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OTHER · ADAMA Deutschland GmbH

GOLTIX Super

BVL Zul.-Nr. 025037-00

GOLTIX Super ist ein hochselektives, flüssiges Herbizid (Suspensionskonzentrat, SC) zur zuverlässigen Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern und einjährigem Rispengras in Rübenkulturen. Durch die Kombination der beiden bewährten Wirkstoffe Metamitron und Ethofumesat bietet das Pflanzenschutzmittel ein breites Wirkungsspektrum und eine hervorragende Flexibilität in der Anwendung. Es ist speziell auf die Anforderungen des modernen Rübenanbaus abgestimmt und bildet das Fundament für saubere Bestände von der Keimung bis zum Reihenschluss.

Das Produkt zeichnet sich durch eine ausgewogene Balance zwischen Blatt- und Bodenwirkung aus. Dies ermöglicht es Anbauern, sowohl bereits aufgelaufene Schaderreger direkt zu erfassen als auch über einen längeren Zeitraum hinweg das Auflaufen nachkeimender Unkrautwellen effektiv zu unterdrücken. Dank seiner hervorragenden Kulturverträglichkeit ist GOLTIX Super ein unverzichtbarer Baustein in klassischen Spritzfolgen.

Wirkstoffe

Ethofumesat
150 g/L · Wirkstoff
Metamitron
350 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die Wirksamkeit von GOLTIX Super basiert auf zwei sich ideal ergänzenden Wirkungsmechanismen. Metamitron gehört zur HRAC-Gruppe 5 (vormals C1) und wirkt als Inhibitor des Photosystems II. Der Wirkstoff wird sowohl über die Wurzeln als auch über die Blätter der Schaderreger aufgenommen und blockiert den Elektronentransport in der Photosynthese, was zum Absterben der Unkräuter führt. Ethofumesat hingegen ist der HRAC-Gruppe 15 (vormals N) zugeordnet und greift als Hemmstoff der Lipidsynthese in die Zellteilung und die Bildung der Cuticula ein. Es wird vor allem von den keimenden Trieben und den Wurzeln absorbiert. Diese duale Wirkstoffkombination sorgt dafür, dass Unkräuter in verschiedenen Entwicklungsstadien – vom Keimling bis zum jungen Laubblattstadium – nachhaltig erfasst werden und die Entstehung von Spätverunkrautung durch die langanhaltende Bodenwirkung unterbunden wird.

Resistenzmanagement

Um einer Selektion resistenter Biotypen vorzubeugen, ist GOLTIX Super ein wertvolles Werkzeug im Rahmen eines integrierten Resistenzmanagements. Durch die Kombination zweier unterschiedlicher Wirkmechanismen (HRAC-Gruppe 5 und 15) wird das Risiko einer Resistenzentwicklung bei wichtigen Leitunkräutern wie dem Weißen Gänsefuß oder dem Einjährigen Rispengras minimiert. Anbauer sollten das Produkt stets im Rahmen von Spritzfolgen einsetzen, die auch andere Wirkstoffklassen enthalten, und die empfohlenen Aufwandmengen sowie Anwendungszeitpunkte strikt einhalten, um die Selektion teilresistenter Individuen zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

GOLTIX Super weist eine hervorragende Mischbarkeit mit anderen im Rübenanbau üblichen Pflanzenschutzmitteln auf, insbesondere mit Phenmedipham-haltigen Herbiziden sowie spezifischen Gräserherbiziden. Zur Wirkungsabsicherung und -beschleunigung wird häufig die Zugabe eines zugelassenen mineralischen oder pflanzlichen Spritzöls empfohlen. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist der Spritztank zunächst zu zwei Dritteln mit Wasser zu füllen, bevor GOLTIX Super unter ständigem Rühren beigegeben wird; nachfolgende Mischpartner und Additive werden erst danach hinzugefügt. Eine ausreichende Wassermenge von mindestens 200 Litern pro Hektar sichert eine gleichmäßige Benetzung.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von GOLTIX Super sind die gesetzlich vorgeschriebenen Auflagen zum Schutz von Anwendern und Umwelt strikt zu beachten. Das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) bei der Handhabung des Konzentrats und während der Ausbringung ist obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen und terrestrischen Nichtzielpflanzen sind die vorgegebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern einzuhalten und driftmindernde Düsen zu verwenden. Das Produkt ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Eintrag auf blühende Bestände oder Unkräuter vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZuckerrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–192 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–192 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie beeinflusst die Bodenfeuchtigkeit die Wirkung von GOLTIX Super?

Da beide Wirkstoffe eine ausgeprägte Bodenwirkung besitzen, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für die Aktivierung des Wirkstoffdepots im Boden optimal. Bei anhaltender Trockenheit lässt die Bodenwirkung nach; in solchen Phasen gewinnt die reine Blattwirkung an Bedeutung, weshalb Behandlungen exakt im frühen Keimblattstadium der Unkräuter erfolgen sollten.

Warum wird GOLTIX Super bevorzugt im Splitting-Verfahren eingesetzt?

Unkräuter in Rüben laufen meist in mehreren Wellen auf. Durch die Aufteilung der Aufwandmenge auf mehrere aufeinanderfolgende Behandlungen im Abstand von wenigen Tagen werden neu keimende Schaderreger stets im empfindlichsten Keimblattstadium erfasst. Zudem schont diese Strategie die Kultur, da geringere Einzelmengen die Rüben weniger stressen.

Kann das Produkt auch bei niedrigen Temperaturen im frühen Frühjahr appliziert werden?

Ja, GOLTIX Super ist auch bei kühleren Frühjahrstemperaturen gut wirksam. Allerdings sollte die Anwendung nicht bei Frost oder unmittelbar vor Frostnächten erfolgen, da die Kultur unter Froststress empfindlicher auf Herbizide reagieren kann und die Wirkstoffaufnahme verlangsamt ist.

Welche Rolle spielt die Zugabe von Spritzöl bei der Anwendung?

Die Zugabe eines geeigneten Spritzöls verbessert die Benetzung der Unkrautblätter und erleichtert das Eindringen der Wirkstoffe durch die Wachsschicht. Dies ist besonders bei trockener Witterung oder wenn Unkräuter das Keimblattstadium bereits überschritten haben wichtig, um die Blattwirkung abzusichern.

Was muss beim Nachbau von Folgekulturen nach dem Einsatz von GOLTIX Super beachtet werden?

Nach dem regulären Umbruch der Rüben im Herbst können die meisten üblichen Folgekulturen wie Wintergetreide problemlos angebaut werden. Sollte es zu einem vorzeitigen Umbruch der Kultur im Frühjahr kommen (z. B. durch Spätfrost), ist eine tiefe Bodenbearbeitung (Pflügen) vor der Neuaussaat empfindlicher Kulturen dringend zu empfehlen, um Wirkstoffrückstände im Oberboden zu verdünnen.

Wie finde ich im Farmable-Portal alternative Pflanzenschutzmittel für ein integriertes Resistenzmanagement?

Nutzen Sie die Filterfunktionen in unserer Produktdatenbank, um nach der Kultur 'Zuckerrübe' und den Ziel-Schaderregern zu filtern. Sie können die Ergebnisse nach HRAC-Wirkstoffklassen sortieren, um gezielt Produkte mit anderen Wirkmechanismen für Ihre Spritzfolge auszuwählen.