Alle Mittel
OTHER · Tergent AB

CITO MAX

BVL Zul.-Nr. 00A354-00

CITO MAX von Tergent AB ist ein hocheffektives, kontaktwirksames Pflanzenschutzmittel auf Basis einer organischen Säure (Essigsäure), das speziell für die schnelle und gezielte Regulierung von unerwünschtem Aufwuchs entwickelt wurde. Als flüssige Formulierung bietet das Produkt eine moderne, anwenderfreundliche Lösung zur Unkraut- und Moosregulierung in ausgewählten Kulturen. Es stellt eine leistungsstarke Option für Betriebe dar, die eine schnelle optische Sauberkeit auf ihren Flächen anstreben.

Das Wirkungsspektrum umfasst gezielt Moose sowie einjährige einkeimblättrige und zweikeimblättrige Unkräuter. Da es sich um ein reines Kontaktherbizid handelt, erfasst CITO MAX alle grünen Pflanzenteile direkt nach der Benetzung, ohne systemisch in die Wurzeln der Kultur oder der Schaderreger einzudringen. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für die mechanisch-chemische Begleitpflege in professionellen Anbausystemen.

Durch die extrem schnelle Initialwirkung ist der Bekämpfungserfolg oft schon nach wenigen Stunden sichtbar. Das Produkt eignet sich hervorragend für integrierte Anbausysteme, die auf der Suche nach rückstandsarmen Alternativen zu klassischen synthetischen Herbiziden sind und eine flexible, witterungsunabhängige Unkrautkontrolle in ihren Kulturen umsetzen möchten.

Wirkstoffe

Essigsäure
240 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Essigsäure (240 g/L) fungiert als starkes Kontaktherbizid ohne systemische Wirkung. Bei direktem Kontakt mit den Schaderregern zerstört die Säure die schützende Wachsschicht (Kutikula) der Blätter und schädigt die Zellmembranen der Epidermis. Dies führt zu einer sofortigen Erhöhung der Membranpermeabilität, wodurch die betroffenen Pflanzenzellen unkontrolliert Wasser verlieren und austrocknen. Das Ergebnis ist eine rapide Plasmolyse und die anschließende Vertrocknung (Nekrose) des getroffenen Gewebes. Da der Wirkstoff rein physikalisch-chemisch auf die Zellstrukturen einwirkt, ist kein spezifischer biochemischer Rezeptor im Sinne klassischer HRAC-Klassen betroffen. Dies erklärt die extrem schnelle Wirkung, die besonders bei warmen und sonnigen Bedingungen beschleunigt wird.

Resistenzmanagement

Aufgrund des unspezifischen, physikalisch-chemischen Wirkungsmechanismus der Essigsäure ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Ziel-Schaderregern als extrem gering einzustufen. Dennoch sollte CITO MAX in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept eingebunden werden. Die Kombination mit mechanischen Maßnahmen oder der Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen im Kulturverlauf sichert eine langfristig nachhaltige Unkrautkontrolle und verhindert die Selektion schwer bekämpfbarer, tiefwurzelnder Unkrautarten, die von reinen Kontaktherbiziden nicht vollständig erfasst werden.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Anwendung von CITO MAX ist auf eine saubere Spritztechnik und eine ausreichende Wasseraufwandmenge zu achten, um eine lückenlose Benetzung der Schaderreger zu garantieren. Da Essigsäure den pH-Wert der Spritzbrühe stark absenkt, ist bei geplanten Tankmischungen mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern äußerste Vorsicht geboten; viele Formulierungen können bei niedrigem pH-Wert ausfällen oder an Stabilität verlieren. Mischungen sollten daher vorab in einem Kleingebinde auf physikalische Kompatibilität geprüft werden. Der Zusatz von separaten Netzmitteln ist in der Regel nicht erforderlich, da die Formulierung bereits auf optimale Benetzungseigenschaften hin optimiert ist.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Da es sich bei Essigsäure um eine ätzende Substanz handelt, ist der persönliche Arbeitsschutz (PSA) bei der Handhabung des Konzentrats von zentraler Bedeutung; das Tragen von Schutzbrille und säurefesten Schutzhandschuhen beim Ansetzen der Spritzbrühe ist zwingend erforderlich. CITO MAX ist biologisch schnell abbaubar und hinterlässt keine persistenten Rückstände im Boden. Dennoch müssen Abdriften auf benachbarte Biotope und Gewässer vermieden werden, um aquatische Organismen zu schützen. Das Pflanzenschutzmittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft, sollte jedoch zum Schutz von Nützlingen nicht direkt in blühende Bestände appliziert werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Wege und Plätze mit HolzgewächsenMoose0.025000001187436283 LITER_PER_SQUARE_METER
Nichtkulturland ohne HolzgewächseMoose0.025000001187436283 LITER_PER_SQUARE_METER
Wege und Plätze mit HolzgewächsenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0.025000001187436283 LITER_PER_SQUARE_METER
Nichtkulturland ohne HolzgewächseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0.025000001187436283 LITER_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wie beeinflusst die Witterung die Wirksamkeit von CITO MAX?

