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Sonstige · SBM Developpement SAS

Curamat Rosen-Pilzfrei

BVL Zul.-Nr. 007626-61

Curamat Rosen-Pilzfrei ist ein bewährtes, systemisch wirkendes Pflanzenschutzmittel, das speziell für den Schutz von Zierpflanzen und insbesondere Rosen gegen ein breites Spektrum von pilzlichen Schaderregern entwickelt wurde. Dank seiner flüssigen Formulierung lässt sich das Produkt leicht dosieren und gleichmäßig auf den Kulturen verteilen. Es hat sich im Markt als zuverlässiger Partner für den ambitionierten Anbau und die anspruchsvolle Pflege im Zierpflanzenbereich etabliert.

Der enthaltene Wirkstoff Tebuconazol zeichnet sich durch seine hervorragende vorbeugende (protektive) und heilende (kurative) Wirkung aus. Dies bedeutet, dass das Mittel nicht nur gesunde Pflanzenteile vor einer Infektion schützt, sondern auch bereits beginnende Infektionen im Gewebe stoppen kann. Typische Zielorganismen im Zierpflanzenbau umfassen klassische Blattpilze wie Echten Mehltau, Rosenrost und Sternrußtau.

Durch die systemische Verteilung im Saftstrom der Kultur werden auch neu zuwachsende Blätter und Triebe nach der Anwendung über einen längeren Zeitraum hinweg geschützt. Dies macht Curamat Rosen-Pilzfrei zu einem flexiblen Baustein im integrierten Pflanzenschutz, der auch bei wechselhaftem Wetter eine verlässliche Dauerwirkung zeigt.

Wirkstoffe

Tebuconazol
25 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Tebuconazol gehört zur chemischen Gruppe der Triazole und ist in die FRAC-Gruppe 3 (DMI-Fungizide / Demethylierungs-Inhibitoren) eingestuft. Die biochemische Wirkung basiert auf der gezielten Hemmung der C14-Demethylase, eines Schlüsselenzyms in der Biosynthese von Ergosterol. Ergosterol ist ein unverzichtbarer Baustein für den Aufbau und die Stabilität der pilzlichen Zellmembranen. Ohne diesen Stoff kommt es zu strukturellen und funktionellen Defekten in den Membranen, was letztlich zum Absterben des Pilzmycels führt. Nach der Applikation dringt der Wirkstoff rasch in das Blattgewebe ein und wird akropetal – also mit dem Wasserstrom nach oben hin zu den Blattspitzen – in der Kultur verteilt. Diese systemische Eigenschaft sorgt dafür, dass auch die Blattunterseiten sowie der Neuzuwachs geschützt werden und der Wirkstoff schnell regenfest ist.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung der Schaderreger gegenüber Triazolen (FRAC-Gruppe 3) vorzubeugen, solltest du Curamat Rosen-Pilzfrei stets im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen einsetzen. Vermeide es, dieses Pflanzenschutzmittel blockweise über die gesamte Saison hinweg anzuwenden. Ein gezielter Wechsel mit Kontaktfungiziden oder Wirkstoffen aus den Gruppen der Strobilurine oder SDHI-Inhibitoren sichert die langfristige Wirksamkeit des Wirkstoffs Tebuconazol und verhindert die Selektion resistenter Pilzstämme in deinen Kulturen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Herstellung von Tankmischungen ist darauf zu achten, dass Curamat Rosen-Pilzfrei im Allgemeinen gut mit gängigen Insektiziden und Blattdüngern mischbar ist. Dennoch empfiehlt es sich, vor jeder großflächigen Anwendung eine kleine Probemischung (Mischbarkeitsprüfung) durchzuführen, um physikalische Unverträglichkeiten auszuschließen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide extrem hartes oder sehr kaltes Wasser, da dies die Emulgierbarkeit des Mittels beeinträchtigen kann. Die Anwendung sollte bevorzugt in den kühleren Morgen- oder Abendstunden erfolgen, um Spritzflecken und Phytotoxizität bei starker Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit diesem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung bei der Ansetzung der Spritzbrühe sowie der Ausbringung unerlässlich. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Datensatz hinterlegt ist, solltest du aus Gründen des vorsorgenden Umweltschutzes Anwendungen an blühenden Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, konsequent vermeiden. Führe Behandlungen bevorzugt in den späten Abendstunden durch, wenn der Bienenflug beendet ist. Achte zudem darauf, dass keine Abdrift in angrenzende Gewässer oder Biotopstrukturen gelangt, um aquatische Organismen und die lokale Fauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZierpflanzenEchte Mehltaupilze400 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
ZierpflanzenEchte Mehltaupilze400 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
ZierpflanzenEchte Mehltaupilze400 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
ZierpflanzenRostpilze400 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
ZierpflanzenRostpilze400 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
ZierpflanzenRostpilze400 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenRost (Phragmidium mucronatum)600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenRost (Phragmidium mucronatum)600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenRost (Phragmidium mucronatum)600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenRost (Phragmidium mucronatum)600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenRost (Phragmidium mucronatum)31–99600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenSternrußtau (Diplocarpon rosae)31–99600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenRost (Phragmidium mucronatum)31–99600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenSternrußtau (Diplocarpon rosae)31–99600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
Buchsbaum (Gemeiner -)Cylindrocladium400 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenEchter Mehltau (Sphaerotheca pannosa)600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenEchter Mehltau (Sphaerotheca pannosa)600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenEchter Mehltau (Sphaerotheca pannosa)600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenEchter Mehltau (Sphaerotheca pannosa)600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenEchter Mehltau (Sphaerotheca pannosa)31–99600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER
RosenEchter Mehltau (Sphaerotheca pannosa)31–99600 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung mit Curamat Rosen-Pilzfrei?

