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OTHER · Cheminova Deutschland GmbH

GAT DECLINE 2.5 EC

BVL Zul.-Nr. 007874-00

GAT DECLINE 2.5 EC ist ein bewährtes, breit wirksames Insektizid zur Bekämpfung einer Vielzahl von beißenden und saugenden Schaderregern in wichtigen landwirtschaftlichen Kulturen wie Getreide (Weizen, Gerste, Hafer) und Winterraps. Als emulgierbares Konzentrat (EC) formuliert, zeichnet sich das Pflanzenschutzmittel durch eine hervorragende Benetzung der Blattoberfläche und eine schnelle Wirkstoffaufnahme aus.

Der Wirkstoff Deltamethrin verleiht dem Produkt eine ausgeprägte Kontakt- und Fraßwirkung mit einem extrem schnellen Knock-down-Effekt. Dies macht GAT DECLINE 2.5 EC zu einem unverzichtbaren Werkzeug im herbstlichen und frühjahrsmäßigen Kulturmanagement, insbesondere zur Verhinderung von Virusübertragungen durch Blattläuse im Getreide sowie zur Kontrolle kritischer Rapsschädlinge wie dem Rapserdfloh oder den Stängelrüsslern.

Durch die schnelle Anfangswirkung werden die Schaderreger unmittelbar nach dem Kontakt oder der Aufnahme des Wirkstoffs an der weiteren Nahrungsaufnahme gehindert, was einen sofortigen Schutz der Kultur gewährleistet. Die Formulierung sichert zudem eine gute Regenbeständigkeit kurz nach der Anwendung.

Wirkstoffe

Deltamethrin
25 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in GAT DECLINE 2.5 EC enthaltene Wirkstoff Deltamethrin gehört zur chemischen Klasse der Pyrethroide (IRAC-Gruppe 3A). Er wirkt als Modulator der spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen der Schaderreger. Durch die Blockade dieser Kanäle kommt es zu einer dauerhaften Depolarisation der Nervenzelle, was zu unkontrollierten Nervenimpulsen, Krämpfen, Lähmungen und letztlich zum schnellen Absterben des Schädlings führt. Da es sich um ein reines Kontakt- und Fraßgift handelt, ist eine gründliche Benetzung aller Pflanzenteile bei der Anwendung entscheidend. Systemische Eigenschaften besitzt der Wirkstoff nicht, weshalb eine direkte Erfassung der Schaderreger oder deren Kontakt mit dem frischen Spritzbelag für den Bekämpfungserfolg maßgeblich ist.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen, insbesondere bei intensiv bekämpften Schaderregern wie dem Rapserdfloh oder Getreideblattläusen, wirksam vorzubeugen, muss GAT DECLINE 2.5 EC strikt im Rahmen eines integrierten Resistenzmanagements eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass aufeinanderfolgende Behandlungen mit Wirkstoffen der IRAC-Gruppe 3A (Pyrethroide) vermieden werden sollten. Stattdessen ist ein konsequenter Wirkstoffwechsel mit Insektiziden anderer Wirkungsklassen einzuplanen. Zudem sollten Behandlungen nur bei Überschreiten der wirtschaftlichen Schadschwellen durchgeführt werden.

