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Sonstige · Sharda Cropchem Limited

HIFEN

BVL Zul.-Nr. 00B617-00

HIFEN ist ein Herbizid von Sharda Cropchem Limited zur gezielten Ausschaltung einjähriger zweikeimblättriger Unkräuter im Getreidebau. Mit dem hochkonzentrierten Wirkstoff Thifensulfuron (750 g/kg) bietet das Mittel eine wirksame Bausteinlösung für die Frühjahrsbehandlung in Getreidekulturen wie Winterweizen, Wintergerste, Winterroggen, Triticale und Hafer.

Die Formulierung als wasserdispergierbares Granulat ermöglicht ein präzises Ansetzen der Spritzbrühe sowie eine saubere Handhabung im Betrieb. HIFEN entfaltet seine Leistung vorrangig über die Blattaufnahme und hemmt das Wachstum empfindlicher Unkräuter rasch nach der Anwendung, sodass die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe frühzeitig unterbrochen wird.

Als flexibel einsetzbares Pflanzenschutzmittel lässt sich HIFEN optimal in bestehende Herbizidstrategien integrieren. Es eignet sich hervorragend zur Nachauflaufbekämpfung von breitblättrigen Unkräutern, insbesondere wenn witterungsbedingt ein zügiges Handeln im Frühjahr erforderlich ist.

Wirkstoffe

Thifensulfuron
750 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Thifensulfuron gehört zur chemischen Gruppe der Sulfonylharnstoffe und ist nach dem HRAC-System als ALS-Hemmer (Gruppe 2) klassifiziert. Er hemmt gezielt das Enzym Acetolactat-Synthase (ALS), welches eine Schlüsselrolle bei der Biosynthese der essenziellen verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin in Pflanzen spielt. Nach der Aufnahme über die Blätter wird der Wirkstoff rasch im Phloem und Xylem zu den meristematischen Geweben transportiert. Durch den Stillstand der Aminosäuresynthese stellt das Unkraut innerhalb weniger Stunden das Wachstum ein. Erste Chlorosen an den Vegetationspunkten zeigen sich nach einigen Tagen, gefolgt von Nekrosen und dem vollständigen Absterben der empfindlichen Unkräuter innerhalb von zwei bis drei Wochen.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Wirkstoffresistenzen gegenüber ALS-Hemmern (HRAC Gruppe 2) vorzubeugen, solltest du HIFEN stets in ein fruchtfolgeübergreifendes Integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von Sulfonylharnstoffen auf derselben Fläche. Kombiniere oder alterniere die Behandlungen stattdessen mit Herbiziden anderer Wirkungsmechanismen (wie z. B. Wuchsstoffherbiziden aus HRAC-Gruppe 4). Auch ackerbauliche Maßnahmen wie eine vielseitige Fruchtfolge und die Wahl konkurrenzstarker Sorten tragen entscheidend dazu bei, den Selektionsdruck niedrig zu halten.

Mischbarkeit & Tankmischung

HIFEN ist in der Praxis gut mit vielen gängigen Herbiziden, Fungiziden und Halmverkürzern mischbar, sofern deren Anwendungszeitpunkte mit dem Entwicklungsfenster der Kultur harmonieren. Achte beim Ansetzen der Spritzbrühe auf einwandfreie Wasserqualität sowie einen neutralen bis leicht sauren pH-Wert des Spritzwassers. Bei Tankmischungen mit flüssigen Blattdüngern oder Zusatzstoffen solltest du vorab eine Verträglichkeitsprobe durchführen. Vermeide Behandlungen unter extremen Stressbedingungen für die Kultur (wie Frost, Dürre oder Staunässe), um vorübergehende Kulturreaktionen zu verhindern.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit HIFEN ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (Schutzanzug, Schutzhandschuhe und Augenschutz beim Ansetzen der Brühe) unerlässlich. Das Pflanzenschutzmittel erfordert allgemeine Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen. Vermeide Abdrift auf angrenzende Flächen durch den Einsatz abdriftmindernder Düsen und passe die Anwendung an die Windverhältnisse an. Um Bestäuberinsekten zu schützen, solltest du das Mittel nicht in blühende Bestände oder bei starkem Bienenflug ausbringen, sondern vorzugsweise in den abendlichen Stunden behandeln.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–390.04 KILOGRAM_PER_HECTARE—
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–390.04 KILOGRAM_PER_HECTARE—
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–390.04 KILOGRAM_PER_HECTARE—
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–390.04 KILOGRAM_PER_HECTARE—
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–390.04 KILOGRAM_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für HIFEN im Getreide?

Der beste Behandlungszeitraum liegt im Frühjahr im Nachauflauf zwischen BBCH 13 (Dreiblattstadium) und BBCH 39 (Fahnenblatt voll entwickelt). Achte darauf, dass die Unkräuter klein sind und sich im aktiven Wachstum befinden, da Thifensulfuron dann am schnellsten über das Blatt aufgenommen wird.

Welche Unkräuter werden durch HIFEN vorrangig erfasst?

Das Produkt wirkt gezielt gegen einjährige zweikeimblättrige Unkräuter wie Vogelmiere, Kamille-Arten, Klettenlabkraut (im frühen Entwicklungsstadium) und verschiedene Kreuzblütler. Ungräser werden durch den Wirkstoff Thifensulfuron nicht erfasst.

Worauf musst du achten, wenn du HIFEN bei kühler Frühjahrswitterung ausbringen willst?

Da Thifensulfuron wüchsige Witterung für den raschen Systemtransport in der Pflanze benötigt, verlangsamt sich die Wirkung bei niedrigen Temperaturen. Behandle nicht direkt vor vorhersehbarer Nachtfrostgefahr, um vorübergehenden Wachstumsstockungen der Kultur vorzubeugen.

Kannst du HIFEN mit Wirkstoffen anderer HRAC-Klassen mischen?

Ja, die Kombination mit Herbiziden aus anderen HRAC-Gruppen (beispielsweise synthetischen Auxinen aus Gruppe 4) ist eine wirksame Strategie, um ALS-Resistenzen vorzubeugen und das Wirkungsspektrum gegen schwer bekämpfbare Arten wie Klettenlabkraut zu erweitern.

Was solltest du bei Nachbauentscheidungen nach der Ernte beachten?

Nach dem regulären Umbruch von mit HIFEN behandeltem Getreide können im Herbst in der Regel alle üblichen Folgekulturen angebaut werden. Bei einem vorzeitigen Umbruch nach Kulturausfall solltest du vor der Einsaat empfindlicher Nachbaukulturen eine gründliche Bodenbearbeitung durchführen.