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OTHER · GLOBACHEM NV

Eledura

BVL Zul.-Nr. 00A876-60

Eledura ist ein leistungsstarkes, breit wirksames Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern sowie wichtigen Ungräsern wie dem Gemeinen Windhalm und dem Einjährigen Rispengras in Wintergetreide. Als moderne, flüssige Formulierung kombiniert das Pflanzenschutzmittel drei komplementäre Wirkstoffe mit einem integrierten Safener (Cloquintocet), um eine hervorragende Kulturverträglichkeit bei gleichzeitig maximaler Unkrautkontrolle zu gewährleisten.

Das Produkt ist speziell für den frühen Nachauflauf im Herbst (BBCH-Stadium 10 bis 14) in Winterweichweizen, Wintergerste, Winterroggen und Wintertriticale konzipiert. Durch die Kombination von Boden- und Blattwirkung erfasst Eledura sowohl bereits aufgelaufene Schaderreger als auch nachkeimende Unkrautwellen zuverlässig. Dies macht es zu einem wichtigen Baustein für die Unkrautfreiheit im Getreidebau direkt zum Start der Vegetationsperiode.

Wirkstoffe

Cloquintocet
1.33 g/L · Safener
Diflufenican
14 g/L · Wirkstoff
Halauxifen-methyl
1.33 g/L · Wirkstoff
Prosulfocarb
667 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirksamkeit von Eledura basiert auf dem Zusammenspiel dreier unterschiedlicher Wirkmechanismen. Prosulfocarb (HRAC-Gruppe 15) hemmt die Synthese von sehr langkettigen Fettsäuren (VLCFA) und wirkt primär über den Boden sowie die Keimscheide der Ungräser. Diflufenican (HRAC-Gruppe 12) blockiert die Phytoen-Desaturase, was die Carotinoid-Biosynthese stört und zu typischen Aufhellungen (Bleaching) führt. Halauxifen-methyl (HRAC-Gruppe 4) agiert als synthetisches Auxin und sorgt für ein rasches, hormonell gesteuertes Absterben zweikeimblättriger Unkräuter über das Blatt. Der enthaltene Safener Cloquintocet beschleunigt selektiv den Abbau der herbiziden Wirkstoffe in den Kulturpflanzen, ohne die Wirkung auf die Schaderreger zu beeinträchtigen. Diese Kombination minimiert das Risiko von Phytotox-Symptomen selbst unter wechselhaften Witterungsbedingungen im Herbst.

Resistenzmanagement

Durch die Kombination von drei Wirkstoffen aus unterschiedlichen HRAC-Klassen (4, 12 und 15) bietet Eledura ein eingebautes Resistenzmanagement. Um der Selektion resistenter Biotypen – insbesondere beim Gemeinen Windhalm – langfristig vorzubeugen, sollte dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen einer weiten Fruchtfolge eingesetzt werden. Der Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen im Frühjahr sowie mechanische Maßnahmen sichern die langfristige Wirksamkeit der Wirkstoffe auf dem Feld.

Mischbarkeit & Tankmischung

Eledura zeichnet sich durch eine gute physikalische Mischbarkeit mit gängigen Herbst-Insektiziden zur Vektorenkontrolle aus. Bei Tankmischungen ist stets auf eine ausreichende Wassermenge (mindestens 200 l/ha) und eine kontinuierliche Rührung im Spritztank zu achten. Die Zugabe von Additiven ist in der Regel nicht erforderlich, da die Formulierung bereits optimal auf die Benetzung und Wirkstoffaufnahme abgestimmt ist. Extreme Kälte oder Frost unmittelbar nach der Anwendung sollten vermieden werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Eledura ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen. Aufgrund der enthaltenen Wirkstoffe, insbesondere des bodenaktiven Prosulfocarbs und des gewässerbelastenden Diflufenicans, sind strenge Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen (Abdriftminderungsklassen beachten) einzuhalten. Das Mittel ist als bienenungefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Pflanzen vermieden werden, um Nichtzielorganismen und die lokale Biodiversität zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–143 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–143 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–143 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–143 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für Eledura im Herbst?

Der optimale Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Kultur (BBCH-Stadium 10 bis 14), wenn sich die Schaderreger im Keimblatt- bis frühen Laubblattstadium befinden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Bodenfeuchtigkeit meist ausreichend, um die Bodenwirkung der Wirkstoffe voll zu aktivieren.

Welche Rolle spielt die Bodenfeuchtigkeit für die Wirksamkeit von Eledura?

Da wichtige Komponenten wie Prosulfocarb und Diflufenican stark über den Boden wirken, ist ein feuchtes, feinkrümeliges Saatbett ideal. Feuchtigkeit erleichtert die Verteilung des Wirkstofffilms an der Bodenoberfläche und fördert die Aufnahme über die Keimscheide und Wurzeln der auflaufenden Unkräuter.

Kann Eledura auch auf sehr leichten oder sandigen Böden eingesetzt werden?

Ja, der Einsatz ist grundsätzlich möglich. Bei extrem leichten Böden und angekündigten Starkregenereignissen sollte jedoch vorsichtig agiert werden, um ein Einwaschen der Wirkstoffe in die empfindliche Wurzelzone der Kultur zu verhindern. Der integrierte Safener Cloquintocet bietet hierbei jedoch einen wichtigen Schutzpuffer.

Wie verhält sich Eledura bei Spätfrösten im Herbst?

Die Anwendung sollte nicht unmittelbar vor Frostperioden erfolgen. Wenn die Kultur durch Frost gestresst ist, kann der physiologische Abbau der Wirkstoffe verlangsamt sein, was zu vorübergehenden Wachstumsverzögerungen führen kann. Applizieren Sie das Produkt idealerweise an frostfreien Tagen auf abgetrocknete Bestände.

Warum enthält Eledura drei verschiedene herbizide Wirkstoffe?

Die Kombination aus Halauxifen-methyl, Diflufenican und Prosulfocarb deckt ein extrem breites Spektrum ab und bekämpft sowohl schwer bekämpfbare Laubunkräuter als auch wichtige Ungräser. Zudem minimiert die Nutzung dreier unterschiedlicher Wirkmechanismen (HRAC-Gruppen 4, 12 und 15) das Risiko von Resistenzbildungen erheblich.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Windhalm?

Nutzen Sie die Such- und Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech, wählen Sie Ihre spezifische Kultur (z. B. Winterweichweizen) und filtern Sie gezielt nach dem Schaderreger 'Gemeiner Windhalm', um alle in Deutschland registrierten Alternativen und deren Anwendungsbestimmungen anzuzeigen.