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Sonstige · W. NEUDORFF GMBH KG

Dehner Schneckenkorn Wirkstoff aus der Natur

BVL Zul.-Nr. 034496-60

Dehner Schneckenkorn Wirkstoff aus der Natur ist ein hochwirksames Molluskizid zur gezielten Regulierung von Nacktschnecken in verschiedenen Kulturen. Als anwendungsfertiges Ködergranulat formuliert, basiert dieses Pflanzenschutzmittel auf einem in der Natur vorkommenden Wirkstoff und bietet eine hervorragende Kombination aus hoher Attraktivität für den Schaderreger und exzellenter Umweltverträglichkeit. Es eignet sich ideal für den Einsatz im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes sowie für den ökologischen Landbau.

Die Köderpellets zeichnen sich durch eine extreme Regen- und Schimmelfestigkeit aus. Selbst bei feuchter Witterung – also genau dann, wenn der Schaderregerdruck durch Nacktschnecken am höchsten ist – bleibt die Lockwirkung über einen langen Zeitraum stabil. Durch die Aufnahme von Feuchtigkeit quellen die Pellets leicht auf, ohne zu zerfallen, was ihre Attraktivität für die Schaderreger zusätzlich steigert.

Wirkstoffe

Eisen-III-phosphat
9.9 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Eisen-III-phosphat führt nach der Aufnahme durch die Nacktschnecken zu schnellen zellulären Veränderungen im Kropf und in der Mitteldarmdrüse des Schaderregers. Dies bewirkt einen sofortigen Fraßstopp, sodass die behandelten Kulturen unmittelbar nach der Köderaufnahme vor weiteren Schäden geschützt sind. Ein wesentlicher physiologischer Vorteil dieses Wirkungsmechanismus ist, dass sich die Schnecken nach der Aufnahme des Köders in den Boden oder in schattige Verstecke zurückziehen, um dort zu verenden. Im Gegensatz zu älteren Wirkstoffen kommt es nicht zu einer übermäßigen Schleimabsonderung, wodurch weder unästhetische Schleimspuren auf den Kulturen zurückbleiben noch tote Schnecken auf der Bodenoberfläche abgesammelt werden müssen.

Resistenzmanagement

Da Eisen-III-phosphat auf einem rein physiologischen Wirkungsmechanismus im Verdauungstrakt der Schaderreger basiert, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung als äußerst gering einzustufen. Es sind keine Resistenzen von Nacktschnecken gegen diesen Wirkstoff bekannt. Ein spezielles Resistenzmanagement im Sinne eines Wirkstoffwechsels ist daher nicht erforderlich. Dennoch empfiehlt es sich, die Anwendung in ein ganzheitliches Kulturmanagement einzubetten, das auch mechanische Maßnahmen wie eine gezielte Bodenbearbeitung zur Reduzierung der Schneckeneier umfasst.

Mischbarkeit & Tankmischung

Als festes, gebrauchsfertiges Ködergranulat wird dieses Pflanzenschutzmittel trocken und breitflächig auf den Boden ausgebracht. Eine Tankmischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern ist systembedingt ausgeschlossen und nicht vorgesehen. Achte bei der Anwendung darauf, das Granulat gleichmäßig auf dem Boden zwischen den Reihen zu verteilen und nicht direkt auf den Blättern der Kulturen abzulegen, um eine optimale Köderwirkung am Boden zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Das Pflanzenschutzmittel zeichnet sich durch ein sehr günstiges Ökotoxizitätsprofil aus. Da keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse im FACTS-Block angegeben ist, gilt die allgemeine, vorsorgliche Empfehlung, das Mittel schonend auszubringen und direkten Eintrag in blühende Bestände zu vermeiden. Der Wirkstoff schont wichtige Nützlinge wie Laufkäfer, Spinnen und Igel, die als natürliche Feinde der Nacktschnecken fungieren. Um Haustiere und Vögel zu schützen, solltest du das Granulat stets gleichmäßig flächig ausbringen und die Bildung von Köderhäufchen unbedingt vermeiden. Trage bei der Handhabung die übliche persönliche Schutzausrüstung.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZierpflanzenNacktschnecken5 GRAM_PER_SQUARE_METER
ObstkulturenNacktschnecken5 GRAM_PER_SQUARE_METER
GemüsekulturenNacktschnecken5 GRAM_PER_SQUARE_METER
ObstkulturenNacktschnecken5 GRAM_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenNacktschnecken5 GRAM_PER_SQUARE_METER
GemüsekulturenNacktschnecken5 GRAM_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt, um das Schneckenkorn in meinen Kulturen auszubringen?

Streue das Ködergranulat am besten in den frühen Abendstunden aus, wenn die Nacktschnecken aktiv werden. Da die Schaderreger feuchte Bedingungen bevorzugen, ist eine Anwendung nach einem Regenschauer oder nach dem Gießen besonders effektiv. Achte darauf, das Mittel bereits bei den ersten Anzeichen von Fraßschäden auszubringen, um junge Kulturen frühzeitig zu schützen.

Wie sollte ich das Granulat auf der Fläche verteilen?

Verteile die Köderpellets gleichmäßig und breitflächig im gesamten gefährdeten Beet oder Feld. Vermeide es unbedingt, das Schneckenkorn in Häufchen oder in engen Ringen um einzelne Pflanzen auszulegen. Eine gleichmäßige, flächige Verteilung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Nacktschnecken den Köder auf ihren Wanderungen schnell finden, bevor sie die Kulturen beschädigen.

Was passiert mit dem Schneckenkorn bei starkem Regen?

Die spezielle Formulierung ist extrem regen- und feuchtigkeitsbeständig. Bei Feuchtigkeit nehmen die Pellets Wasser auf und quellen auf, was sie für die Schaderreger sogar noch attraktiver macht, ohne dass sie zerfallen. Erst bei extrem langanhaltenden, intensiven Niederschlägen oder wenn der Köder vollständig weggefressen wurde, solltest du eine erneute Behandlung durchführen.

Warum sehe ich nach der Anwendung keine toten Schnecken auf der Bodenoberfläche?

Das liegt am besonderen Wirkungsmechanismus von Eisen-III-phosphat. Nach der Aufnahme des Köders verspüren die Nacktschnecken einen sofortigen Fraßstopp. Sie ziehen sich in den Boden oder in ihre Verstecke zurück, wo sie dann verenden. Das Ausbleiben von sichtbaren Kadavern oder Schleimspuren auf der Bodenoberfläche ist also ein Zeichen für den Erfolg der Behandlung.

Ist das Schneckenkorn gefährlich für Haustiere oder Nützlinge wie Igel?

Nein, der Wirkstoff Eisen-III-phosphat schont wichtige Nützlinge wie Igel, Laufkäfer und Regenwürmer, die natürliche Feinde der Nacktschnecken sind. Auch für Haustiere wie Hunde und Katzen ist das Produkt bei sachgemäßer Anwendung ungiftig. Achte dennoch darauf, das Granulat gleichmäßig zu streuen, damit Haustiere keine größeren Mengen auf einmal aufnehmen können.