Alle Mittel
Sonstige · CAC Chemical GmbH

DEMETRIS

BVL Zul.-Nr. 008386-61

DEMETRIS ist ein hochselektives, systemisches Herbizid (Graminizid) zur gezielten Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen Unkräutern und der Gemeinen Quecke. Als flüssiges Emulsionskonzentrat formuliert, dringt der Wirkstoff schnell in die Blätter der Schadgräser ein und verteilt sich systemisch in der gesamten Pflanze bis in die Wurzeln und Rhizome. Dies macht das Pflanzenschutzmittel zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen Ackerbau, insbesondere in zweikeimblättrigen Kulturen wie Raps, Kartoffeln und Rüben.

Durch die gezielte Wirkung gegen Schadgräser ermöglicht DEMETRIS eine saubere Kulturführung in sensiblen Entwicklungsphasen. Es schont die Hauptkulturen vollständig und sorgt dafür, dass Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe frühzeitig ausgeschaltet wird. Die flexible Anwendung im Nachauflauf macht das Produkt zu einem verlässlichen Partner für den praktischen Pflanzenschutz.

Wirkstoffe

Quizalofop-P-ethyl
108 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl gehört zur chemischen Gruppe der Aryloxyphenoxypropionate (Fops) und wird nach HRAC als ACCase-Inhibitor (HRAC-Gruppe 1) klassifiziert. Der Wirkmechanismus basiert auf der selektiven Hemmung des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase in den Chloroplasten der Gräser. Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese von Fettsäuren, die für den Aufbau von Zellmembranen im meristematischen Gewebe benötigt werden. Nach der Aufnahme über die Blätter wird der Wirkstoff rasch in die Wachstumszonen (Meristeme) der Triebe und Wurzeln transportiert. Dort führt die Blockade der Fettsäuresynthese zum Stillstand des Zellwachstums. Erste Symptome zeigen sich nach wenigen Tagen durch Vergilbungen der jüngsten Blätter und Herzblätter, gefolgt von einer vollständigen Nekrose und dem Absterben der Schadgräser innerhalb von zwei bis drei Wochen. Da zweikeimblättrige Kulturen eine unempfindliche Form der ACCase besitzen, sind sie absolut tolerant gegenüber diesem Wirkstoff.

Resistenzmanagement

Um das Risiko von Resistenzen gegen ACCase-Inhibitore (HRAC-Gruppe 1) zu minimieren, solltest du DEMETRIS stets in ein integriertes Herbizidmanagement einbinden. Vermeide den wiederholten, ausschließlichen Einsatz von Graminiziden derselben Wirkstoffklasse auf derselben Fläche. Kombiniere oder rotiere die Anwendung stattdessen mit Bodenherbiziden oder Wirkstoffen aus anderen HRAC-Gruppen und nutze ackerbauliche Maßnahmen wie eine vielseitige Fruchtfolge und mechanische Bodenbearbeitung zur Reduzierung des Ungrasdrucks.

Mischbarkeit & Tankmischung

DEMETRIS zeigt sich im Allgemeinen gut mischbar mit vielen gängigen Fungiziden und Insektiziden, die in den zugelassenen Kulturen eingesetzt werden. Bei geplanten Tankmischungen mit anderen Herbiziden oder Blattdüngern solltest du jedoch vorab die Verträglichkeit prüfen, da es in Einzelfällen zu antagonistischen Effekten (insbesondere bei der Queckenbekämpfung) oder zu einer verringerten Kulturverträglichkeit kommen kann. Achte auf eine ausreichende Wassermenge und vermeide Spritzungen bei extremer Hitze, hoher UV-Einstrahlung oder wenn die Kulturen unter Trocken- oder Froststress stehen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit DEMETRIS ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Schutzbrille, während der Anmischung und Ausbringung obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Datenblatt ausgewiesen ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern und nützlichen Insekten grundsätzlich auf eine Anwendung in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, verzichten und die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durchführen. Vermeide zudem jegliche Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen, um aquatische Organismen und die Nichtziel-Flora zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterrapsGemeine Quecke0–351 LITER_PER_HECTARE75T
KartoffelGemeine Quecke12–331 LITER_PER_HECTARE45T
ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–330.6 LITER_PER_HECTARE87T
WinterrapsGemeine Quecke10–181 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeGemeine Quecke10–331 LITER_PER_HECTARE87T
KartoffelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter12–330.6 LITER_PER_HECTARE45T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter0–350.6 LITER_PER_HECTARE75T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–180.6 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Behandlung von einjährigen Schadgräsern mit DEMETRIS?