Die Wirkung von CITO MAX basiert auf der schnellen Austrocknung der getroffenen Pflanzenteile. Daher sind warme Temperaturen (über 15 °C) und intensiver Sonnenschein ideal für die Behandlung, da sie den Vertrocknungsprozess massiv beschleunigen. Regen kurz nach der Anwendung kann den Wirkstoff abwaschen und die Effizienz mindern; die Spritzschicht sollte mindestens zwei bis drei Stunden trocken bleiben.

Wirkt CITO MAX auch gegen mehrjährige Unkräuter wie Löwenzahn oder Quecke?

CITO MAX ist ein reines Kontaktherbizid und besitzt keine systemische Wirkung. Das bedeutet, dass nur die direkt getroffenen, oberirdischen Pflanzenteile abgetötet werden. Mehrjährige Unkräuter mit ausgeprägten Wurzel- oder Rhizomsystemen treiben nach einiger Zeit wieder aus. Für eine nachhaltige Kontrolle dieser Arten sind wiederholte Behandlungen oder eine Kombination mit systemischen Mitteln bzw. mechanischen Verfahren notwendig.

Was muss beim Abdriftschutz in den registrierten Kulturen beachtet werden?

Da CITO MAX nicht selektiv wirkt, führt jeder Kontakt mit grünen Teilen der Kultur (wie Blättern, jungen Trieben oder grüner Rinde) zu lokalen Verätzungen und Schäden. Die Anwendung muss daher streng unter Verwendung von Spritzschirmen oder speziellen abdriftmindernden Düsen erfolgen, um die Kulturpflanzen vollständig vor dem Spritznebel zu schützen.

Warum ist die Benetzung bei der Anwendung von CITO MAX so kritisch?

Da der Wirkstoff Essigsäure nicht in der Pflanze transportiert wird, sterben nur die Gewebe ab, die direkt von der Spritzbrühe getroffen werden. Eine unvollständige Benetzung führt dazu, dass die Schaderreger überleben oder sich schnell erholen. Eine hohe Wasseraufwandmenge und eine feine, gleichmäßige Tropfenverteilung sind daher für den Bekämpfungserfolg entscheidend.

Kann CITO MAX auf versiegelten Flächen oder Wegen eingesetzt werden?

Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Freilandflächen, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden (wie gepflasterte Wege, Terrassen oder Einfahrten), ist in Deutschland genehmigungspflichtig (§ 12 Abs. 2 PflSchG). CITO MAX darf ohne explizite behördliche Genehmigung nur auf den in der Zulassung genannten landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Kulturen eingesetzt werden.

Wie schnell kann die behandelte Fläche nach der Anwendung wieder betreten werden?

Sobald der Spritzbelag auf den Pflanzen vollständig abgetrocknet ist, kann die Fläche in der Regel wieder betreten werden. Da der Wirkstoff Essigsäure im Boden extrem schnell durch Mikroorganismen abgebaut wird, bestehen nach dem Antrocknen keine besonderen Risiken für Mensch oder Haustier, sofern die allgemeinen Sicherheitsvorgaben eingehalten wurden.