Der optimale Anwendungszeitpunkt liegt im Frühjahr bei den ersten sichtbaren Anzeichen einer Infektion oder bei Infektionsgefahr, beispielsweise nach warmen, feuchten Perioden. Eine frühzeitige, protektive Behandlung verhindert, dass sich Schaderreger wie Sternrußtau oder Rosenrost überhaupt erst auf den Blättern deiner Kulturen etablieren können.

Wie oft darf ich das Mittel in einer Saison maximal anwenden?

Um Resistenzen vorzubeugen und die Umwelt zu schonen, solltest du die Anzahl der Anwendungen pro Jahr streng begrenzen und dich an die Vorgaben der Gebrauchsanleitung halten. Generell empfiehlt es sich, maximal zwei bis drei Behandlungen pro Saison mit diesem oder anderen Wirkstoffen aus der FRAC-Gruppe 3 durchzuführen.

Kann ich Curamat Rosen-Pilzfrei auch bei feuchtem Wetter oder Regen anwenden?

Nein, die Blätter deiner Kulturen sollten bei der Anwendung trocken sein, damit die Spritzbrühe optimal anhaften und der Wirkstoff Tebuconazol in das Blattgewebe eindringen kann. Sobald das Mittel angetrocknet ist (meist nach ein bis zwei Stunden), ist es regenfest und wird nicht mehr abgewaschen.

Was bedeutet die systemische Wirkung für den Neuzuwachs meiner Rosen?

Systemisch bedeutet, dass der Wirkstoff nach dem Antrocknen von der Kultur aufgenommen und im Saftstrom nach oben transportiert wird. Dadurch werden auch Blätter und Triebe, die sich erst nach der Spritzung entwickeln, für eine gewisse Zeit vor dem Eindringen von Pilzsporen geschützt.

Wie erkenne ich, ob meine Kulturen von Sternrußtau oder Echtem Mehltau befallen sind?

Echter Mehltau zeigt sich meist als mehlartiger, weißer Belag auf den Blattoberseiten und Knospen. Sternrußtau erkennst du an unregelmäßigen, schwarz-braunen Flecken auf den Blättern, die oft gelb umrandet sind und vorzeitig abfallen. Sobald du diese Symptome bemerkst, solltest du rasch handeln, um eine weitere Ausbreitung zu stoppen.

Kann ich das Produkt mit einem Insektizid mischen, wenn gleichzeitig Schädlinge auftreten?

Ja, eine Mischung mit gängigen Insektiziden ist meist problemlos möglich, um in einem Arbeitsgang auch saugende oder beißende Schädlinge zu bekämpfen. Führe jedoch vorab immer eine kleine Mischprobe in einem separaten Gefäß durch, um sicherzustellen, dass keine Ausflockungen oder Trübungen entstehen.