Der beste Bekämpfungserfolg wird erzielt, wenn sich die einjährigen Ungräser im aktiven Wachstum befinden und das Stadium vom 2-Blatt-Stadium bis zum Bestockungsende (BBCH 12–29) erreicht haben. Zu diesem Zeitpunkt ist die Blattfläche groß genug für eine optimale Wirkstoffaufnahme, und die Pflanzen sind noch empfindlich genug für eine schnelle Abtötung.

Wie bekämpfst du die Gemeine Quecke am effektivsten mit diesem Produkt?

Da die Gemeine Quecke ein ausdauerndes Unkraut mit tiefen Rhizomen ist, benötigt sie für eine nachhaltige Wirkung eine höhere Aufwandmenge innerhalb des zugelassenen Bereichs. Warte mit der Behandlung, bis die Quecke eine Wuchshöhe von etwa 15–20 cm erreicht hat und genügend aktive Blattmasse gebildet hat, damit ausreichend Wirkstoff in das unterirdische Rhizomsystem transportiert werden kann.

Was musst du bezüglich der Witterung bei der Anwendung von DEMETRIS beachten?

Wende das Produkt idealerweise bei wüchsigem Wetter mit moderaten Temperaturen (zwischen 10 °C und 20 °C) und ausreichender Luftfeuchtigkeit an. Vermeide Behandlungen bei praller Mittagssonne, Temperaturen über 25 °C oder wenn die Kulturen durch anhaltende Trockenheit, Staunässe oder Nachtfröste gestresst sind, da dies die Wirkstoffaufnahme hemmt und das Risiko von Kulturschäden erhöht.

Wie lange nach der Spritzung muss es trocken bleiben, damit DEMETRIS voll wirkt?

DEMETRIS ist dank seiner Formulierung relativ schnell regenfest. In der Regel reicht eine niederschlagsfreie Zeit von ein bis zwei Stunden nach der Applikation aus, damit der Wirkstoff vollständig von den Blättern der Schadgräser aufgenommen werden kann.

Kannst du DEMETRIS auch in einer Tankmischung mit einem Herbizid gegen zweikeimblättrige Unkräuter ausbringen?

Obwohl Mischungen theoretisch möglich sind, kann die Kombination von Graminiziden wie DEMETRIS mit bestimmten Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter (z. B. Wuchsstoffen oder Sulfonylharnstoffen) zu einem Antagonismus führen. Das bedeutet, dass die Wirkung gegen die Schadgräser oder die Quecke deutlich abgeschwächt werden kann. Es wird daher empfohlen, solche Behandlungen im Abstand von einigen Tagen getrennt durchzuführen.

Warum ist die Einhaltung der Wartezeit bei Kartoffeln und Rüben so wichtig?

Die registrierte Wartezeit (zwischen 45 und 87 Tagen je nach Kultur) stellt sicher, dass sich eventuelle Wirkstoffrückstände in den Ernteprodukten (wie Kartoffelknollen oder Rübenkörpern) bis zur Ernte unter die gesetzlich festgelegten Rückstandshöchstmengen abbauen. Plane deine Behandlung daher vorausschauend basierend auf dem voraussichtlichen Erntetermin.