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OTHER · Clayton Plant Protection Ltd.

CLAYTON MARTELLO

BVL Zul.-Nr. 00A810-00

CLAYTON MARTELLO ist ein hochwirksames Bodenherbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern sowie wichtigen Ungräsern wie dem Gemeinen Windhalm und Rispengras-Arten. Formuliert als Emulsionskonzentrat (EC) mit dem bewährten Wirkstoff Prosulfocarb (800 g/l), bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine verlässliche Basis für die Unkrautkontrolle im Vorauflauf sowie im frühen Nachauflauf. Es ist speziell für den Einsatz in bedeutenden landwirtschaftlichen Kulturen wie Winterweichweizen, Wintergerste und Kartoffeln zugelassen.

Die Stärke des Produkts liegt in seiner ausgeprägten Bodenwirkung, die einen langanhaltenden Schutzfilm auf der Bodenoberfläche bildet. Dadurch werden auflaufende Schaderreger direkt beim Keimvorgang erfasst. Dank seiner flexiblen Anwendungsfenster unterstützt CLAYTON MARTELLO Landwirte dabei, die Konkurrenz durch Unkräuter und Ungräser in der kritischen frühen Entwicklungsphase der Kulturen effektiv auszuschalten und somit das Ertragspotenzial von Anfang an zu sichern.

Wirkstoffe

Prosulfocarb
800 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Prosulfocarb gehört zur chemischen Gruppe der Thiocarbamate und ist im HRAC-System der Gruppe 15 (Hemmung der Synthese von sehr langkettigen Fettsäuren, VLCFA) zugeordnet. Die Wirkung basiert auf der Blockade der Fettsäuresynthese, was die Zellteilung und das Streckungswachstum der empfindlichen Unkräuter und Ungräser nachhaltig stört. Der Wirkstoff wird hauptsächlich über die Wurzeln und die Koleoptile (Keimscheide) der auflaufenden Pflanzen aufgenommen und im Gewebe verteilt. Da der primäre Angriffspunkt im Gewebe der keimenden Schaderreger liegt, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für eine optimale Wirkstoffaufnahme entscheidend. Nach der Aufnahme verkrümmen sich die Keimlinge oder sterben noch vor dem Auflaufen ab. Bereits aufgelaufene Unkräuter zeigen typische Symptome wie Wachstumsstillstand und Nekrosen an den Blattspitzen.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei schwer bekämpfbaren Ungräsern wie dem Gemeinen Windhalm oder dem Einjährigen Rispengras nachhaltig vorzubeugen, sollte CLAYTON MARTELLO stets in ein integriertes Herbizidmanagement eingebunden werden. Der Wechsel mit Wirkstoffen aus anderen HRAC-Klassen (wie z. B. ALS-Hemmern oder ACCase-Hemmern) ist dringend zu empfehlen. Zudem sichert der Einsatz im Vorauflauf als Baustein einer Spritzfolge oder in Kombination mit Partnerherbiziden mit unterschiedlichen Wirkmechanismen einen dauerhaft hohen Bekämpfungserfolg und schont die Wirksamkeit dieser wichtigen Wirkstoffklasse.

Mischbarkeit & Tankmischung

CLAYTON MARTELLO zeichnet sich durch eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit vielen gängigen Vorauflauf- und frühen Nachauflaufherbiziden aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wassermenge (mindestens 200 bis 400 l/ha) zu achten, um eine gleichmäßige Benetzung des Bodens zu gewährleisten. Die Zugabe von speziellen Additiven oder Bodenhaftmitteln kann die Verteilung und Stabilität des Spritzfilms auf der Bodenoberfläche insbesondere bei trockenen Bedingungen optimieren. Vor der großflächigen Anwendung wird dennoch empfohlen, eine Mischprobe im kleinen Maßstab durchzuführen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit CLAYTON MARTELLO sind die gesetzlich vorgeschriebenen persönlichen Schutzmaßnahmen (PSA) wie Schutzanzug, Schutzhandschuhe und Augenschutz strikt einzuhalten. Da der Wirkstoff Prosulfocarb als gewässergefährdend eingestuft ist, müssen strenge Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen) beachtet werden, um den Eintrag in aquatische Ökosysteme zu verhindern. Das Pflanzenschutzmittel ist bei vorschriftsmäßiger Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, weshalb ein Einsatz auch auf blühenden Beständen außerhalb des Bienenflugs möglich ist, sofern keine Mischpartner dies einschränken.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
KartoffelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Gemeines Rispengras0–95 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Gemeines Rispengras0–95 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Gemeines Rispengras10–213 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Gemeines Rispengras10–213 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Gemeines Rispengras0–95 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von CLAYTON MARTELLO in Kartoffeln?

In Kartoffeln sollte die Behandlung idealerweise im Vorauflauf nach dem letzten Dammaufbau erfolgen. Der Boden sollte gut abgesetzt, feucht und frei von groben Klumpen sein, damit sich ein gleichmäßiger Herbizidfilm aufbauen kann, der auflaufende Unkräuter direkt beim Durchstoßen des Dammes erfasst.

Welchen Einfluss hat die Bodenfeuchtigkeit auf die Wirksamkeit des Produkts?

Da Prosulfocarb ein Bodenherbizid ist, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit entscheidend für die Aktivierung und Verteilung des Wirkstoffs im Boden. Bei extremer Trockenheit kann die Wirkung verzögert einsetzen; eine Anwendung kurz vor angekündigten Niederschlägen optimiert das Ergebnis deutlich.

Kann CLAYTON MARTELLO auch im Nachauflauf von Wintergetreide eingesetzt werden?

Ja, das Produkt ist in Winterweichweizen und Wintergerste vom Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf (bis BBCH-Stadium 21, d. h. Beginn der Bestockung) zugelassen. Die besten Ergebnisse gegen Ungräser wie Windhalm werden erzielt, wenn die Behandlung sehr früh im Einblatt- bis Zweiblattstadium der Ungräser erfolgt.

Wie verhält sich das Produkt hinsichtlich der Abdrift und welche Düsen werden empfohlen?

Um Wirkstoffverluste durch Verflüchtigung und Abdrift zu minimieren und die strengen Gewässerschutzauflagen einzuhalten, sollten injektorbasierte, extrem abdriftmindernde Düsen (mindestens 90 % Abdriftminderung) verwendet werden. Zudem sollte die Windgeschwindigkeit bei der Applikation 3 m/s nicht überschreiten.

Warum ist der Wirkstoff Prosulfocarb ein wichtiger Baustein im Resistenzmanagement?

Prosulfocarb gehört zur HRAC-Gruppe 15 und hemmt die Fettsäuresynthese. Da in vielen Regionen bereits Resistenzen von Ungräsern gegen ALS-Hemmer (Gruppe 2) und ACCase-Hemmer (Gruppe 1) vorliegen, bietet dieser Wirkstoff einen alternativen Mechanismus, der bestehende Resistenzen bricht und deren weitere Ausbreitung verhindert.