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OTHER · Clayton Plant Protection Ltd.

Clayton Neutron

BVL Zul.-Nr. 00B250-00

Clayton Neutron ist ein hochwirksames Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern und Einjährigem Rispengras in Rübenkulturen (Zuckerrübe und Futterrübe). Mit dem bewährten Wirkstoff Metamitron (696 g/l), formuliert als flüssiges Suspensionskonzentrat (SC), bietet das Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Kulturverträglichkeit und flexible Anwendungsmöglichkeiten vom Vorauflauf bis zum späten Nachauflauf (BBCH-Stadium 00 bis 19).

Das Produkt bildet das Fundament moderner Unkrautbekämpfungsstrategien im Rübenanbau. Durch die Kombination aus Boden- und Blattwirkung erfasst Clayton Neutron sowohl bereits aufgelaufene Schaderreger als auch nachkeimende Unkrautwellen. Dies sichert den jungen Kulturen in der kritischen Jugendentwicklung einen unkrautfreien Start und minimiert die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe.

Wirkstoffe

Metamitron
696 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Metamitron gehört zur chemischen Gruppe der Triazinone und ist im HRAC-System als Inhibitor des Photosynthese-Transportsystems im Photosystem II (HRAC-Gruppe 5) klassifiziert. Die Aufnahme erfolgt primär über die Wurzeln der keimenden Unkräuter, sekundär aber auch über die Blätter bei bereits aufgelaufenen Pflanzen. Nach der Aufnahme wird der Wirkstoff mit dem Transpirationsstrom in die Blätter transportiert. Dort blockiert er den Elektronentransport im Photosystem II, was zu einer Hemmung der CO2-Fixierung und zur Bildung schädlicher Sauerstoffradikale führt. In der Folge vergilben die betroffenen Schaderreger (Chlorosen) und sterben schließlich vom Blattrand her vollständig ab.

Resistenzmanagement

Zur Vermeidung von Resistenzbildungen gegenüber dem Wirkstoff Metamitron (HRAC-Gruppe 5) sollte Clayton Neutron stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept eingebunden werden. Dies umfasst den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen in der Spritzfolge. Zudem empfiehlt sich die Anwendung im Rahmen von Tankmischungen mit Partnern, die über alternative Wirkungsmechanismen verfügen, um den Selektionsdruck auf einzelne Unkrautarten effektiv zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Clayton Neutron zeichnet sich durch eine hervorragende Mischbarkeit mit anderen rübenspezifischen Herbiziden sowie gängigen Formulierungshilfsmitteln (Ölen) aus. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wasserqualität (neutraler bis leicht saurer pH-Wert) und eine kontinuierliche Rührung im Spritztank zu achten. Um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden, sollten Tankmischungen bei intensiver Sonneneinstrahlung oder extremen Temperaturschwankungen vermieden und vorzugsweise in den kühleren Abendstunden appliziert werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Clayton Neutron ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen, zu tragen. Zum Schutz von Gewässerorganismen und der aquatischen Umwelt sind die spezifischen Abstandsauflagen und Abschwemmungsminderungsklassen strikt einzuhalten. Das Pflanzenschutzmittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Eintrag in blühende Bestände oder auf von Bienen beflogene Unkräuter vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZuckerrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–192 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–192 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Clayton Neutron im Rübenanbau?

Der optimale Anwendungszeitpunkt richtet sich stark nach dem Auflauf der Unkräuter. Clayton Neutron kann flexibel im Vorauflauf oder im Nachauflauf (BBCH-Stadium 00 bis 19) eingesetzt werden. Die beste Wirkung im Nachauflauf wird erzielt, wenn sich die Schaderreger im Keimblattstadium befinden und der Boden ausreichend feucht ist, um die Wurzelaufnahme zu aktivieren.

Wie beeinflusst die Bodenfeuchtigkeit die Wirksamkeit des Mittels?

Da der Wirkstoff Metamitron zu einem wesentlichen Teil über die Wurzeln aufgenommen wird, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für die Entfaltung der vollen Bodenwirkung entscheidend. Bei extremer Trockenheit kann die Wirkung über den Boden verzögert einsetzen; in solchen Phasen gewinnt die Blattwirkung bei bereits aufgelaufenen Unkräutern an Bedeutung.

Kann Clayton Neutron in Spritzfolgen (Splitting-Verfahren) integriert werden?

Ja, das Produkt eignet sich hervorragend für das im Rübenanbau übliche Splitting-Verfahren (Nachauflauf-Spritzfolgen). Durch die Aufteilung der Aufwandmenge auf mehrere Behandlungen im Abstand von einigen Tagen kann flexibel auf neue Unkrautwellen reagiert werden, während gleichzeitig die Kulturverträglichkeit für die Zuckerrüben maximiert wird.

Welche Rolle spielt die Temperatur bei der Applikation von Clayton Neutron?

Rübenkulturen vertragen Metamitron im Allgemeinen sehr gut. Dennoch sollte die Behandlung bei extremen Temperaturen über 25 °C und intensiver Sonneneinstrahlung vermieden werden, da dies zu vorübergehenden Blattaufhellungen führen kann. Ideal sind milde, wolkige Tage oder die Applikation in den kühleren Abendstunden.

Wie lässt sich das Risiko von Wirkstoffresistenzen bei einjährigen Unkräutern minimieren?

Um Resistenzen vorzubeugen, sollte Metamitron (HRAC-Gruppe 5) stets mit Wirkstoffen aus anderen HRAC-Klassen kombiniert werden. Zudem sollten mechanische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen (wie Hacken) in das Gesamtkonzept integriert und eine weite Fruchtfolge eingehalten werden, um den Selektionsdruck einseitiger Herbizidstrategien zu senken.