Mischbarkeit & Tankmischung

GAT DECLINE 2.5 EC zeigt sich in der Praxis als hervorragend mischbar mit gängigen Fungiziden, Herbiziden und flüssigen Blattdüngern (wie z. B. Harnstoff-Ammoniumnitrat-Lösungen oder Mikronährstoffen). Bei Mischungen mit sauren oder stark alkalischen Partnern ist jedoch Vorsicht geboten, da extreme pH-Werte im Spritztank den Wirkstoffabbau beschleunigen können; ein pH-Wert des Spritzwassers im leicht sauren bis neutralen Bereich (pH 5,5 bis 7) ist optimal. Vor der großflächigen Anwendung wird stets ein physischer Mischbarkeitstest in einem kleinen Gefäß sowie die Beachtung der Gebrauchsanleitungen der Mischpartner empfohlen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Als Pyrethroid erfordert der Umgang mit GAT DECLINE 2.5 EC sorgfältige Schutzmaßnahmen für den Anwender, einschließlich der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) bei der Tankbefüllung und Ausbringung. Aufgrund der hohen Toxizität von Deltamethrin gegenüber aquatischen Organismen müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Abdriftminderungsklassen und Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern strikt eingehalten werden. Zum Schutz von Wildbienen und anderen Bestäubern darf das Pflanzenschutzmittel in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv fliegen, nur unter strenger Beachtung der spezifischen nationalen Bienenschutzauflagen angewendet werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
GersteBlattläuse als Virusvektoren0–830.2 LITER_PER_HECTARE28T
WeizenOpomyza spec. (Getreidefliegen)0–830.25 LITER_PER_HECTARE28T
WinterrapsBlattläuse als Virusvektoren0–690.25 LITER_PER_HECTARE
HaferBlattläuse0.25 LITER_PER_HECTARE28T
GersteOpomyza spec. (Getreidefliegen)0–830.25 LITER_PER_HECTARE28T
WinterrapsRapsstängelrüssler, Gefleckter Kohltriebrüssler0–390.25 LITER_PER_HECTARE
GersteGetreidehähnchen (Lema sp.)0.2 LITER_PER_HECTARE28T
WeizenGetreidehähnchen (Lema sp.)0.2 LITER_PER_HECTARE28T
WeizenBlattläuse0.25 LITER_PER_HECTARE28T
GersteBlattläuse0.25 LITER_PER_HECTARE28T
WeizenBlattläuse als Virusvektoren0–830.2 LITER_PER_HECTARE28T
WinterrapsRapserdfloh0–290.25 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für den Einsatz von GAT DECLINE 2.5 EC gegen Blattläuse als Virusvektoren im Getreide?

Der Einsatz sollte im Herbst erfolgen, sobald der Zuflug der Blattläuse (meist Haferblattlaus) in den jungen Getreidebeständen einsetzt und die Schadschwelle überschritten ist. Ziel ist es, die Übertragung des Gerstengelbverzwergungsverursachenden Virus (BYDV) in den frühen BBCH-Stadien der Kultur frühzeitig zu unterbinden, bevor sich die Vektoren im Bestand etablieren können.

Wie beeinflusst die Temperatur die Wirksamkeit von GAT DECLINE 2.5 EC?

Als Pyrethroid der Klasse 3A zeigt Deltamethrin eine negative Temperaturabhängigkeit. Das bedeutet, dass die beste Wirkung bei kühleren bis mäßigen Temperaturen (unter 20 °C) erzielt wird. Bei starker Hitze und intensiver Sonneneinstrahlung kann die Wirkungsdauer verkürzt sein, weshalb Anwendungen idealerweise in den kühlen Morgen- oder Abendstunden erfolgen sollten.

Kann GAT DECLINE 2.5 EC bei nachgewiesener Pyrethroid-Resistenz des Rapserdflohs eingesetzt werden?

Wenn in einer Region bereits eine gefestigte Resistenz des Rapserdflohs gegen Pyrethroide des Typs II (zu denen Deltamethrin gehört) nachgewiesen wurde, ist die Wirkung von GAT DECLINE 2.5 EC stark eingeschränkt oder unzureichend. In diesen Fällen müssen alternative Wirkstoffklassen im Rahmen des regionalen Pflanzenschutzdienst-Monitorings gewählt werden.

Welche Rolle spielt die Wassermenge bei der Ausbringung dieses Pflanzenschutzmittels?

Da Deltamethrin ein reines Kontaktinsektizid ist und keine systemische Wirkung besitzt, ist eine ausreichende Wassermenge (üblicherweise 200 bis 400 l/ha) und eine feine Tropfenapplikation entscheidend. Nur so kann eine lückenlose Benetzung der Kultur und das Erreichen versteckt sitzender Schaderreger, wie etwa der Rapsstängelrüssler in den Blattachseln, gewährleistet werden.

Wie verhält sich GAT DECLINE 2.5 EC bezüglich des Bienenschutzes bei Anwendungen im Raps?

Die Einstufung bezüglich der Bienengefährlichkeit ist streng an die zugelassene Aufwandmenge und den Anwendungszeitpunkt gekoppelt. Bei Anwendungen während der Rapsblüte muss zwingend darauf geachtet werden, ob das Mittel als bienengefährlich (B1) eingestuft ist, was eine Anwendung im aktiven Bienenflug ausschließt. Informieren Sie sich stets über die aktuellen BVL-Auflagen zur jeweiligen Indikation vor dem Einsatz in blühenden Beständen.