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OTHER · Clayton Plant Protection Ltd.

CLAYTON TUSKAR

BVL Zul.-Nr. 00A755-00

CLAYTON TUSKAR ist ein hochwirksames, systemisches Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung eines breiten Spektrums pilzlicher Schaderreger in wichtigen landwirtschaftlichen Kulturen. Mit dem bewährten Wirkstoff Prothioconazol (250 g/l) bietet dieses Fungizid sowohl vorbeugende (protektive) als auch heilende (kurative) Eigenschaften. Es ist als flüssiges Konzentrat formuliert, das sich hervorragend in Wasser löst und eine gleichmäßige Verteilung auf den behandelten Pflanzenteilen ermöglicht.

Das Anwendungsspektrum umfasst bedeutende Getreidearten wie Weizen, Gerste, Roggen, Triticale und Hafer sowie Winterraps. CLAYTON TUSKAR zeichnet sich durch eine hervorragende Dauerwirkung aus, da der Wirkstoff nach der Applikation rasch in das Blattgewebe eindringt und dort systemisch weitertransportiert wird. Dies schützt auch den Neuzuwachs der Kultur in kritischen Wachstumsphasen zuverlässig vor einer Infektion.

Durch seine breite Zulassung gegen ertragsmindernde Krankheiten wie Septoria-Arten, Rostpilze, echten Mehltau und Halmbruchkrankheit im Getreide sowie Sclerotinia und Phoma im Raps ist das Produkt ein flexibler und unverzichtbarer Baustein in modernen Pflanzenschutzstrategien.

Wirkstoffe

Prothioconazol
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in CLAYTON TUSKAR enthaltene Wirkstoff Prothioconazol gehört zur chemischen Klasse der Triazolinthione und wird innerhalb der FRAC-Klassifizierung in die Gruppe 3 (DMI-Fungizide / Demethylierungs-Inhibitoren) eingeordnet. Der biochemische Wirkungsmechanismus basiert auf der Hemmung der C14-Demethylase, einem Schlüsselenzym in der Sterol-Biosynthese der Pilze. Ohne die Produktion von Ergosterol, einem essenziellen Baustein der pilzlichen Zellmembran, wird das Wachstum der Keimschläuche und des Myzels effektiv gestoppt. Nach der Anwendung wird der Wirkstoff akropetal – also mit dem Saftstrom nach oben – in der Kultur verteilt. Diese systemische Aktivität ermöglicht es, bereits im Gewebe etablierte, aber noch nicht sichtbare Infektionen kurativ zu stoppen. Gleichzeitig bildet sich ein langanhaltender Schutzfilm auf der Blattoberfläche, der das Eindringen neuer Sporen verhindert.

Resistenzmanagement

Um einer Selektion resistenter Stämme von Schaderregern (insbesondere bei hochriskanten Pathogenen wie *Septoria tritici*) aktiv entgegenzuwirken, muss CLAYTON TUSKAR im Rahmen eines integrierten Antiresistenzmanagements eingesetzt werden. Da Prothioconazol der FRAC-Gruppe 3 angehört, sollte die Anwendung stets im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen erfolgen, die einen unterschiedlichen Wirkungsmechanismus aufweisen (z. B. SDHI oder Strobilurine). Zudem ist die Einhaltung der empfohlenen Aufwandmenge und die Begrenzung der maximalen Anzahl an Behandlungen pro Kultur und Saison entscheidend, um die langfristige Wirksamkeit dieser wichtigen Wirkstoffklasse zu sichern.

