämpfbaren Ungräsern wie Windhalm und Weidelgras bis hin zu typischen Unkräutern wie dem Acker-Hellerkraut reicht.

Die Formulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Kulturverträglichkeit aus, die maßgeblich durch den integrierten Safener Mefenpyr unterstützt wird. Dies ermöglicht einen sicheren Einsatz auch in sensiblen Wachstumsphasen der Kulturen. ADM.06001.H hat sich als verlässlicher Baustein im modernen Ackerbau etabliert, um Ertragspotenziale abzusichern und die Konkurrenz durch unerwünschte Begleitflora frühzeitig auszuschalten.

Wirkstoffe

Mefenpyr
35 g/L · Safener
Mesosulfuron
12 g/L · Wirkstoff
Pinoxaden
60 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die biologische Wirksamkeit von ADM.06001.H basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel zweier aktiver Wirkstoffe mit unterschiedlichen Angriffspunkten. Pinoxaden gehört zur chemischen Klasse der Phenylpyrazole (HRAC-Gruppe 1) und blockiert das Enzym Acetyl-CoA-Carboxylase (ACCase). Dies führt zu einer schnellen Hemmung der Fettsäurebiosynthese in den empfindlichen Ungräsern, wodurch das Wachstum der Schadpflanzen innerhalb weniger Tage stoppt. Mesosulfuron hingegen ist ein Sulfonylharnstoff aus der HRAC-Gruppe 2, der die Acetolactat-Synthase (ALS) hemmt. Dieser Wirkstoff unterbindet die Synthese essenzieller Aminosäuren, was zu einem sofortigen Wachstumsstillstand und dem allmählichen Absterben der Unkräuter führt. Der enthaltene Safener Mefenpyr sorgt dafür, dass die Kulturkulturen die herbiziden Wirkstoffe durch beschleunigten metabolischen Abbau tolerieren, ohne dass die Wirkung auf die Schaderreger beeinträchtigt wird.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen, insbesondere bei Ungräsern wie dem Welschen Weidelgras oder dem Gemeinen Windhalm, nachhaltig vorzubeugen, ist ein konsequentes Wirkstoffmanagement unerlässlich. Da ADM.06001.H Wirkstoffe aus den HRAC-Gruppen 1 und 2 kombiniert, bietet es bereits ein integriertes Antiresistenz-Konzept. Dennoch sollte das Pflanzenschutzmittel im Rahmen einer weiten Fruchtfolge und im Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen eingesetzt werden. Ein wiederholter, alleiniger Einsatz von ALS- oder ACCase-Hemmern auf derselben Fläche ist strikt zu vermeiden.

Mischbarkeit & Tankmischung

ADM.06001.H ist im Allgemeinen gut mit gängigen Fungiziden und Wachstumsreglern mischbar. Bei geplanten Tankmischungen sollte jedoch stets die Gebrauchsanleitung aller Mischpartner beachtet werden, um phytotoxische Reaktionen zu vermeiden. Die Zugabe von geeigneten, vom Hersteller empfohlenen Formulierungshilfsmitteln (Adjuvantien) kann die Benetzung und Wirkstoffaufnahme unter schwierigen Witterungsbedingungen optimieren. Es wird empfohlen, eine ausreichende Wassermenge (mindestens 200 l/ha) zu verwenden und extreme pH-Werte des Spritzwassers zu vermeiden, um die Stabilität der Wirkstoffe in der Spritzbrühe zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit ADM.06001.H ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen, obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die vom BVL vorgegebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen (z. B. Abdriftminderungsklassen) strikt einzuhalten. Das Produkt ist hinsichtlich seines Risikos für Bienen und andere Nützlinge sorgfältig eingestuft; dennoch sollte eine Anwendung außerhalb des Bienenflugs erfolgen, um jegliche Risiken für Bestäuber in blühenden Beständen oder angrenzenden Kulturen zu minimieren.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SommerweichweizenWelsches Weidelgras20–391 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleAcker-Hellerkraut, Flughafer-Arten, Gemeines Hirtentäschel20–391 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenAcker-Hellerkraut, Flughafer-Arten, Gemeiner Windhalm20–390.75 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenWelsches Weidelgras20–390.75 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleAcker-Hellerkraut, Flughafer-Arten, Gemeiner Windhalm20–390.75 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenAcker-Hellerkraut, Flughafer-Arten, Gemeines Hirtentäschel20–391 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenAcker-Hellerkraut, Flughafer-Arten, Gemeiner Windhalm20–390.75 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenAcker-Hellerkraut, Flughafer-Arten, Gemeines Hirtentäschel20–391 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für ADM.06001.H im Frühjahr?

Der optimale Behandlungszeitpunkt liegt im Frühjahr, sobald das Wachstum der Kulturen und Schaderreger einsetzt (meist ab BBCH-Stadium 20 bis 25). Die Unkräuter und Ungräser sollten sich im aktiven Wachstum befinden und ausreichend Blattfläche ausgebildet haben, um eine maximale Wirkstoffaufnahme über das Blatt zu gewährleisten.

Wie verhält sich das Pflanzenschutzmittel bei niedrigen Temperaturen im zeitigen Frühjahr?

ADM.06001.H benötigt für eine optimale Wirkung wüchsige Witterungsbedingungen. Zwar verträgt das Mittel kühle Temperaturen, die Wirkung setzt jedoch bei anhaltenden Temperaturen unter 8 °C deutlich langsamer ein. Frostperioden unmittelbar vor oder nach der Anwendung können die Kulturverträglichkeit beeinträchtigen und sollten gemieden werden.

Kann ADM.06001.H auch in Sommerungen eingesetzt werden?

Ja, das Produkt ist neben den Wintergetreidearten Winterweizen, Winterroggen und Wintertriticale auch für den Einsatz in Sommerweizen (TRZAS) zugelassen. Achten Sie darauf, dass die Anwendung innerhalb des registrierten BBCH-Fensters (BBCH 20 bis 39) erfolgt.

Welche Rolle spielt der integrierte Safener Mefenpyr in diesem Produkt?

Mefenpyr ist ein sogenannter Safener, der selektiv in den Kulturpflanzen (wie Weizen oder Roggen) den Abbau der herbiziden Wirkstoffe Mesosulfuron und Pinoxaden beschleunigt. Dadurch wird die Kultur vor phytotoxischen Schäden geschützt, während die Schadgräser und Unkräuter, die den Safener nicht verwerten können, voll erfasst werden.

Was muss bei der Bekämpfung von Welschen Weidelgras beachtet werden?

Welsches Weidelgras neigt stark zur Resistenzbildung gegen ALS- und ACCase-Hemmer. Um eine hohe Wirkung zu erzielen, sollte die Behandlung möglichst frühzeitig bei kleinen, aktiv wachsenden Pflanzen erfolgen. Bei begründetem Verdacht auf resistente Biotypen sollte ein Wirkstoffwechsel in Betracht gezogen werden.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen die genannten Schaderreger?

Sie können in unserer Datenbank gezielt nach den einzelnen Schaderregern (wie z. B. Gemeiner Windhalm oder Flughafer) filtern. Dort erhalten Sie eine vollständige Übersicht aller in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel, sortiert nach Kulturen, Wirkstoffen und Anwendungsbestimmungen.