Mischbarkeit & Tankmischung

CLAYTON TUSKAR weist eine gute physikalische und biologische Mischbarkeit mit einer Vielzahl gängiger Pflanzenschutzmittel auf, darunter Herbizide, Insektizide, Wachstumsregler sowie Blattdünger. Bei der Erstellung von Tankmischungen wird empfohlen, die Spritzbrühe zügig auszubringen und vorab eine Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchzuführen. Für eine optimale Benetzung der Kultur sollte die Wassermenge an die Bestandsdichte angepasst werden (üblicherweise 200–400 l/ha). Extrembedingungen wie Frostgefahr oder starke Sonneneinstrahlung während der Applikation sind zu vermeiden, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von CLAYTON TUSKAR sind die gesetzlichen Vorgaben zum Anwenderschutz und zur Umweltauflage strikt zu beachten. Das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) bei der Handhabung des Konzentrats und während der Ausbringung ist obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen und terrestrischen Nichtzielpflanzen müssen die vom BVL festgelegten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen exakt eingehalten werden. Das Produkt ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft, dennoch sollte die Applikation zum Schutz von Bestäubern außerhalb des aktiven Bienenflugs in den Abendstunden erfolgen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WeizenFusarium-Arten61–690.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterrapsSclerotinia sclerotiorum61–650.7 LITER_PER_HECTARE56T
WinterrapsCylindrosporium-Weißfleckigkeit (Cylindrosporium concentricum)0–550.7 LITER_PER_HECTARE56T
TriticaleGelbrost (Puccinia striiformis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Braunrost (Puccinia recondita)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
GersteGelbrost (Puccinia striiformis), Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres), Echter Mehltau (Erysiphe graminis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterroggenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
HaferHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis), Septoria-Blattdürre (Septoria tritici), Braunrost (Puccinia recondita)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterroggenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici), Septoria nodorum25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterrapsWurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans)0.7 LITER_PER_HECTARE56T
WeizenGelbrost (Puccinia striiformis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleSeptoria-Arten (Septoria spp.)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
HaferEchter Mehltau (Erysiphe graminis), Haferkronenrost (Puccinia coronata)0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterroggenEchter Mehltau (Erysiphe graminis), Braunrost (Puccinia recondita), Rhynchosporium secalis25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
GersteHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
GersteFusarium-Arten61–690.8 LITER_PER_HECTARE35T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen Ährenfusarium in Weizen?

Die gezielte Behandlung gegen Fusarium-Arten in Weizen (TRZSS) sollte idealerweise während der Hauptblüte (BBCH 61 bis 65) erfolgen. Eine Applikation in diesem engen Zeitfenster schützt die staubfadenbildenden Ährchen optimal vor einer Infektion, die besonders durch feucht-warme Witterung während der Blüte begünstigt wird.

Wie wird CLAYTON TUSKAR im Winterraps gegen Sclerotinia eingesetzt?

Im Winterraps (BRSNW) liegt der Schwerpunkt der Anwendung in der Vollblüte (BBCH 65). Zu diesem Zeitpunkt fallen die ersten infizierten Blütenblätter ab und bleiben in den Blattachseln hängen, was die Hauptinfektionsquelle für die Weißstängeligkeit (*Sclerotinia sclerotiorum*) darstellt. Eine vorbeugende Behandlung schützt die Stängelbasis nachhaltig.

Kann ich CLAYTON TUSKAR mehrmals hintereinander in derselben Saison spritzen?

Um das Risiko einer Resistenzbildung bei Schaderregern wie der Septoria-Blattdürre zu minimieren, sollten aufeinanderfolgende Behandlungen mit reinen Triazolen vermieden werden. Es wird empfohlen, CLAYTON TUSKAR im Wechsel mit Wirkstoffen aus anderen FRAC-Klassen (z. B. Carboxamiden/SDHI oder Strobilurinen) einzusetzen oder als Kombinationspartner in Spritzfolgen zu nutzen.

Welche Wassermenge wird für eine optimale Benetzung empfohlen?

Für eine gleichmäßige Verteilung und tiefe Penetration des Bestandes wird eine Wassermenge von 200 bis 400 l/ha empfohlen. Besonders bei dichten Beständen in fortgeschrittenen BBCH-Stadien sichert ein höheres Wasservolumen, dass auch die unteren Blattetagen ausreichend mit dem Wirkstoff benetzt werden.

Wie beeinflusst die Wartezeit (PHI) die Ernteplanung bei Getreide?

Die gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit (je nach Kultur und Zulassung zwischen 35 und 56 Tagen) definiert den Mindestabstand zwischen der letzten Anwendung und der Ernte. Planen Sie späte Behandlungen (z. B. zur Ähren- oder Spätbehandlung) präzise ein, um sicherzustellen, dass dieser Zeitraum vor dem geplanten Druschtermin vollständig eingehalten wird.